Ein sehr persönlich geschriebenes Buch. Die Tochter schreibt über einen wichtigen Abschnitt in ihrem Leben: über die Zeit des Zusammenlebens mit ihrem an Alzheimer erkrankten Vater. Dabei steht die Auswirkung der Krankheit im Vordergrund, die Gestaltung des immer schwieriger werdenden Alltags, die Anforderungen, die sich für die pflegenden Angehörigen ergeben. Sehr persönlich schildert die Autorin auch ihre ambivalenten Gefühle angesichts der zunehmenden Demenz ihres geliebten Vaters, es wird deutlich, wie sehr diese Krankheit das Leben der pflegenden Angehörigen für Jahre oder sogar Jahrzehnte verändern kann, wie eigene Pläne und Lebensentwürfe in den Hintergrund gedrängt werden. Ein gut zu lesendes Buch. Ich gebe trotzdem nur drei Sterne, weil mir einerseits Hintergrundinformationen über die Krankheit fehlen, andererseits die religiösen Ansichten der Autorin manchmal zuviel wurden. Für jeden, der im Bekanntenkreis mit Alzheimer konfrontiert wird, jedoch lesenswert.