Pressestimmen
Es ist ein schönes, reich und gescheit illustriertes Buch geworden. Man liest den Kunstpublizisten Burda schnell, und man liest ihn gern, liest seine Gespräche mit Kittler, Sloterdijk, Brock, Bredekamp, Belting und Ullrich nicht ohne Gewinn. (Hans-Joachim Müller, Die Welt, 11.11.2010)
Zu den originellsten Volten dieses Buchs gehört nämlich eine aus der Praxis des Medienunternehmers, speziell aus begangenen Fehlern gewonnene Einsicht, die wiederum Theorie bildend und anschlussfähig für aktuelle Mediendiskurse ist. (Süddeutsche Zeitung, 12.11.2010)
Das Buch geht aus von folgender These: Wo immer sich Kommunikation verändert, verändern sich die Fundamente der Gesellschaft. Durch Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks hatte eine Wende in der Kommunikation der Menschen stattgefunden, Bücher waren kein Statussymbol mehr, sondern der breiten Masse zugänglich. Auch die Erfindung des Kupferstichs durch Martin Schongauer ließ einen Ruck durch die Welt gehen, so waren Gemälde nicht mehr nur an einen Platz gebunden, durch Replikationen konnte die ganze Welt daran Teil haben. Auch Innovationen wie die Fotografie und der Film veränderten die Kommunikation in der Welt maßgeblich. Das volle Ausmaß der Veränderungen, die die Digitalisierung mit sich bringt, wird sich auch erst im Laufe der Zeit zeigen. Um den "Iconic Turn" in seiner ganzen Bandbreite verstehen zu können, sollte man ihn aber nicht nur von der technischen Seite beleuchten, sondern muss ihn auch von der interdisziplinären Seite angehen. Dafür hat Hubert Burda sich der Kollaboration langjähriger Weggefährten versichert: unter anderen des Philosophen Peter Sloterdijk und des Kunstheoretikers Bazon Brock. (Badische Zeitung, 10.11.2010)
Über den Autor
Prof. Dr. Hubert Burda ist Verleger und Vorstandsvorsitzender der Hubert Burda Media. Der promovierte Kunsthistoriker initiierte zusammen mit Christa Maar die Vorlesungsreihe ICONIC TURN an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Als Leiter eines modernen Medienunternehmens und als Vorsitzender des Hochschulrates der LMU setzt sich Hubert Burda für die verstärkte Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft ein. 2007 wurde Hubert Burda mit der "Jakob Fugger-Medaille" für hervorragende Verdienste um das Zeitschriftenwesen in Deutschland ausgezeichnet.Peter Sloterdijk, 1947 in Karlsruhe geboren, ist dort seit 1992 Professor für Philosophie und Medientheorie an der Hochschule für Gestaltung und seit 2001 deren Direktor. Seit 2002 leitet er zusammen mit Rüdiger Safranski die ZDF-Sendung "Im Glashaus - Das Philosophische Quartett". 2005 erhielt er den Sigmund-Freud-Preis, 2001 den Christian-Kellerer-Preis für die Zukunft philosophischer Gedanken und 1993 den Ernst-Robert-Curtius-Preis für Essayistik. 2008 wurde Peter Sloterdijk mit dem Cicero Rednerpreis und dem Lessing-Preis für Kritik ausgezeichnet. 2013 erhielt er den Ludwig-Börne-Preis.Bazon Brock, geboren 1936, ist einer der aktivsten Ästhetiker (mehr als tausend Veranstaltungen in BRD, USA, Holland, Israel, Schweiz, Österreich). Weil Kriegselend, Lagerhaft und Flüchtlingsdasein ihn daran hinderten, ein Wunderkind zu sein, beschloss er jetzt, nach der Emeritierung, sein Leben als Wundergreis zu führen.