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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Liebe & Kabale unter Engeln & Dämonen!,
Von
Rezension bezieht sich auf: In maiorem dei gloriam: Zum höheren Ruhme Gottes (Taschenbuch)
*"In maiorem dei gloriam" ( lat. "zum höheren Ruhme Gottes" ) ist der Debüt-Roman der jungen deutschen Autorin Anne Delseit. Zuvor hatte sie bereits einige Kurzgeschichten beim Fireangels Verlag unter dem Pseudonym "Lail" verfasst. Ausserdem ist kürzlich von ihr und Martina Peters der Manga Lilientod beim Carlsen Verlag erschienen. Die Illustratorin Nina Nowacki hat ebenfalls bereits zuvor einige ihrer Werke beim Fireangels Verlag veröffentlicht. Nun zu diesem Roman! Es ist ein ziemlich fettes Taschenbuch: 500 Seiten und ein recht dickes Papier. Der optischen Verschönerung des Buches dienen einige ganzseitige, sowie viele kleine Schwarz-Weiß-Illustrationen, die wirklich hübsch anzuschauen sind. Obszöne Bildchen ( in denen man die Charaktere detailgetreu "in medias res" sieht ) gibt es übrigens keine. Die Cover-Illu hat allerdings eine etwas merkwürdige Farbgebung, finde ich. Die darauf dargestellten Protagonisten sehen etwas grünlich im Gesicht aus ... irgendwie kränklich. Aber ich nehme an, das ist eben der beabsichtigte Stil ( Impressionismus? ). Der Schreibstil geht ausreichend ins Detail, ist aber nicht zu ausschweifend und dadurch sehr angenehm zu lesen. Wegen der häufigen Verwendung lateinischer Begriffe kann man hierbei sogar ein wenig seine Sprachkenntnisse aufpolieren! ^^ Die Handlung wird aus der Ich-Perspektive erzählt, wobei der Erzähler ein gefallener Erzengel namens Sariel ist. An sich bevorzuge ich die Er-Form, doch gelegentlich ist auch die Ich-Form nützlich. Wenn z.B. der Leser nicht mehr wissen soll als der Protagonist selber, wodurch auch die Spannung der Handlung aufrechterhalten wird. Wegen dem homoerotischen Inhalt könnte man eine platte Story, die ausser Sex nicht viel mehr zu bieten hat, vermuten ... doch dem ist gewiss nicht so! Ich habe mich jedenfalls zu keiner Zeit gelangweilt. Interessante ( nicht-erotische ) Stellen gibt es hier für mich genug. Dazu zählen z.B. der Weltenaufbau, d.h. die unterschiedlichen Sphären des Himmels und der Hölle ( ähnlich wie die Ebenen der Weltenesche Yggdrasil in der nordischen Mythologie ) oder die strenge Engelshierarchie. Ich kenne zwar nicht alzu viele ( homo- ) erotische Bücher, um gut unterscheiden zu können, doch die Handlung empfinde ich als komplex in Bezug auf die Charaktere und ihre Beziehungen zueinander. Sariels Persönlichkeit ist selbstverständlich am besten ausgebaut ( seine sarkastischen Bemerkungen und Gedankengänge liessen mich immer wieder schmunzeln ), doch auch die anderen Charaktere kommen nicht zu kurz. Die meisten sind - wie bei "boys love" üblich - natürlich männlichen Geschlechts, doch es gibt durchaus einige weibliche Personen ( z.B. Dämonin Lilith und Menschenfrau Cathrin ), sowie Geschlechtslose ( z.B. Engel Cassiel ). Im Anhang findet man zunächst ein Glossar mit den Namen aller vorkommenden Charaktere. Anschliessend ein Nachwort der Autorin und der Illustratorin mit Aussagen zur Recherche und Ideen in diesem Buch, sowie Steckbriefen der beiden. Zuletzt noch ein Extra mit ein paar Skizzen, sowie Illustrationen und eine Bonus-Kurzgeschichte aus der Sicht von Erzengel Michael. Trotzdem vergebe ich der Geschichte nur 4 Sterne. Wieso? Ein halber Stern Abzug wegen dem Ende Einen weiteren halben Stern ziehe ich wegen dem anfangs ziemlich - zugegebenermaßen wesensbedingt - promiskuitiven Hauptcharakter ab ( steh eher auf den romantischen, monogamen Typ )! FAZIT: Fans homoerotischer Literatur, die zugleich auch Fantasy-Liebhaber sind, dürfte das Buch jedenfalls gut gefallen ... ganz besonders dann, wenn man auf Liebe und Kabale zwischen Engeln und Dämonen steht! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Himmel und Hölle sind jetzt auch schwul...na wenn das nicht mal was anderes ist!,
Rezension bezieht sich auf: In maiorem dei gloriam: Zum höheren Ruhme Gottes (Taschenbuch)
Gerade erst zu Ende gelesen versuche ich mich nun direkt an einer Rezession zum Buch.Ein großes plus des Buches ist auf jeden Fall seine Fülle. Wenn sich ein Buch gut lesen lässt freut es mich immer, wenn ich mal einen mehr als 150 Seiten-Schmöker in der Hand halten darf. Der Grund für mich das Buch zu kaufen, war eigentlich recht simpel. Ich lese gerne Bücher mit homoerotischen Inhalten und finde die Thematik Engel vs. Teufel / Dämonen auch recht spannend. Die Kombination erschien mir daher recht interessant. Wie die Autorin im Vorspann selber anmerkt, handelt es sich bei dem Buch in erster Linie um einen Fantasy-Roman und hat mit der religiösen Darstellung von Himmel und Hölle recht wenig zu tun. Gut fand ich die, allerdings eher oberflächliche, Beschreibungen zum Aufbau der Hierarchien von Himmel und Hölle (was aber auf jeden Fall im Sinne des Buches ist). Zuviel fachlich / sachliches kann manchmal dazu führen das man das Gefühl hat einen recht trockenen Fachwälzer in den Händen zu halten und keinen Roman. Das Buch selber war recht flüssig zu lesen. Ich hatte allerdings den Eindruck, dass es zu Beginn deutlich mehr Tiefe aufbaut und dann doch im typischen Genre, der von Frauen geschriebenen, Homoerotik-Literatur abflacht. Beispielhaft hierfür möchte ich folgendes nennen: Obwohl der (Haupt-)Charakter Sariel doch als recht promiskuitiv dargestellt wird / werden soll kommt es doch zu dem typischen Klischee, das er, wie er so durch die himmlischen und höllischen Betten stolpert, und eigentlich als gefallener Erzengel in der Hölle doch wenig auf Gefühlssachen gibt, doch nichts anderes sucht als Romantik und Zärtlichkeit. Ganz typisch! Oder Luzifer, das klassische Bild des Bösen, eigentlich charakteristisch zu Beginn interessant dargestellt, mutiert mir doch zum Ende des Buches hin eher zum höllischen Weichei". Insgesamt geht's unterm Strich doch irgendwie wieder nur darum wer mit wem, und vor allem welcher Engel mit welchem Höllenbewohner, wann etwas hat bzw. hatte. Damit möchte ich das Buch nicht direkt abwerten! Ich bin selber eine Frau und kann das z. T. nachvollziehen. Wir Frauen neigen meines Erachtens tatsächlich gerne dazu Männer in diesem Genre zu verzärteln und zu verniedlichen. Keine Frage hin und wieder lese ich das auch sehr gerne, weil es eben einfach romantisch ist. In diesem Buch empfinde ich es allerdings stellenweise doch fehl am Platze. Man hätte aus der Thematik - auch wenn sie als Roman gedacht ist - viel mehr rausholen können, die Autorin wäre sicherlich dazu in der Lage. Was mich sehr gestört hat war das Latein, bzw. nicht das Latein als solches. Dass die Kapitel z. B. in Latein benannt sind und die deutsche Übersetzung als Untertitel gewählt wurde hat mir sehr gefallen. Im Text selber hat es mich dann leider recht schnell gestört da regelmäßig Latein-Floskeln eingesetzt wurden die dann im nächsten Satz oder im Laufe des Absatzes dann mit Kursiv-Schrift ins deutsche übersetzt wurden und dadurch sozusagen doppelt im Text enthalten waren. Ob hier einfaches weglassen des lateinischen Textes oder evtl. ein Anhang mit der entsprechenden Übersetzungen besser gewesen wäre, darüber bin ich mir noch nicht ganz schlüssig. Nun, wie schon erwähnt flachte mir das Buch zum Ende hin zu sehr ab und hinterließ irgendwie auch den Eindruck, von großer Eile und durch die vielen schnellen Handlungsstränge irgendwie das Gefühl von leichtem Chaos. Warum das so ist wurde mir dann auf der letzten Seite klar, dass Buch ist, so wie ich es verstanden habe, als Mehr- bzw. mindestens Zweiteiler ausgelegt. So etwas erlebt man in diesem Fall dann häufiger. Entweder völliges Chaos weil man schnell noch viel Thematik in den letzten Kapiteln unterbringen will um das Buch nicht komplett offen enden zu lassen oder aber als Gegenteil die absolute Langweile, weil's ja im nächsten Band dann irgendwann weiter geht. Tja, was soll ich sagen...schon wieder ein Mehrteiler. Ich habe inzwischen das Gefühl das es heute, vor allem im Bereich Fantasy, kaum noch ein sich abgeschlossenes Buch gibt. Vielleicht ist das jetzt auch nur ein rein subjektiver Eindruck weil ich selber in letzter Zeit viel in dieser Richtung gelesen habe und selber mehrere mehrbändige Reihen zu Hause stehen habe. Diese Kritik liest sich wohl eher negativ, was aber so nicht ganz richtig und auch nicht beabsichtigt ist. Die von mir genannten Punkte schreibe ich vor allem deswegen jetzt so auf, weil ich das Buch erst am Wochenende gelesen habe und mir diese Teile eben als recht auffällig im Gedächtnis geblieben sind. Insgesamt kann ich nur noch einmal sagen, das Buch lässt sich bis auf die letzten hektischen Seiten wirklich gut lesen, ich habe einen kurzweiligen Samstag mit ihm verbracht. Die Autorin hat einen guten Schreibstil, da ist man bei manchen jungen bzw. nicht so bekannten Autoren oft wirklich anderes gewöhnt. Erwähnenswert sind auch auf jeden Fall die enthaltenen Zeichnungen. Die müssen sicherlich nicht sein, darüber könnte man nun streiten, ich fand sie im Kontext des Buches sehr schön und gelungen. Und nun ein Outing" meinerseits. Leider bin ich als Leserin auch nicht ganz unschuldig am Mehrband-Wahn" der heutigen Zeit, denn ich würde mir mit Sicherheit auch einen weiteren Teil des Buches kaufen. Und wenn es auch nur aus der Neugierde heraus wäre, zu erfahren was denn da noch so alles kommen mag und ob dass, was mir nur als eher negativ" aufgefallen ist evtl. im nächsten Band nicht mehr zu bemängeln ist. :-) Fazit: Ein schönes Buch mit nicht ganz alltäglichem Thema, kurzweiliges Lesevergnügen mit angenehmen Schreibstil - für Mädels (und natürlich auch Jungs!) die es trotz Hölle gerne mal romantisch mögen. Viel Spaß beim Lesen! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Spannend, fantasiereich und fesselnd geschrieben...,
Von Juliane Seidel "Koriko" (Wiesbaden) - Alle meine Rezensionen ansehen (VINE®-PRODUKTTESTER) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: In maiorem dei gloriam: Zum höheren Ruhme Gottes (Taschenbuch)
Anne Delseit ist vielen schon durch ihre Kurzgeschichten oder als Autor des Mangas Lilientod" bekannt. So lieferte sie schon öfters Kurzgeschichten für die Anthologien des Fireangel Verlags und ist dort auch als Übersetzerin tätig. So war es nur eine Frage der Zeit, bis ihr Debut auf dem Markt erschien. Wie nicht anders zu erwarten kam der fast 500 Seiten starke Wälzer beim Fireangels Verlag heraus und Anne Delseit präsentiert ein packendes und fesselndes Buch, voller Mysterien, Engeln, Dämonen und prickelnder Erotik.Der gefallene Engel Sariel ist seit dem großen Krieg und dem Fall Luzifers wohl einer der wenigen, die sich bis zum heutigen Tage nicht für eine Seite entschieden haben. So pendelt der Engel als Spion zwischen Himmel und Hölle hin und her und arbeitet mal für Luzifer, mal für Gabriel, zumeist jedoch um Informationen zwischen den hohen Wesen auszutauschen. Zudem ist er regelmäßig bei Uriel, der sich auf die Erde zurückgezogen hat und dort zurückgezogen bei den Menschen lebt. Doch nicht nur er lebt unterdessen auf der Erde- auch die Seele Michaels lebt unterdessen als Mensch bei Uriel und Luzifer ist sehr an dem Leben des jungen Mannes interessiert. Als Sariel bei einem Besuch bei Uriel mitbekommt, wie sich Michael von der Schöpfungsgeschichte und dem Glauben selbst abwendet, seine Existenz selbst für nichtig erklärt, ruft er nicht nur Luzifer auf den Plan, auch der Himmel selbst beobachtet diese Entwicklung mit Sorge. Sariel muss sich nicht nur mit dem Zorn des Regenten der Unterwelt herumschlagen, er muss sogar Luzifer begleiten, der sich entgegen der Warnungen der anderen Regenten der Hölle auf den Weg zur Erde macht um Michael höchstselbst ins Gewissen zu reden. Sariel selbst verschließt sich zu Beginn vollkommen der Sinn hinter Luzifers Aktion, doch nach und nach begreift er, dass Luzifer und Michael ein tiefes Band verbindet, dass schon seit Anbeginn der Zeit existiert und nur schwerlich zerstört werden kann. Während in der Hölle das Chaos ausbricht und auch die Engel der himmlischen Gefilde auf Luzifers Taten auf der Erde aufmerksam werden, beginnt Luzifer gemeinsam mit Sariel den störrischen Michael zu unterrichten, um ihn irgendwann zurück in den Himmel zu bringen. Als schließlich Gabriel und Raphael zu der seltsamen Truppe stoßen, ist das Chaos perfekt und gewisse Schwierigkeiten sind vorprogrammiert. Sariel Probleme häufen sich, als er bei einem kurzen Aufenthalt in der Hölle von Beliel aufgesucht wird, der ihm unmissverständlich zu verstehen gibt, Luzifer zurückzubringen, bevor andere die Macht an sich reißen und sein Leben verwirkt sei, sollte ihm das nicht gelingen. Durch mehrere Träume erhält Sariel plötzlich einen tiefen Einblick in die Vergangenheit Michaels und muss bald erkennen, was genau zwischen ihm und Luzifer vorgefallen ist. Zudem lernt er kurz darauf den Engel Raziel kennen und beginnt zu diesem ganz besondere Gefühle zu hegen... All diese Ereignisse werden jedoch in den Schatten gestellt, als Michael in den Himmel gebracht werden soll und sich in diesem Augenblick eine erschreckende Wahrheit herauskristallisiert, die nicht nur Sariel sondern auch Luzifer und die anderen erschreckt. Denn Michaels Existenz auf der Erde scheint nur ein geschickter Schachzug gewesen zu sein, hinter dem ein ganz anderes Ziel steht... in maiorem dei gloriam" was soviel bedeutet wie Zum höheren Ruhme Gottes" vereint Anne Delseit eine spannende und faszinierende Geschichte mit religiösen und mythischen Texten und erschafft etwas vollkommen Neues. Dabei tritt die Erotik und die Beziehung der Charaktere zwischeneinander deutlich in den Hintergrund und macht Platz für eine gut durchdachte und recherchierte Geschichte, die einfach Spaß macht. Der Schreibstil ist sehr flüssig und man mag kaum glauben, wie schnell man durch das Buch kommt, wenn man mit dem Lesen beginnt. Anne Delseit gelingt es ohne Probleme von den ersten Seiten an zu fesseln und bis zum Ende hindurch den Spannungsbogen zu halten und mit Hilfe kleinerer Seitengeschichten immer wieder neue Aspekte aufzuzeigen und die Geschichte auf diese Art und Weise voranzutreiben. Zusätzlich bieten die sarkastischen und spitzen Gespräche und Kommentare Luzifers oder die Aktionen Sariel Raum für lustige Aspekte, die einen zum Schmunzeln oder gar zum Lachen bringen. Doch nie gleitet die Geschichte zu sehr in Richtung Comedy ab, sondern schafft es die Waage zu halten und den Schwerpunkt auf der ernsten und mysteriösen Geschichte zu legen. Um diesen Aspekt zu unterstreichen sind wie schon der Titel auch die Kapitel in Latein gehalten, ebenso einige Dialoge der Akteure, die jedoch direkt im Text (teilweise in Sariels Gedanken) übersetzt werden. Das Buch endet unvermittelt und einige Handlungsbögen werden nicht ganz zu Ende gebracht, so dass die Vermutung nahe liegt, dass ein weiterer Band geplant ist. Im Grunde wartet man auf eine Fortsetzung, da gerade Sariel als Hauptperson am Ende der Geschichte doch ein wenig unterging. Sicher wird Sariel als unausgeglichener und unentschiedener Charakter vorgestellt, dennoch vermisst man seinen großen Auftritt am Ende, wurde doch gerade er im Laufe der Geschichte gerade durch seine Träume und Erlebnisse zum perfekten Zünglein an der Waage, was den Kampf zwischen Himmel und Unterwelt anbelangt. Leider wartet der Leser darauf vergeblich, so dass sich Sariels Charakter während der Ereignisse zwar verändert und wandelt, doch nicht ganz in die Richtung geht, die man sich gewünscht hätte. Zudem fällt es schwer ihn als Doppelagenten zu sehen, der sowohl für die Hölle als auch für den Himmel arbeitet. Es wird zwar immer wieder betont, dass Sariel auch im Himmel ist, aber der Leser erlebt ihn doch eher in der Hölle und lernt sein Leben und Handeln in den Gefilden der Unterwelt kennen, so dass es schwer fällt ihn wirklich als Spion des Himmels zu sehen, besonders da er nicht als Engel akzeptiert wird. Diesen Punkt hätte man genauso gut streichen können, ohne der Geschichte wirklich zu schaden. Dennoch ist in maiorem dei gloriam" gut geschrieben und Sariel als Erzähler und Protagonist ist gut gewählt, da er sehr gut über die Ereignisse berichten kann, ohne direkten Einfluss darauf zu nehmen. Neben Anne Delseits fesselnder Story und ihrem guten Schreibstil muss man die Arbeit der Künstlerin Nina Eru Nuo" Nowacki hervorheben, die nicht nur das wundervolle Cover gestaltet hat, sondern über 80 schwarz/weiß Illustrationen anfertigte. In jedem Kapitel finden sich wundervolle Illustrationen und Szenen der Geschichten, zudem stammen die Absätze und die Anfangsbuchstaben der jeweiligen Kapitel von ihr und machen die Charaktere und die Geschichte selbst lebendig. Die Zeichnungen lockern nicht nur die Geschichte auf, sie passen zu dem Buch und sind wundervoll in Szene gesetzt. Das Layout tut sein übriges und es macht Spaß das Buch einfach nur wegen der Illustrationen durchzublättern und einige Textpassagen dank der Bilder noch einmal zu lesen. Als Zugabe befindet sich am Ende des Buches noch eine Sammlung verschiedener Skizzen der Künstlerin, sowie die Kurzgeschichte pro deo belligero"(Für Gott führe ich Krieg) die vor dem Großen Krieg und vor dem Fall Luzifers angesiedelt ist und die Beziehung zwischen Luzifer und Michael näher beleuchtet. Insgesamt ist in maiorem dei gloriam" nahezu uneingeschränkt zu empfehlen. Es stellt in vielerlei Hinsicht die gängigen BL Novels in den Schatten und weiß von der ersten bis zur letzten Seite zu Fesseln. Explizit beschriebene Erotik findet man nicht, doch das ist eher ein positiver Aspekt des Romanes, denn Hardcore Yaoi würde auch gar nicht zu der Geschichte und dem Stil Anne Delseits passen. Die Aufmachung des Buches kann sich durchaus sehen lassen und man bekommt für den vergleichsweise hohen Preis einiges geboten, so dass man in maiorem dei gloriam" jedem BL-Fan empfehlen kann. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Roman eine Fortsetzung nach sich zieht und diese in absehbarer Zeit erscheinen wird. Es lohnt sich in jedem Fall mehr über Sariel zu erfahren... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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