"Der magische Schlüssel des Jablou" ist untertitelt mit den Worten: "Ein abenteuerliches Märchen aus den Weiten der Meere" - was etwas irreführend ist. Zwar bemüht sich Axel Lüdtke, den Stil einem Märchen anzupassen. Es bleibt allerdings bei dem Versuch. Überhaupt fährt Lüdtke keine klare Linie in seiner Art zu schreiben. In einem Kinderbuch erwartet man vielleicht keinen ausgefeilten, durchdachten Schreibstil wie in anderer Literatur, dennoch fallen viele Störfaktoren auf; zahlreiche Füllwörter, Verdopplungen derselben, Wiederholungen, umständliche Formulierungen und fehlende Informationen machen den Roman weder für ein Kind noch für einen Erwachsenen entspannend und angenehm zu lesen. Manche dieser Auffälligkeiten könnten noch verziehen werden, wäre da nicht eine Schlampigkeit in der Überarbeitung des Romans festzustellen, die einem die Geschichte noch mehr verleidet: Da werden Buchstaben vergessen, Rechtschreibfehler gemacht, da wird ein Stadion im nächsten Satz zum Stadium gemacht und ähnliches mehr - in der Häufigkeit sehr ärgerlich.
Ob "Der magische Schlüssel des Jablou" ein Buch für Erwachsene sein soll, die sich noch einmal in die Kindheit versetzen lassen wollen, ob es für die jüngeren oder Erstleser oder aber zum Vorlesen für die Kleinsten sein soll: Keine der möglichen Zielgruppen wird angesprochen. Dafür bleibt der Autor zu wenig einer einzigen Linie treu. Er verpasst es leider, die Handlung seinen Ideen gerecht werden zu lassen. Von allem zu wenig, vom Wichtigen nichts - schade um das im Ansatz gute Grundgerüst. Es gibt wesentlich Besseres zu lesen.