5.0 von 5 Sternen
Isabeau in der Hand der bösen Banrigh - und Megan sammelt Verbündete, 1. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Der magische Schlüssel 02. Die Hexen von Eileanan. (Taschenbuch)
Teil 2 von 9 der Reihe um die Hexen des Schlüssels. Die Reihe ist beendet, leider sind zurzeit nur die ziemlich teuren Sammlerstücke zu kaufen. Eine Neuauflage ist nach aktuellem Wissensstand nicht geplant. Wer also mit dem Lesen beginnt, sollte sich im Klaren sein, dass er gut und gerne 30 EUR für ein Mängelexemplar zahlten kann.
Es gibt eine Nachfolgereihe, die erst vor ein paar Jahren erschienen ist, Der Turm der Raben (Rihannons Ritt 1), Die strahlende Stadt (Rihannons Ritt 2) und Das Herz der Sterne (Rihannons Ritt 3). Die drei Folgebände sind alle zu erwerben.
Worum es geht:
Die junge Isabeau, Lehrling der mächtigen Hexe Megan von den Tieren, ist bei ihrer Reise zur Hauptstadt des Landes gefangen genommen wurden und ist jetzt in den Händen der Inquisitorin Glynelda und ihres obersten Suchers. Sie wird gefoltert und soll den Namen und Aufenthaltsort ihrer Lehrmeisterin preisgeben.
Derweil treffen Megan und der "Krüppel", der eigentlich der jüngste Bruder des regierenden Righ, Lachlan der Geflügelte ist und der den Leitstern erwerben möchte und so seinen Bruder, der von der bösen Maya, genannt die Verhexerin, unter Kontrolle gehalten wird und sich ihrem Willen beugt. Maya möchte alle Hexen aus Eileannan vertreiben und die Zauberwesen vernichten.
Derweil verfolgt auch die Banrigh Margret ihre eigenen Pläne. Doch welche Ziele verfolgt sie...?
Der zweite Teil der magischen Sage von Kate Forsyth gewinnt noch immer nicht wirklich an Fahrt. Forsyth hat aber auch eine unglaubliche Geschichte gesponnen und es dauert seine Zeit, bis man alle Protagonisten kennengelernt hat und weiß, wer wer ist und welche Ziele er verfolgt. Es gibt so viele Gruppen, gute wie böse, deren Geschichten wir folgen und die wir kennenlernen müssen.
Der Leser hat noch immer Zeit, sich in der liebevoll gestalteten und ausführlich ausgearbeiteten Welt der Autorin zurecht zu finden.
Die Autorin erschafft eine Welt, in der die phantastischsten Wesen Zuhause sind und die Menschen, Abkömmlinge einer Gruppe von Hexen aus Schottland, die auf der Flucht vor der Hexenverfolgung eine Reise durch das Universum unternommen haben, mehr oder weniger in Frieden mit ihnen leben.
Die unterschiedlichen und wirklich sehr durchdachten Redewendungen und Begriffe sind teils etwas schwer, ein Namens- und Begriffsregister am Ende des Buchen kann aber zurate gezogen werden. Besonders am Anfang wird man darum nicht herumkommen.
Isabeau wird in diesem Teil mit ihren mächtigen Feinden konfrontiert, die sie bisher nur von fern kannte und vor denen sie nie wirklich Angst hatte. Dies ändert sich nun schlagartig. Isabeu verliert ihre charmante Frechheit und Naivität, allerdings bleibt abzuwarten, worauf das hinausläuft.
Ihre Zwillingsschwester Iseult ist noch immer unnahbar und schwierig einzuschätzen, aber ihre Beziehung zum "Krüppel" beginnt sich zu wandeln und sie lernt Megan immer mehr zu schätzen und in ihr wächst der Wunsch diese zu beschützen.
Der neue Charakter Margrit von Arran ist sehr interessant und undurchsichtig, ich bin schon gespannt, wie es mit ihr weitergeht.
Megan bleibt noch immer etwas kalt und abwesend, doch langsam beginnen wir etwas von ihrem wirklichen Charakter zu sehen. Ihre Geschichte liegt auch nach dem vorliegenden Band noch im Dunkeln.
Ich habe zuerst die Reihe um Rihannon gelesen, die etwa 20 Jahre nach den Ereignissen der Reihe um den magischen Schlüssel spielt. Auch dort hat mich Forsyth Schreibweise verzaubert; sie schreibt sehr blumig und romantisch und liebt ihr Land. Sie kennt jeden Winkel und jede Gasse ihrer fiktiven Welt und ein roter Faden ist schon zu Beginn sehr deutlich.
Die Erzählweise wechselt zwischen verschiedenen Charakteren, auch etwas, was mir immer sehr gut gefällt. Dies erhöht auch sehr die Spannung, da man gar nicht mehr weiß, wessen Geschichte man jetzt am liebsten weiterverfolgen möchte.
Wir folgen Megan und Iseult, dem Zauberer Jorge und seinem Lehrling Thomas, der nur durch Händeauflegen alle Krankheiten und Verletzungen heilen kann und auch die Absichten der "Bösen" werden in den ihnen gewidmeten Kapiteln klarer, wenn auch noch nicht ganz klar.
Fazit:
Für Fans von Highfantasy ein Muss.
Forsyth ist sicherlich kein Tolkin, aber eine der beeindruckendsten Fantasyautorinnen unserer Zeit. Ich freue mich auf Band 3!!
PS: Lieber Verlag, bitte eine NEUAUFLAGE! :-)
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