Vier überlebensnotwenige Kapitel hat dieses Buch. Im ersten wird die Mediation demonstriert. Im Konfliktfall geht es in den Streit-Schlichter-Raum, wo professionell gearbeitet wird: Der Sachverhalt wird geklärt, ein Protokoll verfasst und ein Beschluss umgesetzt.
Das zweite Kapitel kommt ebenso schnell zur Sache: Opfer und Täter sitzen beieinander, Schuld und Sühne werden bestimmt und geklärt. Die Wiedergutmachung befriedigt das Opfer und gibt dem Täter eine Chance, der als Persönlichkeit ernst genommen und nur dessen Tat geahndet wird.
Im dritten Kapitel lernen die Schüler vier grundlegende soziale Regeln einhalten, deren Verstöße katalogmäßig bearbeitet werden.
Bei Verstößen benennen die Kinder die Regel, mehrmaliger Regelverstoß führt zur Einbeziehung der Eltern.
Und im letzten Kapitel geht es um die STOPP-Regel. Was immer auch geschieht, passiert, Sinne und Blut erhitzt und wallen lässt: Bei Stopp ist Schluss.
Ist es das nicht, greift der Täter-Opfer-Ausgleich.
Ein Buch zum Überleben in der Grundschule, das Kindern genau die Grenzen zieht, um die sie oft geradezu betteln (wenn man ihr Verhalten richtig interpretiert).
Geschrieben von drei begnadeten Autoren, die die Lehrerseele so genau kennen, dass man beim Lesen ganz benommen wird und wild entschlossen in die Schule wankt, dort alles zu ändern.
Wie man das macht und alle Kolleginnen und Kollegen gewinnt, das steht Schritt für Schritt mit Kopiervorlagen, entzückenden Zeichnungen (von Lilith Menze) und klaren Aussagen in diesem Buch.
Kaufen, noch heute. Lesen, gleich morgen. Anfangen mit der Änderung von Schule: gleich übermorgen. Und dann ganz langsam PISA kommen lassen.