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Wir möchten Ihnen mitteilen, daß wir morgen mit unseren Familien umgebracht werden: Berichte aus Ruanda [Broschiert]

Philip Gourevitch , Meinhard Büning
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Broschiert: 426 Seiten
  • Verlag: Bt Bloomsbury Taschenbuch Verlag; Auflage: 1., Aufl. (1. März 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3833305312
  • ISBN-13: 978-3833305313
  • Originaltitel: We Wish to Inform You that Tomorrow We Will Be Killed with Our Families. Stories From Rwanda
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 41.320 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Philip Gourevitch
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ruanda, April 1994. Innerhalb von hundert Tagen werden etwa 800 000 Menschen der Tutsi-Minderheit ermordet. Gourevitch geht mit seinen Porträts von Ruandern auf die psychologischen Nachwirkungen des Bürgerkriegs ein und konfrontiert uns mit beunruhigenden Fragen nach der Natur des Menschen. PUBCOMMENTS

Über den Autor

Philip Gourevitch wurde 1961 geboren. Er lebt in New York. Im Berlin Verlag erschien Auf Eis gelegt. Ein vergessener Doppelmord aus New York (2004).

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Peer Sylvester TOP 1000 REZENSENT
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
1994 waren die Augen der Welt in erster Linie auf den Balkan gerichtet. Das in Ruanda innerhalb kürzester Zeit zwischen 800.000 und 1 Million Tutsi brutalst ermordet worden, nahm kaum einer wahr. Das lag zum Teil daran, dass der Balkankonflikt dichter war, aber auch daran, dass die Weltmächte sich von der Propaganda des Hutu-Power-Regime haben täuschen lassen und insbesondere Frankreich hatte auch noch politische Interessen in der Region.

Philip Gourevitch zeichnet in seinem hervorragend recherchierten Buch die Geschichte des Völkermordes nach. Dabei beginnt er mit der Entwicklung des Rassenhasses, der vor allem von der Kolonialmacht Belgien initiiert wurde (nein, es gab keine jahrhundertealte Feindschaft!), bis hin zu den schicksalsträchtigen Monaten 1994. Dabei interviewed er Hutu wie Tutsi und versucht (soweit das bei einem Völkermord geht) im Hintergrund zu bleiben. Wie er selbst sagt, ist so ein Ereignis zu abstrakt, wenn man nicht selbst dabei war. Er berichtet von Einzelschicksalen genauso wie von spektakulären Rettungen ("Hotel Ruanda") und der allgemeinen Lage im Land. Aber das Buch endet da nicht, denn auch die weitere Entwicklung im Land und im benachbarten Zaire gehört zum Völkermord dazu. Mit dem Regimewechsel waren die Völkermorder plötzlich die Flüchtlinge und die richteten es sich in Flüchtlingslagern ein - plötzlich wachte das Weltgewissen auf. Hier geht der Autor einerseits auf den Konflikt zwischen Völkerrecht und humanitärer Hilfe und dem Problem zwischen Opfern und Tätern zu entscheiden ein, zum anderen merkt man ihm dann die Frustration an, dass die UN bestenfalls gelähmt wirkt , schlechtestenfalls die "falschen" wie Zaires Mobuku unterstützte (der einen weiteren Vöklkermord an zairischen Tutsi vorbereitete).

Das Buch ist ein Augenöffner, dass auch in unserer medialen Zeit Greueltaten möglich sind und das "Weltgewissen" oft blind und willkürlich agiert. Ein eindringliches, wichtiges und ausgesprochen informatives Buch!
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9 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Dieses Buch ist eine (leider) nachtägliche Anklage, aber auch Protest an das Welbewußsein.
Nichts für sennsible Gemüter.

Wer glaubt, Volksausrottung sei seit 1945 nicht mehr möglich, sollte dieses Buch lesen.
Niemand hat es gewußt, zählt im medialen Zeitalter noch weniger.

Alle haben weggeschaut, Rwanda ist ein kleines Land, weit weg. Die Hilferufe im Vorfeld verhallten ungehört, Frankreich und die UNO haben versagt.

In 100 Tagen wurden knapp 1 Million Tutsi mit Knüppeln und Macheten erschlagen.

Es sind nacherlebbare Tatsachenberichte von Überlebenden.

Das Thema wird im Land selbst totgeschwiegen, es gibt keine Hutu und Tutsi mehr, nur Rwandesen (offiziell).
Mörder und Opfer müssen heute wieder Tür an Tür leben, es gab wirklich keine Mitläufer.

Die verurteilten Mörder kommen jetzt aus den Gefängnissen, ohne Reue und würde es wieder tun.

Hoffen wir,dass der Präsident Paul Kagame noch lag sein Amt ausüben kann, dann wächst in der nächsten Generation Grass drüber, aber wehe wenn nicht.
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