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Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.11.2002
Johann Friedrich Reichardt ist nicht seiner Kompositionen wegen auch heute noch ein bekannter Name, 250 Jahre nach seiner Geburt. Vielmehr taucht er als umtriebiger Zeitgenosse und guter Bekannter bedeutenderer Geister - von Goethe bis Gluck, von Friedrich II. bis Schleiermacher - an den verschiedensten Ecken der Zeit um 1800 auf. Kein Wunder ist es darum, dass sich seine Autobiografie - 1813/14 in Fortsetzungen erschienen, nun erstmals in einem Band - überaus interessant liest. Der Rezensent Michael Gassmann jedenfalls hat darin "Charakterskizzen von seltener Prägnanz und Spontaneität" entdeckt und mit viel Vergnügen durchs Schlüsselloch in die Zeit der deutschen Klassik und Romantik geblickt. Gerade die "Gerüchte", die die "Plaudertasche" Reichardt ungeniert kolportiert, seine Lust an der Alltagsbeobachtung, verleihen dem Band, so Gassmann, seinen großen Reiz.
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Pressestimmen
"Er, dem Goethe trotz mancher Konflikte stets eine 'große Anteilnahme' bewahrte, der den Zorn Napoleons auf sich zog und die Verehrung vieler Musiker und Musikliebehaber gewann, gewährt uns Einblick in prägende Ereignisse der ersten drei Jahrzehnte seines Lebens. Und er tut es auf eine lebendige, literarisch versierte Weise." (Walter Salmen)