Rezension
Das Paar wird völlig zu Recht mit Kim Gordon und Thurston Moore verglichen. Genau so muss ein schnörkelloses Indie- und Noiserock-Album klingen. (Intro 03/11)
Da, wo The White Stripes ein klaffendes Loch hinterlassen und The Indelicates patzen, hat ein anderes Paar seinen Platz gefunden. Selten war Rock ungehemmter...Stünde die Space Needle auf dem Borsigplatz, hätte Sub Pop hier ganz klar ein neues Signing. (Motor.de)
Kurzbeschreibung
Hinter dem Namen Stuntcat verbergen sich die beiden Indierock-Künstler Linda und Bjoern Hering. Beide leben und arbeiten in Dortmund, pendeln aber gemeinsam so oft wie möglich zwischen New York, Los Angeles und Formentera, um ihr künstlerisches Geflecht aus den Bereichen Independent Musik, Pop-Surrealismus und postmoderner Literatur immer weiter zu verfeinern. Nachdem Bjoern 2009 als Sänger der Punkrockband Speedway 69 nach zahlreichen Veröffentlichungen und Shows in Deutschland und den USA (u.a. mit Pete Doherty, Babyshambles, New Model Army, Phillip Boa u.v.a.) die Band verließ, gründete er mit Linda, die all die Jahre an seiner Seite stand und selbst mit diversen Bands experimentierte, Stuntcat. Im heimischen Projektstudio Negativland experimentierten sie ein ganzes Jahr lang an verschiedenen Aufnahmetechniken, um ein möglichst authentisches Abbild ihrer emotionalen Lage mit dem unkontrollierbaren Sound klassischer Indierockelemente zu verschmelzen. Ihr Debut You look so alien in your bloody tuxedo erscheint am 11. Februar 2011. Linda und Bjoern präsentieren ein extrem frisches, niemals überladenes Standardwerk des Indierock, greifen auf Grundsteine von langjährigen Vorbildern wie Sonic Youth, Yo La Tengo, the Jesus and Marychain und the Velvet Underground zurück und polieren sie auf den Hochglanz aktueller Avantgarde. Verziert werden ihre Stücke mit humorvoller, postmoderner Poesie, eine Camera Obscura in die Gedankenwelt ewiger Außenseiter auf ihrem Weg durch den Schmerz und die Schönheit dieser Welt. Mit Stuntcat brechen zwei deutsche intellektuelle Ausnahmekünstler aus dem Mainstream- Einheits-Griff heraus und suchen die Flucht nach vorn, zu den rebellischen Gedanken und anachronistischen Klängen, die sie schon als Teenager reizten. Dabei kooperieren sie immer wieder mit anderen No-Name und Lo-Fi Künstlern aus vielen Teilen dieser Welt. Ihr ansteckender Humor und ihr sympathisches Understatement sind dabei ihr ständiger Begleiter, ob im Studio oder auf der Bühne. Dieses junge, unbeugsame Paar bricht spielerisch mit den klassischen Konventionen aktueller Popkultur und ist eine überraschende Bereicherung für die subkulturelle Szene.