Ich habe mir den Roman für den Urlaub zurückgelegt. Ich lese gerne Romane aus der Zeit der römischen Republik und Kaiserzeit und der Titel ist auch sehr vielversprechend. Auf dem Sektor gibt es ja auch sehr viel Gutes auf dem Markt. Um so enttäuschter war ich, als ich begann, den Roman zu lesen. Er liest sich eigentlich wie eine von diesen Liebe-Tod-und-Schneegestöber-Stories. Das Umfeld und die Zeit ist austauschbar. Die Geschichte könnte auch vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert spielen. Beschreibungen der Zeit, der gesellschaftlichen Rahmen und politischen Hintergründe wie auch der Personen und Charaktere sind kaum vorhanden oder bleiben ganz auf der Strecke. Auch Ortsbeschreibungen sind kaum vorhanden. Letztere werden lediglich ab und zu kurz bei Auftreten des Darstellers ersichtlich. Ein genaues Bild der Personen bleibt offen. Es kommt das Bild der besonnenen, kultivierten Schönen auf, die sich in den jungen, wilden Freiheitshelden verliebt. Das Buch verfällt in Klischees und wird der wahren keltischen Tragödie in Britannien auf keinen Fall gerecht, die hier als Hintergrund dienen sollte.