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Der letzte Tango in Paris - SZ-Cinemathek
 
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Der letzte Tango in Paris - SZ-Cinemathek

Marlon Brando , Maria Schneider , Bernardo Bertolucci    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Marlon Brando, Maria Schneider, Maria Michi
  • Regisseur(e): Bernardo Bertolucci
  • Komponist: Gato Barbieri
  • Format: PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Süddeutsche Zeitung GmbH
  • Erscheinungstermin: 19. November 2005
  • Produktionsjahr: 2000
  • Spieldauer: 124 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0007TFJA0
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 22.357 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

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Die 19jährige Jeanne, Verlobte eines Filmregisseurs, und der alternde Witwer Paul treffen bei der Wohnungssuche in Paris in einem leerstehenden Appartement aufeinander. Beide werden von einem heftigen sexuellen Verlangen überwältigt, dem sie sich hemmungslos hingeben. Sie beschließen, sich weiterhin in der Wohnung zu treffen, doch ihre Beziehung soll auf die sexuellen Kontakte beschränkt bleiben. Als Paul sich nicht an dieses Abkommen hält und Marie bittet, mit ihm zusammenzuleben, nimmt die Affäre ein tragisches Ende.

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Durch die plastische Darstellung der Sexualität, in der seine Hauptfiguren Rückhalt suchen, wurde Bernardo Bertoluccis Geschichte eines verbitterten Mannes, der der Kraft der Gefühle entgehen will, und einer jungen Frau, die sich jeglichen Konventionen sperrt, zum Skandalfilm. Für zusätzliche Furore sorgte Marlon Brandos erstaunliche Metamorphose vom unerbittlichen Gangsterboß in "Der Pate" zum gebrochenen aber brutalen Liebhaber, weshalb die eigentliche Absicht des Werkes, nämlich das Scheitern zweier vor dem bürgerlichen Leben fliehender Menschen zu porträtieren, in den Hintergrund geriet.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker, 30. November 2005
Von 
Ulrich Hartmann (Mulfingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der letzte Tango in Paris - SZ-Cinemathek (DVD)
"Der letzte Tango in Paris" - auch wer ihn nie gesehen hat, denkt bei diesem Titel an einen skandalumwitterten Sex-Streifen. Wenn man ihn aber unvoreingenommen anschaut, , stellt fest, daß es sich nicht nur um einen zwar erotischen, aber an keiner Stelle pornographischen Film handelt, sondern auch, daß die Erotik keineswegs das Hauptthema des Films ist. Das sind vielmehr zwei Menschen, die nur eines verbindet: sie verabscheuen Nähe und enge Bindung und sehnen sich zugleich danach. Aus diesem Grund beschließen sie, eine sexuelle Affäre miteinander zu haben, die aus dem gleichen Grund dann scheitert. Der Film lebt von seinen beiden Hauptdarstellern, wobei mich Maria Schneider eigentlich mehr fasziniert hat als Marlon Brando, weil bei ihr diese Widersprüchlichkeit noch besser zum Ausdruck kommt.
Die SZ-Cinemathek bietet den Film in einfacher, aber ausreichender Ausstattung und zu einem attraktiven Preis. Etwas verwundert hat mich, daß die Original-Tonspur als "Englisch" angegeben ist. Im Film wird mindestens so viel Französisch wie Englisch gesprochen, und die Hauptfiguren wechseln immer wieder die Sprache, ein nicht unwichtiges Detail der Handlung.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Erotisch, hoffnungslos - wunderbar!, 4. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Der letzte Tango in Paris - SZ-Cinemathek (DVD)
Ein faszinierender Film im Paris der 70er Jahre. Paul und Jeanne begegnen sich in einer leeren Wohnung. Die junge Jeanne ist auf der Flucht vor Ihrem besitzergreifenden Freund, und Paul, wesentlich älter als Jeanne, hat gerade seine Frau verloren. Sie stürzen sich in eine rein sexuelle Beziehung, um ihrem Alltag zu entfliehen. Paul lässt seinen Frust an Jeanne aus indem er sie sexuell erniedrigt und sie wie ein Spielzeug benutzt und für Jeanne ist dies eine Art emotionaler Befreiung von Ihrem Freund. Jeanne findet Gefallen daran, so behandelt zu werden und lässt es geschehen.

Doch gerade Paul, der Jeanne nur für sein emotionales Chaos benutzt, fängt irgendwann an über eine gemeinsame Zukunft zu sprechen...

Marlon Brando ist super genial in dieser Rolle und Maria Schneider bezaubert durch ihre wunderschöne naive Erotik.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Ohne gemeinsames Lächeln keine Erotik., 11. Januar 2008
Von 
Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der letzte Tango in Paris - SZ-Cinemathek (DVD)
Während der Wohnungssuche begegnen sich in einer Pariser Wohnung die sehr junge, ungemein liebreizende Jeanne(Maria Schneider) und der alternde, nihilistische Amerikaner Paul (Marlon Brando).

Die unverklemmte Jeanne ist wie alle jungen, aufgeweckten Mädchen neugierig und und geht spontan auf das sexuelle Begehren des uncharmanten, aber durchaus nicht unattraktiven Paul ein. Dieser fällt geradezu sexuell ausgehungert über Jeanne her, beschläft sie ohne ihr ein nettes Wort zu sagen und ohne sie zu liebkosen. Er möchte ihr nach vollzogenem Beischlaf seinen Namen nicht nennen und will den ihren auch nicht wissen. Offenbar möchte er Jeanne als bloßes Objekt seiner destruktiv sexuellen Begierden wahrnehmen. Dieser Tatsache will Jeanne zu dem Zeitpunkt noch nicht ins Auge sehen. Sie ist irritiert, weiß im Grunde nicht auf wen sie sich eingelassen hat. Männer dieser Art hat sie bisher noch nicht kennen gelernt.

Wie aus Nebenhandlungen im Film zu entnehmen ist, hat Pauls Gemahlin gerade Suizid begangen. Sie hatte während ihrer Ehe einen charmanten Liebhaber , was nachvollziehbar ist , bei einem solch sarkastischen, hochgradig zynischen Mann.

Durch den Tod seiner Gattin ist Paul offensichtlich noch aggressiver und frauenfeindlicher geworden.

Als es in der ominösen Wohnung zu einer weiteren Begegnung mit Jeanne, die übrigens mit einem netten Jungfilmer verlobt ist, kommt, zwingt Paul sie zum Analverkehr. Während dieses Koitus weint das Mädchen ununterbrochen. Das stört Paul aber nicht weiter. Er fährt in seinem Tun fort. Das rückt diese sexuelle Handlung eindeutig in die Nähe einer Vergewaltigung. Anschließend veranlasst er Jeanne zu weiteren abgeschmackten Sexualhandlungen. Als sich Jeanne seiner Nähe und seinem Willen entziehen möchte, beginnt Paul sie zu verfolgen .
Wird das Mädchen einen Ausweg finden, um sich von diesem monströsen Menschen zu befreien?

Der Regisseur Bernardo Bertolucci wurde 1972 aufgrund dieses Filmes zu vier Monaten Haftstrafe auf Bewährung und der Aberkennung der Bürgerrechte für 5 Jahre verurteilt.

Ich finde das zynisch- obszöne Brachialsexualverhalten dieses alternden Amerikaners gegenüber der jungen Französin einfach nur degoutant. Erotische Szenen gibt es in diesem Film nicht. Pauls Sexualität ist sowohl freudlos als auch machtorientiert und damit in jeder Beziehung vorsintflutlich.

Ohne gemeinsames Lächeln keine Erotik.

Unklar bleibt, welche Botschaft Bertolucci transportieren wollte. Ging es ihm darum an ödipalen Tabus zu rütteln, wollte er provozieren oder hatte er die Absicht die Altmännerfantasien fossiler Machos zu befriedigen?

Ich fand den Inhalt des Films nicht erbaulich, obschon die Protagonisten ihre Rollen hervorragend gespielt haben.

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