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Der letzte Schrei
 
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Der letzte Schrei [Taschenbuch]

Alex Shakar , Johannes Sabinski
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 411 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Tb. (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499231751
  • ISBN-13: 978-3499231759
  • Größe und/oder Gewicht: 21,7 x 14,9 x 2,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 784.633 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Alex Shakar
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 20.12.2002
Kai Martin Wiegandt ist ziemlich beeindruckt von Alex Shakars Roman, der trotz seiner Aktualität in seinen Augen zwar eine schon zu Ende gegangene Zeit beschreibt, dennoch aber auf verschiedenen Ebenen funktioniert: "als Satire, Dystopie, Geschwistergeschichte und Marketingseminar". Trotz all dieser Elemente, die das Buch Wiegandts Meinung nach an manchen Stellen wirken lässt, als wäre es als postmodernes Lehrbuch konzipiert, hat die Erzählung seiner Meinung nach durchaus mitreißende Momente, zum Beispiel wenn der Autor seinen Figuren einen Realismus verleihe, "der sie menschlich macht und ihnen Verantwortung zumutet". Das sind nach Wiegandt die starke Augenblicke, "aus denen das Buch seinen Anspruch auf Kritik entwickelt". Obwohl der Autor das "spätkapitalistische Babel" des "Hier und Jetzt der amerikanischen Großstädte" gut dargestellt hat, findet Wiegandt die Erzählung nicht mehr wirklich zeitgemäß, weil es sich auf das Verhältnis von Individuum und Kapitalismus konzentriert, und über die "global-politische Dimension des Kapitalismus" komplett hinweg sieht. Deswegen erscheint das Buch ihm wie ein "vergilbtes Foto", aber sich darin zu versenken, macht ihm dennoch Spaß.

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung

Eine Science-Fiction-Welt totalen Konsums, die uns nur allzu bekannt vorkommt: Alex Shakar ist der Beigbeder von morgen.Nachdem ihre Schwester einen spektakulären Selbstmordversuch begangen hat, fasst Ursula Van Urden den Entschluss, sich mehr um sie zu kümmern. Ivy arbeitete als Model in einer futuristischen Großstadt am Fuße eines aschespeienden Vulkans. Auch Ursula zieht nach Middle City und heftet sich Ivys Ex-Freund an die Fersen, der eine Trendscout-Agentur leitet. Unversehens hat sie selbst einen Job bei Tomorrow Limited. Ihre Aufgabe: Finde die Zukunft. Und so taucht Ursula tief ein in die Welt der totalen Kommerzialisierung. Während Ivy sich zunehmend in geistiger Verwirrung verliert, stößt ihre Schwester auf Hurricane, ein steinzeitlich anmutendes Geschöpf, das auf der Straße lebt. Ursula wittert den ultimativen Trend, und Ivy soll das neue barbarische Rollenvorbild in der Öffentlichkeit verkörpern. Aber der große Medienhype läuft aus dem Ruder und hat fatale Konsequenzen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Wunderbar zu lesen, 12. November 2002
Rezension bezieht sich auf: Der letzte Schrei (Taschenbuch)
Alex Shakar schreibt einfach in einem wundervollen Stil. Ich habe das Buch zwar auf englischer Sprache gelesen, aber es war das beste das ich dieses Jahr gelesen habe. Der Autor schafft es im Leser einerseits eine Art Ekel zu erregen und auf der anderen Seite ein gutes Gefühl zu geben. "Der letzte Schrei" ist eine perfekte Mischung aus Science Fiction und dem Bewusstsein menschlichen Humors und Feinfühligkeit.
Ich hoffe mehr von diesem Autor zu hören.
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4.0 von 5 Sternen Oberschräg, 17. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Der letzte Schrei (Taschenbuch)
Wurde mir sogar von meinem Prof für Kommunikationsplanung hier an der Uni empfohlen; mit Hinblick auf die neue Zielgruppe und deren Tun. Wirklich oberschrägt, aber deshalb auch ein wenig mühsam zu lesen für ältere Semester. Aber lesenswert.
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5.0 von 5 Sternen Geh raus. Finde die Zukunft. Bring sie mir., 27. Dezember 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der letzte Schrei (Taschenbuch)
Middle City ist eine Stadt in der Zukunft, ein Ort, der sich um den Krater eines Vulkans drängt. Hier hatte Ivy van Urden als Model gearbeitet und eine beispiellose Karriere verfolgt bis zu jenem Tag, als sie sich umbringen wollte. Dem Tag, an dem sie sich sie sich die Haut aufschlitzte und blutend und nackt durch den Park lief, ehe sie ins Hospital gebracht wurde. Ihre Schwester Ursula beschließt, sich um Ivy zu kümmern und zieht in die Stadt am Vulkan. Hier versucht sie herauszubekommen, weshalb Ivy ihrem Leben ein Ende setzen wollte. Dabei gerät sie an Chas, der eine Trendscout-Agentur leitet, für das Ivy modelte.

Ursula selbst wird schnell Mitarbeiterin in Chas' Firma „Tomorrow Limited". Von nun an lebt sie in der schnelllebigen Welt der Trends, in einem Mikrokosmos, der von Kommerzialisierung beherrscht wird. Ursulas Aufgabe ist Chas' knappe Anweisung: „Geh raus. Finde die Zukunft. Bring sie mir."

Ursula trifft auf der Suche nach der Zukunft auf eine urbane Wilde, eine Frau, für die das Leben im Großstadtdschungel mehr als eine Metapher ist. Diese Wilde ist obdachlos, jagt ihre Nahrung, näht sich ihre Kleidung selbst - kurzum: Sie handelt anachronistisch. Für Ursula ist klar, dass dies der ultimative Trend sein muss: die Rückkehr zum Archaischen. In diesen Trend mischt sich Ursulas Mission. Sie will die Verzweiflungstat ihrer kleinen Schwester rächen und die Menschen von der Konsumindustrie erlösen. Und wer wäre besser als Ikone geeignet als Ivy, deren Narben so authentisch wirken? Ursulas Schwester wird also erkoren zum bösen Mädchen, das die Konventionen bricht. Alles scheint perfekt zu sein, doch der letzte Schrei nimmt eine völlig andere Entwicklung als beabsichtigt.

Das Szenario, das Alex Shakar in „Der letzte Schrei" entwirft, wirkt alles andere als anheimelnd. Trendscouts, also Meteorologen der Konsumindustrie, sind überall. Sie schnappen Gespräche auf, beobachten die Menschen und analysieren die Kleidung mit dem Ziel, die Produkte ihrer Auftraggeber noch besser zu vermarkten. In Middle City ist alles Kommerz und Kommerz ist alles. Was Shakar in seinem Roman beschreibt, mag eine böse Satire sein, aber man merkt beim Lesen schnell, dass „Der letzte Schrei" zugleich ein Menetekel ist. Und das macht das Werk des jungen Literaten zu einem höchst eigentümlichen bzw. ambivalenten Vergnügen.

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