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Die letzte Liebe des Präsidenten
 
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Die letzte Liebe des Präsidenten [Gebundene Ausgabe]

Andrej Kurkow , Sabine Grebing
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 694 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1 (2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257064861
  • ISBN-13: 978-3257064865
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,6 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 265.213 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Andrej Kurkow
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Maja Wladimirownas Mann war tödlich verunglückt. Sein Herz jedoch schlug jetzt im Körper des mächtigsten Manes der Ukraine weiter. Ein hoher Preis für Sergej Stepanowitsch, hat sich die trauernde Witwe doch vertraglich ausbedungen, stets in der Nähe des geliebten Gattenherzen sein zu dürfen, eine Tatsache, die man dem Präsidenten leider erst nach der Verpflanzung mitteilte. Nur ein Problem mehr in der krisengeschüttelten Ukraine im Mai 2015!

Andrej Kurkow hat in hin- und herhüpfenden Kapiteln, die den Zeitraum von 1975 bis 2016 abdecken, das ukrainische Tagebuch eines Aufsteigers geschaffen. Sergej Stepanowitsch, aus schlichten Verhältnissen stammend, hatte schon früh ein Händchen für hilfreiche Steigbügelhalter. Heute bekleidet der 50-Jährige das höchste Amt. Ein brisanter Posten. Etliche seiner Vorgänger saßen längst im Knast, im Parlament hauste die Intrige. Privat war Sergej das Glück weniger hold. Die erste Ehe hatte nur bis zur Totgeburt eines Kindes gehalten, bei der Krankheit von Swetlana, seiner zweiten Frau, hatten selbst die besten Schweizer Ärzte nicht helfen können. Der ukrainische Präsident war, bis auf sporadische Liebschaften, ein einsamer Mann.

Den Alltag im Post-Sowjetreich schildert Kurkow als einzige Politgroteske. Gnadenlos komisch, die Riege internationaler Staatsmänner, darunter der US-Präsident, die anlässlich der 400-Jahrfeier der Romanow-Dynastie den grausigen Brauch des Eisschwimmens über sich ergehen lassen muss (an einem Januartag des Jahres 2013, wohlgemerkt!) Die künstlichen Kaviar- und Wodkaverpflegungs-inselchen konnten allein Präsident Putins(!) kaltes Herz erwärmen. Wir gewahren tiefe Einblicke in die russische Seele, diese Melange aus bärenfreundlicher Wodkaseligkeit und dem tief verwurzelten Hang zur Konspiration, die für Sergej eine ständige Bedrohung darstellt.

Mal schwermütiges, mal brüllend bizarres Bild der neuen Ukraine, in der eine freie Marktwirtschaft tobt, die nur neue Oligarchen geschaffen hat. Heute halten Ölmilliardäre die Politik am Gängelband (aktuelle Beispiele von milliardenschweren Fussballclubbesitzern und steinreichen Strafgefangenen kommen in den Sinn). Unübersehbar auch, die Anspielungen auf den derzeitigen ukrainischen Präsidenten und seine politischen Verfolger. Auch Kurkows Held mit dem zweiten Herzen hat noch einen steinigen politischen Weg vor sich. Schließlich winkt auch unerwartetes privates Glück. --Ravi Unger

Kurzbeschreibung

Macht macht einsam. Das spürt auch der Präsident der Ukraine im Jahre 2013. Was nutzen Geld und Einfluß, wenn man niemandem mehr trauen kann? Wirklich niemandem? Eine alte Jugendliebe scheint allen Stürmen des Lebens zu trotzen ...

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Tagebuch des Präsidenten, 4. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Die letzte Liebe des Präsidenten (Gebundene Ausgabe)
In seinem neuen Roman beschreibt Andrej Kurkow das Leben des ukrainischen Präsidenten. Nicht seine Amtsführung stehen im Zentrum der liebevollen, detailgetreuen Erzählung. Vielmehr dreht sich die Geschichte um private, skurille und humorvolle Kuriosa und Anekdoten aus drei Lebensabschnitten des Politikers.

Sergej Stepanowitsch ist Präsident der Ukraine und Protagonist des neuen Romans von Andrej Kurkow. In Häppchen von 2 bis 3 Seiten springt Kurkow zwischen drei Lebensabschnitten des mächtigsten Mannes des grössten Rivalen von Russland. In seiner Jugendzeit in den frühen Neunzigern machte er wertvolle Erfahrungen, die ihn später näher bringen. Seine Härte demonstriert er beim Eisschwimmen (was er später auch bei Präsident Putin unter Beweis stellen kann), das ihn bei den Mädchen beliebt macht. Er heiratet früh und lässt sich kurz darauf wieder scheiden.

Sender im Herz
Schliesslich heiratet er die Schwester der Frau seines schizophrenen Bruders. Als Präsident hat es der höchste Ukrainer nicht leicht. Dass ihm sein Sofa aus dem Arbeitszimmer gestohlen wurde, ist noch das kleinste Problem: ihm wurde kürzlich ein Herz verpflanzt und es stellt sich heraus, dass seine politischen Gegner dieses mit einem Sender versehen habe, um alles im Umfeld des Präsidenten abzuhören. Stepanowitsch ist einsam und lebt mit einem kleinen Umfeld von Beratern und Stabschefs, deren Namen er teilweise nicht einmal weiss. Privates Glück bleibt ihm vergönnt, er zieht gnadenlos Bilanz über sein Leben, das gegen Ende der Geschichte eine interessante Wende erfährt.

Tagebuchstil
In seinem Roman vereint Kurkow drei Lebensabschnitte im Tagebuchstil. Der Roman ist mehr als nur eine Geschichte, sie dokumentiert das gesamte Leben von Stepanowitsch und schafft mit seiner grotesken Situationen manchen Lacher. Er demonstriert mit seinem schwarzen Humor das Leben in Russland und den Übergang in die postsowjetische Gesellschaft. Einmal angefangen, möchte man das Buch am liebsten nicht mehr aus der Hand legen. Die Tagebucheinträge sind frisch, direkt und kommen ohne grosse Umschweife zur Sache. Für Schweizer Leser bietet Kurkow ein besonderer Leckerbissen. Ein Teil der Geschichte spielt in Zürich und Leukerbad. Hier merkt man, wie gekonnt und genau der in Kiew lebende Kurkow recherchiert. In einer Szene liest sein Protagonist sogar ein Buch von Martin Suter.

Kurkow in der Schweiz
Vor "Die letzte Liebe des Präsidenten" hat Kurkow vier Romane veröffentlicht. Das Sprachtalent - er studierte Fremdsprachen in Kiew und spricht heute elf Sprachen - weilte Mitte Oktober in Uzwil/St. Gallen und las in Deutsch aus seinem neuen Roman. Nach Gelegenheitsjobs als Kameramann, Redaktor und Gefängniswärter wurde der 1961 geborene Schriftsteller Verfasser von Drehbüchern und Dokumentarfilmen. Er gilt als das Talent in der russischen Literatur. Vom Guardian wird er bezeichnet als "einer der interessantesten russischsprachigen Schriftsteller, die heute leben."

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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Wunderbar, tragisch, 15. September 2008
Das ist die Ukraine wie sie heute ist und wohl noch in 50 Jahren sein wird. Keine gute Voraussetzung fuer die meisten Menschen dort. Das Buch ist witzig und die beste Studie ueber das Land, die ich bisher gelesen habe.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Nicht so magisch wie gewohnt, aber sehr interessant, 28. Dezember 2007
Von 
K. Beck-Ewerhardy "kgbeast" (Moers) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Andrej Kurkows Romane erzählen in zauberischer und manchmal geradezu kafkaesker Art und Weise vom Leben der Menschen in der Ukraine vor und nach dem Ende des Kalten Krieges.

Das vorliegende Buch ist auch von seltsamen Zufällen durchsetzt, die geradezu magischen Charakter haben, aber eigentlich stehen die Erlebnisse und Erfahrungen des Ich-Erzählers im Vordergrund, die in der Vergangenheit , der schreiberischen Gegenwart und in der Zukunft spielen. Dieser Ich-Erzähler heißt Sergej Pawlowitsch, geboren in Kiew und Zwillingsbruder eines geistig Behinderten, der den größten Teil der Energie der allein erziehenden Mutter aufzehrt. Und Sergej selbst dümpelt eigentlich zunächst in seinem Leben so vor sich hin.

Durch meist zufällige Kontakte in seinen frühen Jahren in einen Ministerialposten gerutscht, scheint Sergejs Karriere sich ganz selbstständig zu entwickeln, während sein Leben mit den Frauen immer komplizierter wird. Ständig heiratet er aus unterschiedlichen Gründen um sich dann bald wieder scheiden zu lassen, bis er mit Swetlana eine Frau gefunden zu haben scheint, die zu ihm passt. Sie hat eine Verwandte mit den gleichen Problemen wie sein Bruder und als die beiden heiraten, legen auch Sergej und Swetlana ihre Fundamente für eine gemeinsame Familie, die sich aber ganz anders entwickelt, als zunächst erwartet. Und Sergejs emotionaler Flexibilität allerlei abverlangt.

In der Zukunft hat es Sergej zum Präsidenten der Ukraine gebracht und das bringt allerlei po-litische und persönliche Schwierigkeiten mit sich. Auf die Spitze wird dies getrieben, als er nach einem Herzinfarkt ein Spenderherz bekommt und die Ehefrau des Herzspenders sich vertraglich ein Nähe- und Besuchsrecht zubilligen lässt, während Putin außen- und innenpolitischen Druck erzeugt, die Opposition mit stählerner Faust agiert und die katholische und die orthodoxe Kirche versuchen den Ukrainern einen neuen Heiligen durch ein Kartoffelwunder unterzuschieben.

Im stetigen Wechsel entwickeln sich diese Zeiten vor den staunenden Augen der Leserinnen und Lesern, was nicht unbedingt leicht zu lesen ist, aber nach eine kurzen Eingewöhnungszeit ziemlich viel Vergnügen bereitet. Besondere Tiere spielen in diesem Buch zur Abwechslung mal keine größere Rolle, aber trotzdem werden auch schon etabliertere Fans Wiedererkennungsmomente bei der Lektüre haben. Ein Buch, für das man sich Zeit nehmen sollte.
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