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4.0 von 5 Sternen
Nicht immer ganz neu, aber sehr unterhaltsam!, 11. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Der letzte Held. Gameworld-Trilogie Band 1 (Taschenbuch)
Wer auf eine neue, erfrischende Fantasy-Parodie gewartet hat, die einmal nicht von Terry Pratchett stammt, der hat sie hier gefunden. Bei diesem Buch werden die Lachmuskeln strapaziert, und zwar nicht mit flachen Witzchen, sondern richtig subtiler Komik. Natürlich zünden nicht alle Witze gleichermaßen, und manche sich flacher geraten als andere, aber es ist ein großes Lesevergnügen. Dabei ist auch die Rahmenhandlung, in die die einzelnen, witzigen Episoden eingebunden sind, sehr interessant und nicht vorhersehbar. Dadurch baut die Geschichte, obwohl sie sich nicht immer ernst nimmt, Spannung auf. Leider kommt es dadurch manchmal zu Stellen, die dann doch etwas zu ernst geraten sind und sich nicht richtig in die zuvor noch witzigen Teile einfügen. Meist sind das längere Erklärungen, bei denen dem Leser der Stilbruch dann doch auffällt. Dafür entschädigen jedoch die farbenfrohen und durchweg sympathischen Charaktere auf der etwas chaotischen Welt, wobei Titelheld Asvin weniger sympathisch ist als dass er durch seine Beschränkung Mittelpunkt vieler Witze ist, nicht zuletzt der Parodie auf das klischeehafte Fantasy-Heldentum selbst. Die anderen Personen sind dabei weniger Nebencharaktere, sie erzählen ihre eigene Sicht der Geschehnisse, mal witziger (Mayas Tagebücher), mal ernster (Kirin) - wirklich humorlos ist es jedoch nie, und das macht Spaß zu lesen. Zum Inhalt selbst kann man nicht viel sagen, ohne gleich zuviel zu verraten, darum der Tipp: Selber lesen! Es lohnt sich allemal, selbst für diejenigen, die eher ernste Geschichten bevorzugen (ich lese selbst meist traditionellere Geschichten). Kann nur bei ganz humorlosen Menschen Nebenwirkungen zeigen ;-) Warum dann bloß vier Sterne? An sich ist die Geschichte recht originell, aber einige Witze hat man einfach schon woanders gelesen oder die Ideen sind nicht allein auf dem Mist des Autors gewachsen. Parodie-Liebhaber könnten daher auf Dinge stoßen, die sie schon kennen. Zudem ist die Rolle des im Klappentext geprießenen Stahl-Bunz ziemlich enttäuschend (eigentlich spielt er kaum eine große Rolle) und die manchmal zu ernsten Situationen sind ein leichter Knackpunkt. Achtung jedoch bei manch bekannten Ideen: Einige davon sind so klischeehaft, dass es bereits einer Parodie auf Parodien gleichkommt (bsp. am Ende), und diese sind dann wirklich genial.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Samit Basus Humor lässt kein Auge trocken, 16. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Der letzte Held. Gameworld-Trilogie Band 1 (Taschenbuch)
Auf den ersten Blick hört sich die Handlung von "Der Letzte Held" wie viele andere Fantasy-Bücher an: der böse Dunkle Lord, der die Herrschaft an sich reißen will; der Held, der natürlich total uneigennützig in die Bresche springt und sich ihm entgegenstellt; seine Gefährten, die ihm dabei helfen, nicht vorher schon zu sterben; die Untertanen des Dunklen Lords, die nichts anderes im Sinn haben, als mal wieder geknechtet zu werden. Das würde kein Buch machen, das man unbedingt empfehlen möchte - wenn da nicht dieser Humor von Samit Basu wäre. Er zieht nämlich alle bekannten Klischees von Fantasyromanen so gehörig durch den Kakao, dass kein Auge dabei trocken bleibt. Der Held ist naiv und voller Tatendrang - und meistens strohdumm. Trotzdem liegen ihm alle Frauen zu Füßen (auch die doch sehr emanzipierte Maya, die schon mal nervende Verehrer in Schnecken verwandelt). Dieser Roman strotzt vor guten Einfällen, so dass man das Ende hinauszögern möchte, so gut ist er. Zudem sorgen die indisch anmutenden Namen für einen exotischen Touch, den man dem Autor auch abkauft. Fazit: Dieser Roman ist absolut zu empfehlen. Spritzig, humorvoll und doch spannend - man kann nicht anders, als die Abenteuer von Asvin, Maya und Kirin zu verfolgen. Hinweis: der zweite Roman ist bereits in Indien erschienen und momentan schreibt Samit Basu am dritten und letzten Teil der Serie.
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Ein einziges Trauerspiel ..., 24. Mai 2009
ist dieses Buch einfach nur zu nennen. Als großer Pratchett-Fan ließ ich mich vom Klappentext ("[...]Samit Basu, der bereits als der indische Terry Pratchett gefeiert wird.") verleiten und bereute es. Das Buch ist nicht nur ein reines Prachett-Plagiat, sondern auch noch ein schlechtes. Die Handlung darf man eigentlich gar nicht als solche bezeichnen, ohne dafür bestraft zu werden. Unzusammenhängende Handlungsstränge, unnötige Aufzählungen (die mich an Walter Moers erinnert haben, wobei er seine "Kunst" versteht) über endlose Zeilen, langweilige und völlig identifikationsfreie Charaktere und unlesbare Namen sind die größten Übel dieses Buchs. Es wäre sehr sinnvoll gewesen, wenn der Autor oder der Verlag darauf geachtet hätten, einen Personenindex aufzusetzen. Nach Seite 100, zu der ich mich durchgebissen habe, habe ich das Buch zur Seite gelegt und war einfach nur froh, nicht den vollen Kaufpreis, sondern den Mangelwarenpreis bezahlt zu haben. Das war auch mein einziger Trost. Selten habe ich ein so schlechtes Buch gelesen. Die Moral von der Geschichte ist, dass man niemals, auch wirklich niemals ein Buch kaufen sollte, auf dessen Rückseite oder Klapentext der Vergleich mit seinem/ihrem Lieblingsautor gezogen wird. Der Autor sollte sich zukünftig auf seine eigene Fantasie konzentrieren oder würdevoller und sinnvoller von Anderen abschreiben.
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