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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Krimi für "eingefleischte" Vegetarier, 31. Juli 2006
Was für eine Idee... Deutschland und fast die ganze Welt im Zeitalter einer Fleischprohibition: Alles was mit dem Verzehr von Fleisch auch nur im Entferntesten zu tun hat ist verboten. Alte Kochbücher werden zu horrenden Preisen auf dem Schwarzmarkt gehandelt und in den Geschichtsbüchern hält der Neandertaler eine Möhre anstatt einer Schweinekeule. Derweil wird mit Fleisch gedealt wie einst mit harten Drogen und eine Fleischmafia züchtet Vieh in unterirdischen Fabriken. Düstere Science Fiction, die uns Jürgen Pomorin alias Leo P. Ard hier serviert. Der Grimmepreisträger und Co-Autor der Fernsehreihe "Balko" hat schon seit über 10 Jahren keinen neuen Kriminalroman mehr geschrieben. "Der letzte Bissen" ist überhaupt der erste Roman, den er alleine schreibt. Er landet damit einen absoluten Volltreffer. Die beiden Polizeibeamten Sara Kutah und Bastian Bennecke werden nach Dienstvergehen in die Fleischfahndung zwangsversetzt und sollen fortan Imbissbuden überwachen, als ihnen die Leiche eines hohen Staatsbeamten vor die Füße gespült wird. Eine heiße Spur führt nämlich in ein Restaurant, das dem Paten der Fleischmafia Günther Wollweber als Tarnung dient. Hier stoßen die beiden auf ein Komplott, das in höchste politische Kreise führt. Der Krimi hat alles, was man erwarten darf. Neben Spannung, Action und einer kleinen Portion Romantik ist es jedoch vor allem diese phantastische Idee von einer fleischlosen Welt. Mit Fleischkonsum in dieser Welt eine völlig neue Art von Verbrechen zu kreieren und dies mit einer guten Portion von Humor zu würzen, gibt dem Roman einen sehr hohen Unterhaltungswert. Knackige Dialoge und ein durch häufige Szenenwechsel hohes Erzähltempo machen die Sache rund: "Der letzte Bissen" überzeugt rundum.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Der allerletzte Bissen, 11. Januar 2008
Dieses Buch würde in einer Vegetarierzeitschrift ausdrücklich empfohlen, es hat sich aber als maßlose Enttäuschung entpuppt. Man merkt dem Autor leider tatsächlich an, dass er selbst kein Vegetarier ist. Er wird es auch nicht müde, dem Leser mehr oder minder "unterschwellig" seine Meinung zu unterbreiten, wie sinnlos eine fleischlos lebende Gesellschaft doch wäre: Die fiktive Regierung stellt Kinderschänder und heimliche Fleischesser auf eine Ebene, die einzige richtige Vegetarierin im Buch lässt sich von Männern konsequent ausnutzen und scheint auch sonst nicht sonderlich helle zu sein. Das es sich bei genannter Vegetarierin auch noch um eine der Hauptpersonen handelt, macht diese Tatsache nicht im geringsten besser. Zudem wird man den Humor schnell leid, der die ganzen Handlungsstränge augenscheinlich zusammenhalten soll. Die zahlreichen Anspielungen auf aktuelle Schauspieler und Fernsehsendungen sind ebenfalls sinnentleert, da sie weder unterhaltsam, noch von anderen Nutzen sind. Außerdem ist es eine geradezu absurde Vorstellung, dass laut Buch Alfred Biolek als Märtyrer der Fleischesser sterben wird! Das Buch ist weiterhin sehr fad und der Casus Knacktus der Geschichte kristallisiert sich schon auf den ersten Seiten heraus. Eine gute Idee alleine macht noch lange keine gute Geschichte und das scheint der Autor wohl außer Acht gelassen zu haben. Ich persönlich würde von einem Kauf dieses Buches eher abraten, auch dann, wenn man es an einen Vegetarier verschenkt' man könnte sich schnell ins eigene Fleisch schneiden!!* *(Und wenn Sie diesen Witz zu flach fanden, sollten Sie das Buch nun wirklich nicht kaufen!)
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5.0 von 5 Sternen
Brisantes Thema - kurzweilig aufbereitet, 27. April 2011
Dioxin-Skandal, Antibiotika im Fleisch...... Wird eines Tages diese geschriebene Idee "Fleischverbot in Europa" doch Wirklichkeit? Oder geht`s schneller als wir denken. Denn die Kanzlerin heisst im Buch auch Angela Merkel. Und es ist ein Laster mit der Fleisches-Lust. Z.B. wird Otti Fischer in Moskau beim Fleischessen erwischt. Spannend fleischig - fleischlos von Anfang bis Ende zu lesen. Einige Stellen zum herzhaft laut lachen sind garantiert. Und der gesuchte Übeltäter in der ganzen korrupten Gesellschaft bleibt unentdeckt bis zum Schluß.
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