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Wie laut soll ich denn noch schreien?: Die Odenwaldschule und der sexuelle Missbrauch Gebundene Ausgabe – 1. September 2011


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Rowohlt; Auflage: 2 (1. September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3498013327
  • ISBN-13: 978-3498013325
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 15 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 72.991 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Jürgen Dehmers ist das Alter Ego eines Autors, der als Schüler in den 80er Jahren die Odenwaldschule besuchte, dort eines der Opfer des Schulleiters Gerold Becker wurde und seit über einem Jahrzehnt Täter, Mitwisser, Schweiger und Vertuscher mit ihren Verbrechen konfrontiert. Jürgen Dehmers nutzt die Medien zur Anklage der Verantwortlichen, da durch das deutsche Rechtssystem wegen unzureichender Verjährungsfristen keine juristische Gerechtigkeit mehr geschaffen werden kann. Im Jahr 2010 gelang ihm die weitreichende Vernetzung der Betroffenen, und er wurde endlich von einer breiten Öffentlichkeit gehört.

Andreas Huckele, Jahrgang 1969, war von 1981 bis 1988 Schüler der Odenwaldschule und wurde dort jahrelang vom damaligen Schulleiter sexuell missbraucht. Über seine Erfahrungen schrieb er 2011 unter dem Pseudonym Jürgen Dehmers das Buch «Wie laut soll ich denn noch schreien?» Für seinen Mut, die Missbrauchsfälle öffentlich zu machen, wurde er 2012 mit dem Geschwister-Scholl-Preis ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Familie in Frankfurt und arbeitet als Lehrer, systemischer Supervisor und Autor.

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Kundenrezensionen

4.5 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

50 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Quintus59 am 29. September 2011
Format: Gebundene Ausgabe
Ich war 1973 als 13-jähriger selbst von den sexuellen Nachstellungen des geschilderten Musiklehrers W.H. betroffen und hoffte auf Hilfe von Schulleiter Gerold Becker (!!!) So kam ich zwar mit Not aus dessen Zugriffssphäre, aber fortan setzte Gerold Becker alles daran, mich von der Odenwaldschule zu mobben - was ihm dann auch gelang. Ich hätte mir nicht vorstellen können, dass es in den späteren Jahren noch schlimmer kommen sollte...
Dehmers schildert mit ehrlicher Wut, aber bei bewundertswert glasklarem Verstand, erst die Auswüchse dieses "reformpädagogischen" Saustalls und dann in minutiöser Genauigkeit, die Mechanismen der Verharmlosung, Verdrängung und Geschichtsklitterung der Folgejahre. Gehörten jene "linken" Pädagogen der Odenwaldschule nicht gerade zu der Generation, die ihren Eltern das zum Vorwurf machten?
"Wie laut soll ich denn noch schreien" verursacht Fassungslosigkeit, Trauer - aber vermittelt ebenso viel Entschlossenheit, jene "Gutmenschen" zu demaskieren zu dem was sie sind: Verbrecher und deren (teilweise unerträglich naiven unfreiwilligen) Helfer.
Mir hat Dehmers Buch sehr gut getan. Die Wahrheit bohrt sich immer durch die Geschichte - selbst wenn es dreißig Jahre dauert. Für alle nicht Betroffenen ist es ein kurzweilig zu lesendes Lehrstück durch alle Facetten des alltäglichen Mißbrauchs von Kindern, Lügen und Verharmlosungen. Damals in der Odenwaldschule, heute sicherlich irgendwo anders. Schreit, ja schreit! Gut geschrien, Dehmers!
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32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Präsidentin des Oberlandesgerichts a.D. Brigitte Tilmann am 5. Dezember 2011
Format: Kindle Edition
Weiterlesen ohne Unterbrechung.
Keine Möglichkeit auszuweichen oder sich zu entziehen.
Kein Wunsch auch danach, das Buch zur Seite zu legen, aufzuhören zu lesen und aufzuhören zu begreifen, was die Täter an der Odenwaldschule ihren Opfern angetan haben und wie verheerend Jahre und Jahrzehnte danach - nunmehr wissend - Verantwortungsträger und Andere damit umgegangen sind und heute noch umgehen.
Jürgen Dehmers Buch ist spannend und lässt die Spannung spüren, die heute noch tief verwurzelt in ihm ist nach all den Jahren des Kampfes.
Jürgen Dehmers ist stark und ausdauernd in diesem Kampf, und er ist es auch darin, dem Leser dies zu vermitteln in einer Sprache, die absolut klar ist, die nicht schont und nicht beschönigt, die manchmal erschreckt, die aber nicht den geringsten Zweifel aufkommen läßt, dass es genau so war, wie er es uns mitteilt. Wie er es nennt: "Non-Fiction. 100 Pro".
Er beklagt sich nicht, er klagt nicht ausdrücklich an. Jürgen Dehmers schreibt und schreibt und schreibt. Und er beschreibt - im Prolog bezeichnet er das so: "Was bisher geschah. Und vor allem, was ich darüber denke". Präzise, minutiös, analytisch und immer wieder glasklar. Keinen Raum für Ausflüchte und Umwege lassend. Weder für sich selbst noch für den Leser.
Wir lernen ihn kennen, den kleinen Jungen mit den Stofftieren im Arm, der dem Regentrommeln auf dem Dach zuhört und sich dabei wohl fühlt, den Fußball spielenden fröhlichen Schüler mit seinen Jungenfreundschaften und ersten zarten Mädchenschwärmereien. Alles so normal. So beruhigend normal.
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26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Osoaner am 16. September 2011
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Ein Buch, das einen nicht nur packt, das nicht nur zum nachdenken anregt sondern ein Buch das verstört.

Es sollte jeden verstören, der mit Kindern zu tun hat. Eltern, Lehrer, Onkel, Tanten, Nachbarn, Kindergärtner. Leider ist das was J.D. als wahrhaftigen Erlebnisbericht der Odenwaldschule berichtet, trauriger Alltag und Realität - nicht nur an der Odenwaldschule. Was außergewöhnlich ist, ist der Mut, die Kraft und das Durchhaltevermögen Dehmers und seiner Mitstreiter.

Wie er auch mehrfach betont: es gibt eine Vielzahl an Opfern, die es nicht geschafft haben, die an ihrem Schicksal zugrunde gegangen sind, die nicht mehr leben oder am Rande der Gesellschaft vegetieren.
Nicht umsonst heißt es, dass ein Kind sieben Erwachsenen von einem Missbrauch erzählen muss, bevor der Achte ihm glaubt.
Im Fall Dehmers oder Odenwaldschule allgemein waren es noch weit mehr Erwachsene die nicht geglaubt haben und nicht sehen wollten - teilweise bis heute.

In meinen Augen verdient dieses Buch das Prädikat "besonders wertvoll" und sollte jedem, der mit Kindern arbeitet oder künftig arbeiten will eine Pflichtlektüre sein.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von sissi saw am 2. November 2011
Format: Gebundene Ausgabe
Jürgend Dehmers nimmt den Leser mit auf einen Marathon, aus dem ich als Betroffene leicht erschöpft aber gestärkt hervorgehe. Danke an den Autor dafür. Die Stärkung entsteht dadurch, dass sich zwischen den Zeilen die ungeheure Empörung und Wut vermitteln, die angemessen und notwendig sind, um mit solchen Verbrechensschilderungen überhaupt fertig zu werden.
Ganz anders ging es mir diesbezüglich mit den beiden Fernsehdokumentationen über dasselbe Thema von Christoph Röhl einerseits und Regina Schilling und Luzia Schmid andererseits. Diese beiden Filme ließen mich ohnmächtig zurück, weil ihnen die zugehörige Empörung und Wut fehlen. Das liegt meiner Meinung nach nicht daran, dass die Filmemacher keine unmittelbar Betroffenen sind, sondern dass sie extrem brav sind und nirgends anecken wollen. Denn Empörung über Gewalt an Kindern ist in Tätergesellschaften unerwünscht. Die mangelnde Empörung schützt die Täter, weil die dadurch entstehende Ohnmacht handlungsunfähig macht. In Röhls Film kommt die Empörung nur ein wenig bei Salman Ansari zum Vorschein. Der vermeintlich objektive Ansatz des Filmemachers entlarvt sich als mangelnder Mut. Schade. Schlimmer noch ist es beim Film von Regina Schilling und Luzia Schmid, der einen nicht nur wegen der fehlenden Empörung ohnmächtig zurücklässt, sondern auch sprachlos macht, weil bagatellisierenden Haltungen unkommentiert Raum geboten wird. Auch das ist Täterschutz.
Und gerade deshalb ist 'Wie laut soll ich denn noch schreien?' ein Befreiungsschlag nicht nur für den Autor sondern auch für die Leser_innen. Dehmers spart nicht mit schlimmen Details, er schreibt direkt, flüssig, humorvoll.
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