Endlich ist einer da, der die Gespräche der Exil-Iraner aufschreibt - für die Deutschen in Deutsch. Jeder, der mit Iranern bekannt, befreundet oder gar verheiratet ist, kennt die politischen Diskussionen, wenn zwei Iraner länger als fünf Minuten miteinander sprechen. Aber das gesprochene Wort, die Berichte über Unmenschlichkeit, Gefängnisse, Folter und Mord, nie klingt es ganz so brutal und wahr, wie wenn wir es lesen - schwarz auf weiß. Festgehalten von einem, der seit 1965 in Deutschland lebt: Said.
Tagebuchartig erscheint sein Buch zunächst, beinahe fragmenthaft. Und doch, je länger man darin liest, desto mehr wird das Ganze sichtbar - die Literatur. Sie ist da und viel stärker, als der bescheidene Untertitel "Notizen aus meinem Exil" vermuten läßt. Ein Glücksfall für Deutsche und Iraner, für die Politik und die Literatur!