(Diese Rezension bezieht sich auf die 94er Ausgabe, aber wahrscheinlich hat sich in den 3 Jahren nicht sonderlich viel verändert). Meine Mutter hat mir "Ich helf dir kochen" gekauft, weil es auch für sie über die Jahre hinweg das hilfreichste Kochbuch war, was ich inzwischen sehr gut nachvollziehen kann. Die Aufteilung der Kapitel in "Küchenpraxis", Vorspeisen, Hauptgerichte, Beilagen, Desserts und "Ratgeber" mit u. a. "Gästebewirtung" und "Gesunde Ernährung" ist sicherlich nicht bahnbrechend neu, aber wieso etwas nicht übernehmen, das Sinn macht? Auf 479 Seiten ist natürlich genug Platz für eine Menge Rezepte, allerdings hat man bei diesem Kochbuch nie das Gefühl, dass überflüssige Gerichte aufgenommen sind. Auch sucht man kein Standardrezept vergebens, so dass also die Rezeptauswahl sehr gut getroffen ist. Dazu sei noch zu erwähnen, dass die meisten Rezepte auch so geplant sind, dass man keine seltenen und teuren Zutaten dafür verwenden muss, außerdem werden bei vielen Gerichten Variationen vorgeschlagen, womit Langeweile in der Küche noch mehr unterbunden wird. Die Rezepte sind so einleuchtend beschrieben, dass man auch komplizierte Gerichte zumindest theoretisch nachkochen kann, selbst wenn im wahren Leben die noch relativ geringe Kochpraxis hinderlich ist. Doch meistens bleibt man dennoch vor größeren Katastrophen verschont: Als ich die Vanillestange für "Vanilleflammeri" verloren hatte und kurzfristig auf die Variation "Karamelflammeri" umdisponieren musste, habe ich im Stress die Reihenfolge der Arbeitsschritte total durcheinandergewürfelt, aber das Endprodukt schien dem gewünschten Dessert sehr ähnlich. Wenn das kein Beweis ist, dass "Ich helf dir kochen" seinen Namen ernst nimmt, dann gibt es keinen! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)