ich bin 65 Jahre alt, habe drei Kinder, die mit beiden Beinen im Leben stehen und habe dieses Buch in die Hände bekommen und mit sehr viel Interesse gelesen. Prekops Sorge richtet sich auf die Kinder, die sich durch fehlende Geborgenheit und Bindung in ihren ersten Lebensjahren zu seelischen Krüppeln entwickeln. Solche Kinder, wie ich eines gerade wieder im Kaufhaus erlebte, das, dreijährig, hypernervös und mit hochrotem Kopf fortwährend schrie: "Ich will eine Wasserpistole", bei völlig hilflosen Eltern.
Prekop will in erster Linie diese Fehlentwicklung verhindern. Ist sie aber eingetreten, scheint mir die Festhaltetherapie, bei der die Kinder ihre Wut herausschreien können und dabei gleichzeitig Geborgenheit erfahren, eine geeignete Methode zur Befreiung zu sein, auf dem Weg zu einem liebenswerten Kind.
Interessant ist, welche Emotionen das Buch hervorgerufen hat. Solche Reaktionen deuten darauf hin, dass das Buch voll ins Schwarze getroffen hat und damit auf einen dringenden Therapiebedarf verweist.