16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Pointiert, prägnant, professionell, 28. August 2003
Auf den 140 Seiten reiht sich ein déjà vu Erlebnis an das andere, sodass man dieses Büchlein nur ungern aus der Hand legen möchte, bis auch die letzte Seite gelesen wurde. Von Old-Boy-Networks über Graue Mäuse - jene Manager, die nicht besonders auffallen, sich jedoch geschmeidig in Machtstrukturen fügen - bis zu Dirty Tricks im Power Play der Top-Manager und der strategischen Karriereplanung junger Menschen beschreiben die Autoren ziemlich alle vorstellbaren und unvorstellbaren Schachzüge, um in die Geschäftsleitung, quasi den Olymp der Wirtschaft, emporzuklettern. Amüsant sind die auf den letzten Seiten zusammengefassten Karriereratschläge für den Rezipienten, welche deutliche Kritik - jedoch in ernsthafte Dogmatik gekleidet - an der Unternehmenskultur von größeren Firmen und deren Manager erkennen lassen; gut zu lesen, pointiert formuliert, prägnant in Ausdruck und Umfang. Kurzum eine feinsinnige Satire professioneller Autoren.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sehr gelungene Manager-Satire, 7. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Der kleine Machiavelli. Handbuch der Macht für den alltäglichen Gebrauch (Gebundene Ausgabe)
In der Teppichetage des Top-Managements gelten andere Regeln, als Normalsterbliche es sich vorstellen. Nicht um das Wohl des Unternehmens geht es, sondern ums persönliche Vorwärtskommen, das Vermeiden von karrierehinderlichen Stolperfallen und das Schmieden von Allianzen und Intrigen. Kein Wunder, dass Manager einen so zeitintensiven Job haben - vor lauter Ränkeschmieden kommen sie nicht zum Arbeiten. Mit mildschwarzem Humor überdecken Peter Noll und Hans Rudolf Bachmann in ihrem satirischen "kleinen Machiavelli", für wie schädlich sie das Gebaren im Top-Management der Unternehmen halten. Es ist vor allem das Staunen über die Absurditäten, das den Tonfall des Fast-schon-Klassikers aus den 1980er Jahren prägt. Und inzwischen sind die Sitten womöglich noch rauer geworden. Wir empfehlen den "kleinen Machiavelli" allen, die erschreckende Wahrheiten am liebsten schmunzelnd goutieren.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Was muß man tun, um erfolgreicher Manager zu werden..., 22. März 2003
... sich einfach nur an die Regeln dieses Buches halten: Betriebswirtschaft oder Wirtschaftswissenschaft studieren und zwar an der richtigen Uni, die richtigen Verbindungen knüpfen, geschicktes Power Play betreiben, die richtige Frau heiraten und vieles mehr.
Dann muß man noch die Verbote strikt beachten: eine Frau sein, einen schnittigen Sportwagen fahren, sich beim Benutzen von Produkten der Konkurrenz erwischen lassen, eine größere Grünpflanze oder einen aufwendigeren Ledersessel im Büro haben als der Chef, dem Firmengründer zum Verkauf seines Unternehmens raten, auch wenn dies noch so notwendig ist...
Entlarvend und witzig dargestellt sind diese Regeln und sie zeigen, daß Manager nicht nur Menschen sondern auch eine ganz bestimmte Spezies Mensch sind. Alle "Kreativen" und "bunten Vögel" haben wenig Chancen in die oberen Sphären der Macht vorzudringen, wo die seltsam unauffälligen "grauen Mäuse" regieren und an ihren Netzwerken knüpfen.
In diesem lustigen und zeitlos wahren Büchlein wird die Welt der Vorstandsetagen und des gehobenen Mangagments gezeigt, der Werdegang eines Managers und wieso bestimmte Firmen wider besseren Wissens ihrer Manager in den Untergang schlittern.
Auch die Moral und Verantwortung des Managers wird durchleuchtet, wobei das Buch bisweilen nach beißender Satire klingt, aber von den jüngsten Realitäten in der Weltwirtschaft regelmäßig bestätigt wird.
Alles, was in dem Buch steht ist heute noch aktuell. Deshalb habe ich mein 20 Jahre altes Exemplar nach wie vor in der Fachbibliothek stehen. Bisweilen ordere ich ein Neues, das ich an Kollegen und Freunde verschenke. Ganz besonders gerne zum Anlaß der Beförderung.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein