Der kleine Cedric wird in Armut groß und entwickelt sich unter Fürsorge seiner wunderbaren Mutter zu einem pfiffigen und herzensguten Kerlchen. Mit sieben erfährt er, daß sein Vater ein Lord war. Sein mürrischer, alter Großvater befiehlt, den ungeliebten Enkel von der verachteten amerikanischen Schwiegertochter aus Amerika zu sich ins englische Schloß zu holen, um in ihm einen würdigen Erben großzuziehen. Cedrik trifft nun diesen griesgrämigen alten Mann, merkt in seiner kindlich Naivität nicht, daß irgendwer jemandem böses will und schafft es natürlich, zum Schluß hin, das Herz des alten Mannes zu gewinnen. Dazwischen passiert das unvermeidliche - seine Stelle wir durch einen anderen (natürlich grundunsympatischen) angeblichen Erben angefochten. Selbst da bleibt Cedric fair, lieb und lustig.
Natürlich ist das alles völlig unglaubwürdig und so nette, liebe, gute Leute kann es kaum geben. Aber man darf ja träumen und das Cinderella Motiv ist nun mal eins, das Spaß macht.
Das Buch ist in jedem Fall für Kinder toll. Ich habe es als kleines Mädchen mehrfach verschlungen und habe die Extreme nicht als Extreme empfunden, sondern mich hundertprozent auf Cedrics Seite gestellt, mit ihm gelitten und mich mit ihm gefreut. Meinem Sohn habe ich das Buch vorgelesen als er 6 war...und es ging ihm genauso. Er fand Cedrik toll und die Idee vielleicht irgendwo Erbe eines Vermögens zu sein und in echt Prinz zu sein, fand er mindestens so toll, wie Mädchen das viel offener tun. Ich kann dieses Buch also auch ausgesprochen für kleine Jungs empfehlen, denen die klassische Cinderella vielleicht ein tick zu rosa" ist.