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Der kleine Berufsberater [Gebundene Ausgabe]

Thomas Gsella , Achim Greser , Heribert Lenz
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 94 Seiten
  • Verlag: Eichborn; Auflage: 1., Aufl. (Juli 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821860170
  • ISBN-13: 978-3821860176
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 330.385 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Thomas Gsella
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der Zahnarzt ist nicht arm wie du. Er ist ein reicher Räuber. Drum wählt er gern die CDU und wo er kann den Stoiber. Thomas Gsellas kleiner Berufsberater: meisterhafte Porträts der populärsten Berufe - vom Bauern bis zum Zugchef und vom Bankräuber bis zur Hausfrau. Mit Illustrationen von Greser Lenz. Der Lehrer Der Lehrer geht um sieben raus und ruft vier Stunden: »Leiser!« Um kurz nach eins ist er zuhaus': nicht ärmer, aber heiser. Bis vier fläzt er im Kanapee mit Sekt und Stör und Brötchen. Dann nimmt er's Taxi hin zum See, dort steht sein Segelbötchen. Er legt sich rein und gibt sich hin und schaukelt bis zum Morgen. So ist sein Leben frei von Sinn, von Arbeit und von Sorgen.

Über den Autor

Thomas Gsella, geboren 1958, ist seit 2005 Chefredakteur des Frankfurter Satiremagazins TITANIC, lebt in Aschaffenburg. 2004 verlieh ihm Robert Gernhardt den Cuxhavener Ringelnatz-Nachwuchspreis für Lyrik. Mehr Gedichte als Prosa schrieb und schreibt er fürs "Kritische Tagebuch" des Westdeutschen Rundfunks WDR, das Südwestradio SWR, die tageszeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurter Rundschau, Süddeutsche Zeitung u.a. 2011 wurde Thomas Gsella mit dem "Robert Gernhardt Preis" ausgezeichnet.Achim Greser studierte Grafik in Würzburg. Die Begeisterung für die Werke der »Neuen Frankfurter Schule« führte zur festen Mitarbeit in der Redaktion des Satiremagazins Titanic. Seit 1996 zeichnet er regelmäßig für die FAZ, seit 2004 auch für den Stern, 2004 erhielt er den Deutschen Karikaturenpreis.Heribert Lenz studierte Grafik in Würzburg.Die Begeisterung für die Werke der »Neuen Frankfurter Schule« führte zur festen Mitarbeit in der Redaktion des Satiremagazins Titanic. Seit 1996 zeichnet er regelmäßig für die FAZ, seit 2004 auch für den Stern, 2004 erhielt er den Deutschen Karikaturenpreis.

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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Für die SZ zu distinguiert, 12. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Der kleine Berufsberater (Gebundene Ausgabe)
Der Titel von Thomas Gsellas "Kleinem Berufsberater" erinnert an Axel Hackes Erziehungsberater und beruht ebenfalls auf einer Serie im SZ-Magazin. Wer dabei jedoch gediegene Komik zum Wegschmunzeln erwartet, der sei ausdrücklich vor dem Genuss von Gsellas 67 Gedichten gewarnt: hier ist Schluss mit nett, mit lustig geht's dafür erst los.

Die herrlich verdichteten Berufe reichen vom Bankräuber bis zum Islamisten und vom Kurschatten bis zum Philisophieprofessor. Gsella verwendet ausschließlich Kreuzreime, in denen drei Vierzeiler eigentlich alles enthalten, was einen Beruf ausmacht: Der Hausmeister isst Kinder, der Abgeordnete räkelt sich im "Arsch des großen Geldes" und die Stewardess "schenkt uns lächelnd das Know-How den Sturz ins Meer zu meistern". Aber man liest auch überraschendes: Die Friseuse, "Sie achtet nicht auf Rang und Stand \ Weil ihr nach Sein und Sinn ist: \ Sie nimmt die Köpfe in die Hand \ und lockt heraus was drin ist".

Humortechnisch bedient sich Gsella oft der falschen Fährten, die er legt. Über den Werbetexter: "Das macht ihn fett an Lohn und Brot \ Zwei Seelen? Er vergisst es. \ Zwar gilt er als ein Idiot \ Doch mit Verlaub: Er ist es." Oder die Überraschung liegt darin, dass plötzlich noch eine gesellschaftlich nicht tolerierte Dimension hinzukommt wie bei dem Theaterschauspieler. "Man will von ihm so mancherlei \ Nicht nur das Kopulieren \ Der neue Faust als Nackedei \ Derweil er's treibt (mit Tieren)." Oder über den Lektor, zu dem er mithilfe von Durchstreichungen gleich zwei Gedichte anbietet: "Mit Sorge (Freuden) liest er's Büchlein hold \ Begradigend. Was krumm ist \ Zu (Aus) Scheiße macht er pures Gold \ Ein Glück, dass er so dumm (klug) ist."

Jeder Beruf kriegt von Gsella seinen Schmalz weg, sogar er selbst, der Dichter: "Er sitzt in einem stillen Haus \ Und schläft in langen Pausen \ Conclusio: Er kennt sich aus \ In dieser Welt da draußen."

Garniert wird das Ganze mit den reduktionistischen Illustrationen von Greser und Lenz, die "ihrem Idol" Gsella "nach Aschaffenburg folgten". Gsella verabschiedet sich mit einem Nachwort, in dem er dadaistisch wie genüsslich von Fluten grausamer Reime berichtet, die SZ-Magazin-Leser als Reaktion auf seine Gedichte verfasst hätten, woraufhin die Reaktion ihn nach Folge 23 gefeuert habe. Für die SZ zu distinguiert - keine schlechte Empfehlung.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Gereimte Berufsberatung, 1. April 2008
Von 
dreamjastie (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der kleine Berufsberater (Gebundene Ausgabe)
Hier bekommen sie alle ihr Fett weg: der Zeitungsverleger genauso wie der Soldat, der Zahnarzt wie der Islamist. Gelebte Demokratie eben. Und es kommt noch besser: Gsella reimt, was das Zeug hält. Und tut dies so scheinbar leichthändig wie Heinz Ehrhardt oder Robert Gernhardt, aus dessen Händen der Autor übrigens 2004 den Cuxhavener Ringelnatz-Nachwuchspreis für Lyrik erhielt. Ursprünglich erschienen die Zwölfzeiler im Magazin der Süddeutschen Zeitung, die leider, wie man dem Nachwort entnehmen kann, viel zu schnell vor dem wütenden Protest dieses und jenes sich angepisst fühlenden Berufsstandes einknickte und die kleine, aber feine Serie wieder einstampfte. Aber jetzt gibt es ja dieses kurzweilige Buch, das ein ideales "kleines Geschenk a la Neger Wumbaba" ist. Ja, das Buch ist lustig (übrigens auch die Karrikaturen von Greser & Lenz, die mit wenigen Strichen die Essenz der Texte filtern), ohne dass Gsella sich auf das in Deutschland übliche Comedy-Niveau herab begibt. Und ja, der Humor lebt zum großen Teil von seiner radikalen Klischeeverwurstung ("Er trägt die Hose nicht wie du / Keusch überm Hosenboden. / Die Ritze auf, die Birne zu - / Lasst uns den Maurer loben!" oder: "Der Unterschichtler und sein`Frau / Die glotzen saufend ins TV, / Und Kinder hamse viele. Die spielen Killerspiele."), und hat man nicht selbst schon besoffene Soldaten erlebt oder von den präpubertären Jungfrauen-Phantastereien islamistischer Selbstmordattentäter gehört? Doch gerade die gezielte Übertreibung dieser Klischeeparade hält uns den Spiegel vor und zeigt auch, welche Vorurteile wir so gerne pflegen und ums Verrecken nicht ablegen wollen. Und so ist das Buch mit seinem geschliffenen Witz, bei dem jedes Wort sitzt, wo es hingehört, weniger ein Berufsberater als ein Sittengemälde. Dabei überschreitet Gsella, wie es heute durchaus Sitte ist, auch schon mal die Grenzen des guten Geschmacks und findet das eine oder andere drastische Wort. Gut so. Und heidenei: eine Karrikatur mit einem Taliban-Hampelmann gibt's auch noch. War da nicht was? Wenn das nicht neuen Ärger gibt!
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1 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Der kleine Berufsberater, 24. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Der kleine Berufsberater (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist ganz witzig geschrieben. Nicht alles hat mir gefallen aber 80% sind total gut.
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