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In keinem Besitz verwurzelt
  
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In keinem Besitz verwurzelt [Gebundene Ausgabe]

Hannah Arendt , Kurt Blumenfeld
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
  • Verlag: Rotbuch Verlag (1995)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 388022806X
  • ISBN-13: 978-3880228061
  • Größe und/oder Gewicht: 21,1 x 12,5 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 884.308 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Hannah Arendt
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ein bedeutendes zeit- und ideengeschichtliches Dokument, das bewegende Einblickein eine intellektuelle Freundschaft gewährt, die immer auf "des Messers Schneide" stand.

carpe.com

Hannah Arendt studierte bei Heidegger, Husserl und Jaspers Philosophie, bekleidete -- nach ihrer Emigration -- in den USA den Lehrstuhl für politische Philosophie an der Universität von Chicago und ist Autorin bedeutender Werke.

Kurt Blumenfeld war Generalsekretär des zionistischen Weltverbandes von 1911-1914, Präsident der zionistischen Vereinigung für Deutschland von 1924-1933, nach der Emigration nach Palästina Geschäftsführer des jüdischen Hilfsfonds Keren Hayessod.

Hannah Arendt und Kurt Blumenfeld haben bereits in den zwanziger Jahren politische Diskussionen geführt. Dann aber emigrierte der überzeugte Zionist Blumenfeld nach Palästina und die freiheitliche und elitäre Denkerin Hannah Arendt flüchtete nach Amerika.

...in keinem Besitz verwurzelt ist in erster Linie das Buch einer äußerst anspruchsvollen persönlichen Freundschaft und erst in zweiter werden Zionismus, Politik, Diaspora, Shoa, Assimilation, Rückkehr nach Palästina und das Problem jüdischer Identität thematisiert.

Kurt Blumenfeld war Hannah Arendts Band zur gemeinsamen Herkunft, die Brücke zur jüdischen Welt. Begegnungen mit Scholem, Buber, Japsers, Landauer, Schocken u.a. werden geschildert und, weil es sich um einen Briefwechsel zwischen Freunden handelt, schonungslos kommentiert und kritisiert. Selbst Bert Brecht bekommt sein Fett ab... Die Briefe kommen leichtgängerisch daher und sind nicht gerastert durch philosophisches Reflektieren; Gedanken wurden zu Papier gebracht und auf die Reise geschickt.

Im Anhang enthalten ist je eine Auswahlbiographie der Briefpartner. --Regula Erni


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Von Grauweiß
Format:Gebundene Ausgabe
Ingeborg Nordmann und Iris Pilling (Hrsg.),
Die Korrespondenz Hannah Arendt und Kurt Blumenfeld
'in keinem Besitz verwurzelt', Rotbuch Verlag, 1995

Hannah Arendt und Kurt Blumenfeld kennen sich seit 1926. Sie führen philosophische und politische Gespräche. 1933 trennen sich ihre Wege. Sie weichen vor der Gefahr durch die Nazis und wandern aus, Hannah Arendt in die USA, Kurt Blumenfeld nach Palästina.
Hanna und Kurt bleiben sich trotz der großen Entfernung verbunden und teilen sich ihre Gedanken mit.

Zahlreiche Briefe aus der Zeit bis 1945 sind nicht mehr vorhanden.
In 125 Briefen aus der Folgezeit bis 1963 dokumentieren Hanna Arendt und Kurt Blumenfeld ihre Gedanken und Gefühle, ihre Hoffnungen und Erwartungen, ihre Enttäuschungen und Willensbekundungen, immer wieder zu versuchen, dem menschlichen Sein auf den Grund zu gehen, das Verhalten Intellektueller und jüdische Identität nach der Shoa zu hinterfragen.

Die Herausgeberinnen Ingeborg Nordmann und Iris Pilling haben den Briefen umfassende Anmerkungen hinzugefügt, sowohl zu Hannah Arendt, als auch zu Kurt Blumenfeld Zeittafeln erstellt und zu beiden Persönlichkeiten Auswahlbibliografien aufgeführt.

Der Aufsatz 'Eine Freundschaft auf des Messers Schneide' von Ingeborg Nordmann macht deutlich, wie spannungsreich die Freundschaft der beiden Persönlichkeiten ist. Ihre Gedanken sind allzu oft recht gegensätzlich.
Hannah Arendts Ausführungen z.B. über den Eichmannprozess kann Kurt Blumenfeld nicht akzeptieren. Ihr Briefwechsel wird zu einer philosophischen Übung.
Hannah Arendts eigentliche Heimat ist das Denken und nicht das politische Handeln, während bei Kurt Blumenfeld Denken immer eine praktische Dimension im Organisieren politischer Bewegung hat. Blumenfeld bewundert das Denken seiner Brieffreundin und kritisiert es aber auch.
Beide, Hannah Arendt und Kurt Blumenfeld, stehen der akademischen Welt mit ihren hierarchischen Ordnungen und Einteilungen sehr skeptisch gegenüber.
Wer politischen und philosophischen Gedankengängen nachgehen will, hat mit diesem Buch eine wirklich lohnende Lektüre.
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