Achtung! Achtung! Commissario Montalbano treibt mit seinen üblichen Launen (Kenner wissen, was ich meine) in Vigata wieder sein (Un-)wesen.
Neuerdings hat er angesichts der herrschenden Politik bei der Polizei allgemein so die Schnauze voll, dass er wild entschlossen ist, seinen Job zu kündigen. Aber Denkste, denn sein Fall steht ihm gehörig im Weg, der ihn allerdings einiges psychisch zu schaffen macht. Nicht weil die nicht sehr ansehnliche Leiche Montalbano auf dem Meer trifft, sondern das, was dahinter steckt. Und das hat wirklich in sich! Nichts für zarte Seelen! Aber das wird erst am Schluss des Buches rauskommen. Bis dahin muss er wieder ein paar Änderungen (z.B. sein Vize Mimi ist nun verheiratet und wird Vater) in seinem Leben verkraften. Herrlich, sein tränenreicher Abschied von seinem langjährigen Lieblings-
restaurant, weil der Wirt aus Altersgründen schließen muss, und die anschließende Odyssee bei der Suche nach einem gleichwertigen Ersatz! Und Catarella mit seinem üblichen Hand-Ausrutscher an der Tür von Montalbanos Büro („WUMMS!") hat einen Geistesblitz, der dem Commissario in seinem Fall weiterhilft, und eine solche kurze Leistung geschafft, dass Salvo denken musste, der Weltuntergang ist nahe! Und der Kriminalfall zum Teil und ein paar „dienstliche" Begegnungen mit seiner alten Freundin Ingrid mit ihren erotischen Ansprüchen macht den Sizilianer auch noch so zu schaffen, dass er beinahe inbrünstig seine Verlobte Livia bittet, sofort zu ihm zu kommen. :-)) Am Ende des Buches bei der Auflösung des Falles ist er schließlich im wörtlichen Sinne körperlich so fertig, dass seine Mitarbeiter ihn in die Klinik bringen müssen, um ihn wieder zusammenflicken.
Alles in allem hat Andrea Camilleri wieder mal einen Klasse-Krimi mit dem launischen Sizilianer-Bullen (diesmal nur eine Story, keine Kurzgeschichten!) geschrieben! Weiter so! Es lohnt sich, das Buch mehr als einmal zu lesen, weil es so witzig und unterhaltsam ist.