Beide Romane beschreiben den Werdegang des jungen David Winter in der Royal Navy von 1774 bis 1779. Obwohl das Buch ziemlich dick ist, fesselt es bis zum Schluß. Die Verhältnisse sind gut recherchiert und stimmig dargestellt. Wenn ich fünf Sterne trotzdem nicht vergeben mag, dann aus zwei Gründen. Zum einen leidet bei dem schnellen Fortgang der Handlung etwas das Detail. Da wäre es vielleicht besser gewesen, das eine oder andere Geschehnis auszulassen und dafür bei anderen länger zu verweilen. Daß dadurch schon mal eine Lücke von ein paar Monaten entstehen kann, ist durchaus zu verschmerzen. Und das andere sind die paar Liebesszenen. Herrjemine, entweder furchtbar kitschig oder hölzern. Als wenn der Verleger den Autor genötigt hat, so was mit aufzunehmen und dieser dann außerordentliche Schwierigkeiten (weil nicht sein Fach)gehabt hat, auch nur einigermaßen passende Worte zu finden. Leider wirken diese Abschnitte wie Fremdkörper so daß es schlauer gewesen wäre, das alles wegzulassen und sich auf kurze Andeutungen zu beschränken. Alexander Kent hat das in seinen Bolitho-Romanen eleganter gelöst. Davon abgesehen aber ist das schönes, kurzweiliges Lesefutter.