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Produktinformation
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Al Pacino (Heat, Im Auftrag des Teufels) spielt den Trainer des fiktiven Football-Teams der Miami Sharks (die National Football League von Amerika hatte eine Zusammenarbeit abgelehnt), der mit dem altehrwürdigsten aller Sportfilm-Probleme zu kämpfen hat: Wie geht man mit dem alten Freund um, dessen gute Zeiten lange vorbei sind? Und was macht man mit dem jungen Auftsteiger, der zwar werbewirksam ist, aber zunächst einmal lernen muss, was Teamgeist bedeutet?
Jamie Foxx, sonst TV-Komödiant, schlägt überzeugend das dramatische Fach ein, mit seiner Rolle als grünschnäbliger Quarterback, dessen Ego und Talent gleichermaßen beeindruckend sind. Al Pacino scheint sich in Oliver Stones Welt so wohl zu fühlen, wie vorher nur James Woods (Nixon und Salvador), der auch einen Auftritt als heruntergekommender Teamarzt hat. Pacino streicht raubtierartig am Spielfeldrand umher, brüllt speichelspritzend Befehle, windet sich in nahezu körperlichem Schmerz, wenn ein Spiel den falschen Verlauf nimmt. Er ist auf ebenso schamlose und unterhaltsame Weise überzogen wie Stones wirbelnde Montagesequenzen brodelnder Sturmwolken, blutrünstiger Fans und in den Schlamm geschleuderter Spieler. Und wieder einmal wird Football -- möglicherweise die komplizierteste aller Teamsportarten -- im Film durch einen Haufen Kerle dargestellt, die in Zeitlupe aufeinanderknallen. Unglücklicherweise kann all das selbstsichere Mythologisieren und aufgeblasene Machogehabe, das Stone aufbietet, das zusammengeschusterte und klischeebeladene Drehbuch nicht verbergen.
Die wenigen guten Ideen, zumeist über die Rassenfrage in Amerika, prallen mit einigen furchtbar altersgrauen Ansichten zusammen -- so etwa die gar zu naheliegende Bezeichnung von Football-Spielern als moderne Gladiatoren. Und um dies noch deutlicher zu machen, hat Stone sogar Charlton Heston, den alternden Ben Hur, in die Reihe der Stars aufgenommen, die im Film einen Gastauftritt haben.
Alles zusammengenommen ist An jedem verdammten Sonntag niemals langweilig, aber auch niemals völlig erfreulich. --Bruce Reid
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Um den ausgefallenen Rooney zu ersetzen, bekommt Ersatzspieler Beamen die Möglichkeit sein Talent als spielkoordinierender Quarterback unter Beweis zu stellen. Obwohl dieser sich vor jedem Spiel erst einmal übergeben muss, gelingt es ihm mit seinen unkonventionellen Strategien und Spielzügen die Sharks aus ihrem Tief wieder herauszuführen. Allerdings haben diese Erfolge auch ihre Schattenseiten: Beamen wird immer arroganter und eigenwilliger, besonders auch aufgrund des hohen Medieninteresses, was in Tonys Augen das Team langsam auseinanderbrechen lässt. Die Sharks stehen nun vor einem entscheidenden Wendepunkt ihrer Geschichte: entweder sie nehmen Abschied von der Vergangenheit und verändern ihr Spiel oder sie bleiben so, wie sie es immer waren.
Im Vergleich zu seinen früheren Werken, die ausnahmslos durch ihre bissige Kritik an den Idealen der amerikanischen Gesellschaft hervorstachen, gibt sich Ausnahme-Regisseur Oliver Stone in diesem Film verhältnismäßig reserviert und unaufdringlich. Im Vordergrund seines Interesses stehen die ins Footballbusiness involvierten Menschen, die vornehmlich von Ehrgeiz, Erfolgsstreben und Egoismus geprägt zu sein scheinen. Eine menschliche, selbstlose Charakterkomponente scheint einzig Pacino in der Rolle des Coachs für sich gepachtet zu haben. Dessen darstellerische Leistung ist naturgemäß hervorragend. Sein wandlungsfähiges und emotionales Talent kann immer wieder überzeugen. Cameron Diaz spielt auch sehr überzeugend, diesmal eine resolute Clubpräsidentin, die sich in einem knallharten Gewerbe behaupten muss.
Besonders hervorzuheben sind auch die vielen atemberaubenden Einstellungen, die dem Film erst den eigentlichen Schliff verpassen. Der Zuschauer wird unmittelbar in das Spielgeschehen hineinversetzt, durch ständig wechselnde Perspektiven entsteht ein nervenzerfetzendes Bild vom "Krieg" des Spielfeldes, auf dem die Gladiatoren der Neuzeit aufeinandertreffen und erbarmungslos um jeden Zentimeter Platzgewinn kämpfen, wobei gelegentlich schon einmal ein Auge ausgestoßen wird - sehr appetitlich. Insgesamt ein fesselndes Sportdrama, das das Publikum vor allem mit seiner Bildgewalt beeindruckt. Absolut sehenswert.
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