Kurzbeschreibung
Ende 1940 lebten etwa 1800 Juden in Stuttgart, etliche davon im Stuttgarter Osten. Die Diskriminierungen nahmen um diese Zeit unerträgliche Formen an: Sämtliche Juden wurden in 200 Wohnungen zusammengepfercht, sie durften nur noch in einem Laden einkaufen, durften zur Hauptverkehrszeit keine öffentlichen Verkehrsmittel benützen, ab September 1941 mussten sie den "Judenstern" tragen, ab Oktober 1942 erhielten sie kein Fleisch mehr, keine Weizenerzeugnisse, keine Milch, keine Eier. Im Herbst 1941 begannen die Deportationen nach Riga, Belzec, Lublin-Majdanek und Auschwitz - in den Tod. In der Wagenburg- und der Heidehofstraße existierten jüdische Altersheime. Die Bewohner wurden 1942 ins KZ Theresienstadt gebracht.
Die "Lokalzeitung Stuttgarter Osten" hat in einer Reihe von Beiträgen die Geschichte der Juden in Stuttgart-Ost beleuchtet. Das Geschehene wird greifbarer, wenn man die Orte kennt, wo es sich zugetragen hat. Die Autoren schildern das Leben der Juden in Stuttgart-Ost v or und in der NS-Zeit, sie gehen Einzelschicksalen nach, und im Interview kommt die einzige in Stuttgart-Ost lebende Jüdin zu Wort, die die Nazi-Zeit noch selbst erlebt hat.
Autorenporträt
Peter Fischer, geboren 1952, ist von der Ausbildung her Sekundarlehrer phil. II und heute tätig als Dozent an der Wirtschaftsinformatikschule/HWV in Luzern.
In unzähligen Kursen und Publikationen (Lehrmittel und Sachbücher) war es schon immer sein Anliegen, dem Publikum die Informatik verständlich zu machen, ihr den elitären Lack abzukratzen - und damit die Informatik vor allem den Informatikern zu entreissen! Der Autor weiss aus langjähriger Erfahrung, dass heute jede und jeder im Berufsleben ständig Lernender ist. Die Verquickung von pädagogischer Erfahrung mit einem ständig aufgefrischten Wissen in Informatik garantiert seinen lexikalischen Publikationen seit über zehn Jahren Erfolg.