Ich habe dieses Buch in der Bücherei unter "Biografien" gefunden und ausgeliehen, weil ich mit meinen 55 Jahren beim unbeliebten Thema Altern bereits jetzt immer wieder an meine inneren und äußeren Grenzen stoße. Generation "Forever Young" wird alt, und das nicht so hippiemäßig leicht und locker wie vorhergesehen.
Die beiden Freundinnen, zwischen denen dieser Briefwechsel abläuft, sind 70 bzw. 80 Jahre alt, und sie nehmen kein Blatt vor den Mund. Die Tapferkeit und Offenheit, mit der sie über die täglichen Herausforderungen des Lebens schreiben, hat mich berührt, zum Teil amüsiert und seltsamerweise irgendwie getröstet. Fazit: Ich konnte das Buch letzte Nacht nicht aus den Händen legen. Brief um Brief musste ich einfach weiter lesen. Was nicht so schlimm ist, weil ich mit 55 Jahren auch schon unter den berüchtigten altersbedingten Schlafstörungen leide. Wenn die Generation vor mir das Altern mit so viel Lebendigkeit schaffen kann, dann denke ich nun, kann ich das auch. Wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben.