Eugen Roth ist schon lange tot, aber mit seinen Versen noch ganz nahe am Leben dran. Herrlich mit wie viel Herzwärme er die kleinen alltäglichen menschlichen Schwächen in Reimform bringt.
Kostprobe:
Das Schnitzel
Ein Mensch, der sich ein Schnitzel briet,
bemerkte, dass ihm das missriet.
Jedoch, da er es selbst gebraten,
tut er, als wär es ihm geraten.
Und, um sich nicht zu strafen Lügen,
isst ers mit herzlichem Vergnügen.
Die Prosa kommt nicht an seine Verse heran, ist aber auch ganz nett zu lesen.
Für mich insgesamt eine der Wiederentdeckungen der vergangenen Jahr.
Das Büchlein ist auch als Geschenk gut geeignet.