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Eine iranische Liebesgeschichte zensieren [Gebundene Ausgabe]

Shahriar Mandanipur , Ursula Ballin
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Kurzbeschreibung

1. Februar 2010
Ein iranischer Schriftsteller ist es leid, immer nur düstere Romane mit tragischem Ausgang zu schreiben. Also beginnt er eine Liebesgeschichte - ein Projekt mit Tücken. Wie erzählen, wenn es den Liebenden verboten ist, sich allein zu begegnen, sich in die Augen zu schauen Wie ein mächtiger Schatten wacht Herr Petrowitsch, der Zensor, über jedes Wort und liest sogar die Gedanken des Schriftstellers zwischen den Zeilen. Also müssen Sara und Dara, das junge Paar aus Teheran, tausend Listen und Tricks ersinnen, um sich zu finden. Ihre Liebe muss sich bewähren gegen Anfeindungen und Gefahren, nicht zuletzt gegen die Verdikte des Zensors, der dem Schriftsteller genau dann in die Tasten fällt, wenn die Zauberkraft der Liebe ihre Wirkung zeigt. Wird es dem Schriftsteller gelingen, die Geschichte von Sara und Dara zu einem glücklichen Ende zu bringen?

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 319 Seiten
  • Verlag: Unionsverlag; Auflage: 1., Aufl. (1. Februar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3293004156
  • ISBN-13: 978-3293004153
  • Originaltitel: Censoring an Iranian Love Story
  • Größe und/oder Gewicht: 22,2 x 15 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 457.788 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Shahriar Mandanipur, 1957 in Shiraz geboren, ist einer der bekanntesten iranischen Autoren. Er studierte Politikwissenschaften und war Soldat im iranisch-irakischen Krieg. Für seine Werke hat er zahlreiche Preise gewonnen, darunter den Mehregan Award und den Golden Tablet Award. Zurzeit ist er Gastdozent in Harvard und lebt in Cambridge, Massachusetts. Über zehn Jahre lang war er Chefredakteur der Literaturzeitschrift Asr-e Pandjshanbeh (Donnerstagabend), die 2009 aus politischen Gründen eingestellt wurde. Eine iranische Liebesgeschichte zensieren konnte im Iran nicht veröffentlicht werden.

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Format:Gebundene Ausgabe
Mit den bizarren Eindrücken eines Schriftstellers im Iran beginnt ein Roman, der irritiert, aufregt und ein vielfarbiges Bild dieses Landes fern aller Demokratie bietet. Shahriar Mandanipur erdichtet eine Liebesgeschichte, die wahr und erfunden zugleich sein könnte.
So einfach ist das Schreiben nicht in einem Land, in dem fast das gesamte gesellschaftliche Leben reglementiert wird nach den Vorgaben des verhassten Mullahregimes. Man muss aufpassen, dass man die Gesetze der Scham und die Tabus der Geschlechtervereinigung nicht verletzt.
Also verschachtelt der Autor eine Geschichte in der Geschichte. Sein Leben als Schriftsteller und die Liebesgeschichte verschwimmen, so dass man nicht weiß, wo sind die Protagonisten Teil der Dichtung und wo beginnt das wahre Leben. Blumig und fantasievoll ist der Stil von Shahriar Mandanipur, malerisch und unbeschreiblich sein Anliegen: alles, was er zu Papier bringt, unterliegt der Zensur. Petrowitsch ist der Zensor, der den gleichen Namen trägt wie der Untersuchungsrichter, der Raskolnikows Morde aufklären muss. Petrowitsch also ist der allgewaltige Herrscher über die Schrift im Iran!

In der Liebesgeschichte bleibt alles geheim.
Sara studiert Literatur, und über Bücher der Weltliteratur lernt sie Dara kennen. Von der Begabung und umfassenden Bildung zeugen die Liebesbriefe Daras, der seine Briefe kunstvoll verbrämt, um der Überwachung des Regimes mit seinen gestrengen Regeln ein Schnippchen zu schlagen.
Jedes Wort und jeder Gedanke, der an die Sinnlichkeit von Gefühlen rührt, ist verboten und kann böse Strafen der Behörden nach sich ziehen.
Die Lebensform im Iran, alltägliche Verfolgungen, Studentenrevolten und die Überwachung durch die Schergen des politischen Systems lassen Poesie und Gegenwart zu einem diffusen Zeitbild gerinnen. Zahlreiche Hinweise belegen den Hass auf alles, was aus dem Westen kommt. Man erlebt die Bevölkerung in Teheran mit seiner von Angst zerrissenen Gesellschaftsstruktur. Unter dem Vorwand einer Liebegeschichte gerät der Polizeistaat ins Visier des Erzählers. Doch ist die Liebe nicht zu besiegen!

In weitem Bogen holt Shahriar Mandanipur die Geschichte des Landes ins Blickfeld und bietet zugleich einen Ausblick auf seine Kunst als Schriftsteller,der in seiner poetischen Aussagekraft den Geschichten aus "Tausend und eine Nacht" gleicht.
Im Wechsel berichtet der Autor über sich und über den Entwurf seiner Liebesgeschichte. Der Leser muss dem Blickwechsel vom Romanentwurf zum Zeitgeschehen und zum Zensor folgen. Die Interventionen von letzterem sind durch gestrichene Zeilen markiert. Die Figuren aus dem erfundenen Roman scheinen zuweilen in die reale Handlung hineinzuspazieren.
Ob Dara und Sara am Ende zusammenfinden werden?

Das Buch muss der Gattung höchst anspruchsvoller Literatur zugeordnet werden.
Shahriar Mandanipur, geboren in Schiras/ Persien, hat für seine Werke zahlreiche Preise gewonnen und lebt z.Zt. in Cambridge/ Massachusetts / USA. Sein Buch durfte im Iran nicht veröffentlich werden.
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5.0 von 5 Sternen sehr gut 10. Februar 2013
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Tatsächlich ein sehr aufregendender und erhellender Roman, der in die Gegenwart des Iran hineinführt und gerade auch für junge Leute eine Brücke in eine fremde Welt baut.
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