Aus der Amazon.de-Redaktion
IntraVenus war 1998 die letzte Bates-Platte mit Gitarrist Pogo. Die Kasseler trauen sich hier etwas mehr, ihre zig Jahre gepflegten minimalistischen Songstrukturen zu verlassen, was jedoch aufgrund der Gebremstheit vieler Songs und ohne die krachige Power der Frühwerke nicht so recht begeistern will.
IntraVenus ist ein höhepunktarmes Werk, bei dem die schon immer vorhandene melancholische Seite der Band endgültig die Oberhand über die frühere rockige Frische gewinnt. "I'm so sad and lonely", singt Zimbl in "My Baby's Gone Away". Das glauben wir ihm gern, doch hören wollen wir es trotzdem nicht. Es gibt noch Anflüge von Humor, z.B. in "Schnoizelchen" ("Schnoizelchen, ich lieb' dich so, warum wohnst du bloß in Gütersloh"), doch die Bates sind endgültig erwachsen geworden, was ihrer Gefolgschaft, die vor allem auf die Massen von Cover-Versionen wie "Billy Jean" stand, nicht so recht geheuer war, zumal die Herren hier zu oft wie eine Teenie-Band klingen, die sich des Älterwerdens schämt.
--Jan Jaedike
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