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Das helle Gesicht (Gulliver)
 
 
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Das helle Gesicht (Gulliver) [Taschenbuch]

Liselotte Welskopf-Henrich
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 424 Seiten
  • Verlag: Beltz; Auflage: Neuausgabe mit neuem Einband
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3407788606
  • ISBN-13: 978-3407788603
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,9 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 344.064 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Liselotte Welskopf-Henrich
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der 5. und letzte Band der Pentalogie "Das Blut des Adlers": große Abenteuerliteratur über die Situation der Indianer in den Reservationen der 60er und 70er Jahre.

Dramatische Ereignisse erschüttern die Reservation: Joe King, der heimliche Häuptling, und seine Frau Tashina werden in den Slums von Chicago hinterrücks ermordet. Das ist die Stunde von Joe Kings Pflegesohn Hanska, seiner Schwester Ite-ska-wih, "Das helle Gesicht", und ihrem Mitstreiter Hugh Wasescha, dem engagierten Lehrer. Mutig und unerschrocken führen sie Joe Kings Kampf für ein selbstbestimmtes Leben der amerikanischen Ureinwohner in der Reservation fort. Am vorläufigen Ende der vielen Konflikte steht ein Angebot der Weißen, das Hoffnung weckt und für das sich sogar manches Opfer gelohnt zu haben scheint.

Über den Autor

Liselotte Welskopf-Henrich (1901-1979) war Schriftstellerin und Professorin für Alte Geschichte an der Berliner Humboldt-Universität. Mit ihren Romanzyklen "Die Söhne der Großen Bärin" und "Das Blut des Adlers" fand sie internationale Anerkennung als Indianerspezialistin und Schriftstellerin.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sehr gutes Buch 8. November 2002
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
"Das helle Gesicht" ist die junge Indianerin Ite-ska-wih, die mit Großmutter und Bruder in den Slums von Chikago aufwuchs und nach dem Meuchelmord an Joe King, welcher in die Stadt gekommen war, um die dortigen Indianer als Mitstreiter für das Recht der Indianer zu gewinnen, in die Reservation zieht. Wir erleben, wie damit ihr Kindheitstraum von der Prärie in Erfüllung geht, wie ihr Selbstbewusstsein wächst und wie sie sich schließlich an den erneuten Kämpfen der Indianer für ihre Rechte mutig beteiligt.
Für mich kam es zunächst einem Schock gleich, dass zu Anfang des Buches Joe King und Queenie Tashina sterben, die mir aus den vorhergehenden Bändern, welche übrigens ebenfalls meine höchste Empfehlung haben, ans Herz gewachsen waren. Jedoch übernehmen in diesem Band Ite-ska-whi und Joes Wahlsohn Hanska weitgehend deren Rollen. So entsteht ein weiterer packender Roman, in dem poetisch-philosophische Szenen zum Nachdenken stimmen, in dem uns unterschiedlichste, realistisch dargestellte Charaktere begegnen, die in den meisten Fällen meine volle Sympathie erhalten.
Wiederum sehen wir, dass der Kampf der Indianer um ihre Rechte selbst nach fast einem Jahrhundert noch immer nicht beendet ist, aber der tapfere, selbstlose Einsatz der jungen Generation lässt uns hoffen, dass sich irgendwann einmal drastisch etwas ändern kann. Neben diesem Hauptthema faszinieren auch die persönlichen Schicksale der Romanhelden, die jenes für den Leser erst greifbar und anschaulich nachvollziehbar machen.
Alles in allem ein weiteres sehr lesenswertes Buch von L.W. Henrich, nicht nur für Indianer-Interessierte.
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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Der Roman spielt in der Zeit der Besetzung von Wounded Knee durch die AIM danach. Joe King, Held der ersten vier Romane, Aktivist der AIM, wird durch einen Scharfschützen ermordert. Seine Frau Tashina wird durch die indianische Todesschwadron des Stammespräsidenten Dick Wilson umgebracht, ihr Leichnam an unbekannter Stelle verscharrt. Ihr Lebenswerk, die Ranch, all das, was in den letzten Jahren erreicht wurde, wird fast vollständig vernichtet.

Der Roman nimmt Bezug auf die wahre Begebenheiten. Zu Beginn der siebziger Jahre versuchte die Regierung und das Büro für indianische Angelegenheiten mit harter Hand gegen den sich verstärkt organisierenden Widerstand der indianischen Ureinwohner, vor allem aber gegen den stammesübergreifenden Zusammenschluß von Aktivisten in der AIM (American Indian Movement), vorzugehen. Dabei wurden alle Mittel des staatlichen Unterdrückungsapparates eingesetzt: Bespitzelung, Verhaftung und verdeckte Ermordung von Aktivisten. Auf der Pine Ridge Reservation, seit jeher ein Brennpunkt sozialer Probleme, wurde 1972 Richard "Dick" Wilson, ein radikal eingestelltes und außerhalb der Reservation erzogenes Stammesmitglied, gewählter Vorsitzender des Stammesrates. Er rief eine Polizeieinheit ins Leben, deren Ziel es war, mit Gewalt vor allem gegen Aktivisten der AIM vorzugehen. Die sogenannten "Guards of the Oglala Nation", verächtlich "Goons" genannt, errichteten in den Folgejahren ein Terroregime, dem hunderte Beteiligte und Unbeteiligte zum Opfer fielen. Es kam zu Überfällen und Schießereien zwischen Anhängern und Gegnern von Wilson. Der sich aufstauende Haß und letztlich der Mord an einem jungen Indianer durch einen betrunkenen Weißen, der mit einer milden Strafe faktisch freigesprochen wurde, gipfelten in massiver Gewalt auf der Reservation und letztlich in der Besetzung von Wounded Knee Anfang 1973 durch Aktivisten der AIM. Die Regierung schickte schwer bewaffnetes FBI, Armee und US-Marshalls nach 71 Tagen der Belagerung und zwei Todesopfern auf Seiten der Besetzer, die Aufgabe erzwangen. Die Anführer wurden vor Gericht gestellt, aber unerwartet freigespochen.

In der Folgezeit verschärften sich die Auseinandersetzungen auf der Reservation weiter. Dutzende Menschen, vor allem AIM-Aktivisten, wurden durch "Unbekannte" ermordet. Es wurden Bomben gelegt, Häuser niedergebrannt und Farmen verwüstet. Das tödliche Regime währte noch mehrere Jahre, nachdem Dick Wilson widergewählt wurde. Vereinzelte Auseinandersetzungen dauern bis in die letzten Jahre an, es kam weiterhin zu unaufgeklärten Morden. Pine Ridge ist auch heute noch eine der ärmsten Reservationen mit gravierenden sozialen Problemen und einer enorm hohen Arbeitslosigkeit. Die AIM hat nach internen Auseinandersetzungen weitgehend an Bedeutung als politische und soziale Widerstandsbewegung der indianischen Ureinwohner verloren.

Der Roman der 1977 verstorbenen Autorin versucht dennoch - trotz alle Schwierigkeiten, denen sich die Protagonisten ausgesetzt sehen - einen optimistischen Ausblick auf die Zukunft. Die Kinder und Freunde der ermordeten Helden setzen das Werk fort, finden neue Mitstreiter und feiern wichtige Erfolge. Die Büffel kehren auf die King-Ranch zurück. Der Kampf um die indianische Identität und ein weitgehend selbstbestimmtes Leben geht weiter.

Alles in allem ein düsterer, aber zutiefst optimistischer, von Hoffnung erfüllter Roman. Der würdige Abschluß eines großartigen Roman-Zyklus.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Ich habe alle Bände vor langer Zeit gelesen, und nun via Amazon wieder entdeckt und gekauft.
Auch nach 30 Jahren bin ich sofort gefesselt.
Es sind Bücher die den Humanismus in bester Weise fördern.
Der Kampf um Eigenständigkeit der Indianer wird mit allen Problemen verdeutlicht.
Leider gibt es dergleichen nur viel zu Selten.
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