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I hate Berlin: Unsere überschätzte Hauptstadt
 
 
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I hate Berlin: Unsere überschätzte Hauptstadt [Gebundene Ausgabe]

Moritz Kienast
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Ehrenwirth); Auflage: 1 (25. November 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3431038476
  • ISBN-13: 978-3431038477
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 12,6 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 46.628 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Berlin steht heute synonym für den Nabel der Welt - die Stadt ist ein internationaler Sehnsuchtsort, eine globale Marke. Jeder will dorthin, wer sich in die Provinz verabschiedet, also Restdeutschland, wird bedauert. Warum nur? Berlin ist hässlich, und es fahren keine S-Bahnen. Berlin ist gänzlich von der Einöde umschlossen und liegt im Osten der Republik. Berlin ist die größte, vollste, lauteste, bevölkerungsreichste, rattenreichste, müllreichste und ärmste Stadt Deutschlands. Hier trifft man allerorten auf missmutige und unzufriedene Menschen, denn diese Stadt bedeutet Tristesse, Dreck und Schlamperei. Kurz: Berlin wird völlig überschätzt, vor allem von den Berlinern selbst. Zeit für ein humorvolles Berlin-Bashing. 25 deutschsprachige Autoren rechnen mit der Hauptstadt und ihrem Hype ab.

Über den Autor

Alina Bronsky, geb. 1978 in Jekaterinburg/Russland, verbrachte ihre Kindheit auf der asiatischen Seite des Ural-Gebirges und ihre Jugend in Marburg und Darmstadt. Nach abgebrochenem Medizinstudium arbeitete sie als Texterin in einer Werbeagentur und als Redakteurin bei einer Tageszeitung. Sie lebt in Frankfurt und telefoniert bis heute fast täglich mit ihren Großeltern in Sibirien

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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Pointierte Aufarbeitung alter und neuer deutscher (Hauptstadt)-Geschichte, 30. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: I hate Berlin: Unsere überschätzte Hauptstadt (Gebundene Ausgabe)
Berlin, das ist für mich Klassenfahrt mit dem Leistungskurs Geschichte, das ist am Kudamm stehenbleiben und mit Tränen in den Augen auf der großen elektronischen Anzeige lesen, dass die ersten DDR-Bürger über Ungarn ausreisen dürfen, das ist MoMA ohne Langstreckenflug. Ich war jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr dort, aber ab nächstem Jahr stehen regelmäßige Besuche an und schon allein deshalb hat es mich interessiert, warum einige von mir sehr geschätzte Autoren unsere Hauptstadt nicht mögen.

Das erste Essay hätte mich beinahe das Buch wieder aus der Hand legen lassen, denn ich empfand es als polemisch und garstig, es war zwar sehr gut geschrieben, hinterließ bei mir aber irgendwie einen schlechten Nachgeschmack. Versöhnt hat mich aber gleich danach die "Fünfzehn Gründe, als "ambitionierter Künstler" von Hamburg nach Berlin zu ziehen" von Nina George. Die Anführungszeichen im Titel geben den Ton vor, satirisch nähert sich die Autorin Künstlern in Berlin an, da konnte ich schon mehr als einmal schmunzeln. Berührend erzählt Henner Kotte von seiner Zeit als Grenzposten an der Mauer und bringt mir die Geschichte der Stadt damit viel näher als jeder Leistungskurs es je vermag, ebenso wie Hauke Hückstädt mit seiner sehr persönlichen Sicht auf Berlin. Stefan Bonner und Anne Weiss vergleichen Berlin mit Köln und es ist zwar nicht überraschend, wer das Duell gewinnt, aber durchaus gut argumentiert. Tom Liehr findet zwar, dass Berlin die mit größtem Abstand wunderbarste Stadt der Welt ist (hier muss ich ihm leider widersprechen, besser als in München lässt es sich sicher nicht leben), warnt den Leser aber trotzdem vor Taxifahrten vor Ort. Nach der Lektüre von Zoë Becks "Weltstadt der Agoraphobiker" versteht man, warum Berlin eigentlich ein Dorf ist, oder vielmehr viele Dörfer. Bov Bjerg schließlich hat mich mit seinem Vergleich von Berlinern und Schwaben heftig zum Lachen gebracht. Auch die Geschichten der anderen 17 Autoren, darunter so bekannte Namen wie Wiglaf Droste, Wiebke Lorenz, Andreas Izquierdo und Alina Bronsky sind sehr interessant und beleuchten Berlin und Provinz gleichermaßen. So bekommt man als Leser einen umfassenden Eindruck, der zwar nicht immer so total negativ ist, wie der Titel vermuten lässt, aber der Hauptstadt durchaus ein wenig die Schminke aus dem Gesicht wischt und das verlebte, gequälte Lachen darunter zum Vorschein kommen lässt. Bereichert wird das Ganze durch Zitate über Berlin, die zum größten teil aus dem 19. Jahrhundert stammen und zeigen, dass Berlin damals schon gehypt wurde, dem aber nicht jeder folgen kann. Die Cartoons von Claas Janssen mit Texten von Tommy Mayer peppen das ganze noch optisch etwas auf und erzählen auch eine eigene Geschichte.
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7 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Ein Autor ohne Begabung sucht seinen Weg im Windschatten des Trends, 10. Dezember 2011
Von 
F. Rosenthal (Kassel) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: I hate Berlin: Unsere überschätzte Hauptstadt (Gebundene Ausgabe)
Vor wenigen Tagen saß ich in einem Bücherladen und habe im besagten Buch gelesen.
Es ist nicht nur äußerst schlecht geschrieben, sondern es zeugt von einer zum Himmel schreienden Unwissenheit in Bezug auf das Leben in Berlin.
Ich lebte (jeweils über mehrere Jahre) in Hamburg, Würzburg, Kassel und Berlin -und ohne ein klitzekleines Zögern würde ich Berlin wählen, immer - und das als Soziologe, der kaum etwas anderes tut als eben das: Menschen in ihren sozialen Räumen beobachten und studieren.
Ich wünschte, man hätte sich ein wenig mehr Zeit genommen für ein Buch, das sich mit dem Leben in einer Weltstadt beschäftigt - es mutet eher so an, als würde ein aller Sinne beraubter Mensch die Komplexität der Welt zu leugnen versuchen.

Kommentare zu dieser Rezension:

Thomas Liehr meint:
"EIN Autor ohne Begabung", so so. Ihnen ist schon aufgefallen, dass es sich um eine Anthologie handelt, ja? ;)

F. Rosenthal entgegnete:
Hi Thomas,

ja, danke, ist mir aufgefallen - aber ich musste schon 100 Mal gucken, da die Namen ja in bunt direkt auf dem Cover abgedruckt sind. :)
Entscheidend ist jedoch der Herausgeber, der die Texte organisierte und abgesegnete; so entstand ein individuell zusammengestelltes Ganzes - vor allem im Sinne von Herrn Kienast, dem Herausgeber (und natürlich anderen mehr oder minder anonymen Interessengruppen, die bei dieser sozialen Aushandlung - der Zusammenstellung der Texte - mitbeteiligt waren).
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Lustig und lesenwert!, 15. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: I hate Berlin: Unsere überschätzte Hauptstadt (Gebundene Ausgabe)
Eine Sammlung von Beiträgen zu Berlin, nicht immer ganz ernst gemeint, aber immer treffend! Es geht den Autoren nicht um ein Hauptstadt-Bashing, sondern darum, zu zeigen, dass es auch anderswo in der Republik hübsche Plätzchen (damit meine ich keine Kekse, sondern Orte) gibt. Besonders gefallen hat mir, dass jeder Artikel einen ganz besonderen Blickwinkel auf die Merkwürdigkeiten Berlins aufmacht, manchmal schlicht Nonsens (das heißt, sehr lustig), manchmal durchaus einen zweiten Blick wert. Die Hauptstadt liebe ich dennoch, sehe aber die Provinz jetzt aus anderer Perspektive ;-)
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