Kunden diskutieren > Forum: Arcania: Gothic 4

Was haltet ihr von Arcania und den neuen Trend der sich in der Branche abzeichnet?


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1-23 von 23 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 11.10.2010 19:49:22 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 11.10.2010 19:50:37 GMT+02:00
孫鐵龍 meint:
Ich habe die Demo von Arcania gespielt. Außerdem habe ich mir einiege Tests angeschaut. Wustet ihr das einige Spielinhalte fehlen? Wie z. B ganze Städte, die zwar da sind, die man aber nicht betreten kann. Ganz zu schweigen vom unzumutbaren Ruckeln. Für mich ist Arcania ein liebloses Machwerk ganz auf Mainstream und Profit abgerichtet. So nach dem Motto "die Leute sind blöd genug uns diesen Schrott abzukaufen, da ja Gothic drauf steht". Allerdings war das abzusehen, wenn man sich den Trend der letzten Jahre Ansieht. Spiele werden immer mehr vereinfacht so das sie ja auch jeder feiste Dummdödel mit debilen Grinsen verstehen und genießen kann. Nur um ein paar Beispele zu nennen:

Morrowind, ein Spiel mit unglaublicher Atmosphäre und Umfang.
Was bekommen wir? Ein weichgespültes und steriles Oblivion.
Oder eben Gothic 1 und 2, was waren das noch für Zeiten. Was bekommen wir? Ein Bugfest mit Gothic 3 und dann diese entstellte Peinlichkeit die sich mit dem Namen Gothic schmückt. Oder Mass Effect 1, geistiger Nachfolger des hervorragenden Knights of the old Republic. Was bekomen wir? Eine kastrierte Ballerorgie mit Mass Effect 2.

Ich denke ihr merkt worauf ich hinaus will. Solche RPGs wie Morrowind, Gothic 2 oder Kotor 1 werden wir wahrscheinlich so schnell nicht wieder bekommen. Es sei denn es beginnt ein Umdenken in der Branche. Einziger Hoffnungsschimmer am Horizont sind Bethesda Softworks, die mit einem hervorragenden Fallout 3 gezeigt haben, dass es auch anders geht oder CD Projekt, die mit The Witcher ein wirklich Klasse Rollenspiel abgeliefert haben und die wahrscheinlich mit dem Nachfolger entgegen dem allgemeinem Trend wieder ein herforragendes Spiel abliefern werden.

Veröffentlicht am 11.10.2010 20:21:37 GMT+02:00
Trichter meint:
Ich habs einen Thread weiter schon gepostet:
Tja das passiert halt wenn man die Zielgruppe erweitern möchte und dafür alles rausnimmt was sich in irgendeiner Form vom Rest abhebt. Was übrig bleibt ist nur noch ein an allen Seiten beschnittener Mainstream-Rotz den dafür auch der größte rumlaufende Vollpfosten da draußen versteht und kaufen kann. Das ist ein besorgniserregender Trend und Gothic4 ist leider nicht das einzige Spiel welches davon infiziert ist.
Ich sag das ja nicht so gern aber das liegt meiner Meinung nach auch an der inzwischen immensen Verbreitung der Konsolen. Ich habe einfach zu oft gesehen wie ein Spiel dessen Vorgänger nur auf dem PC erschien für die Konsole kastriert und vereinfacht wurde so das sich dieser Gedanke leider aufdrängt.

Das nächste Spiel bei dem mir schon wieder Angst und Bammel wird ist Dragon Age 2. Bis jetzt hab ich nur gelesen was Bioware im zweiten Teil alles weglassen und vereinfachen will. Primäre Entwicklungsplattform sind diesmal die Konsolen. Schon wieder dieser Gedanke . . .

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.10.2010 20:49:34 GMT+02:00
孫鐵龍 meint:
Ja, Dragon Age wird wahrscheinlich auch diesen Weg gehen. Das konnte man schon aus etlichen Vorschauen entnehmen. Ich habe selbst spiele auch hin und wieder meine Spiele auf der Konsole und es schmerzt mich zuzugeben, dass die Konsolen an diesen Trend nicht ganz unschuldig sind obwohl es wie ja Fallout 3 bewiesen hat auch anders geht. Die größte Schuld jedoch liegt jedoch beim Käufer der ohne zu hinterfragen gleich jedes Spiel kauft, dass einen starken Markennamen vorweisen kann. Aber das wird nicht immer so laufen. Den Entwicklern und Publishern gibt der Erfolg nur recht, da all diese oben genanten Spiele einen starken Vorgänger vorweisen können, sonst hätte es bestimmt nicht einmal halb so viele Verkäufe gegeben. Irgendwann ist der gute Ruf zunichte gemacht. Nur schade ist es dann bei Entwicklern wie Bioware. Ist der gute Ruf zunichte sinken die Verkaufszahlen und EA spuckt das Unternehmen abgewirtschaftet und insolvent wieder aus. Auf die Art haben schon viele gute Entwickler das Zeitliche gesegnet.

Veröffentlicht am 11.10.2010 20:53:06 GMT+02:00
ChegueSalo meint:
Naja, man kann es positiv sehen. Denkt doch mal an das Addon von G3. DAS könnte ein Addon von Arcania schwer überbieten ;o)
Zynismus beiseite.
Auch bei G2 gab es ein Addon. Also spricht nix dagegen, daß sie vielleicht eins für Arcania machen wollen. Hab immer nur G2 DNDR gespielt, kann also net sagen wie gut das reine G2 war.
Witcher war wirklich ein gutes Spiel, allerdings war das Kampfsystem selbst auf SCHWER viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiel zu einfach. Warten wir mal wie witcher 2 wird.

Veröffentlicht am 11.10.2010 21:48:22 GMT+02:00
Triplekkk meint:
Das Problem der Branche ist folgendes: Die Branche ist in den 90ern unglaublich gewachsen. Der Trend setzte sich im neuen Jahrtausend fort. Jeder wollte ein Stück vom Kuchen. Jeder möchte mir "Komfortfunktionen", bessere Spieletechnik und eine größere Zielgruppe erreichen. Dazu kommt das immer weniger die Trennung zwischen Publisher und Entwickler gibt. Früher kamen die Entwickler mit Ideen zu den Publishern und man hat daran gearbeitet. Heute jedoch kommt der Publisher zum Entwickler (EA zu DICE, Activision-Blizzard zu Infinity Ward, JoWood zu Spellbound) und gibt denen vor, was man möchte. Und da das alles Wirtschaftsunternehmen sind gilt nur was sich gut verkauft auch wirklich als gut. Außerdem ist das entwickeln für die Konsole wesentlich einfacher als für den PC, denn man braucht keine Hardwareanforderungen, Installationen etc. zu beachten. Außerdem gibt es dort das Problem der Raubkopie nicht so sehr wie auf dem PC (momentan).
Für ein Wirtschaftsunternehmen ein Traum. Die Unternehmen haben auch kein Vertrauen mehr in die PC-Spieler und zwar ZU RECHT. Als letztes warnendes Beispiel gilt Demigod. Man liess extra den Kopierschutz weg und nach ein paar Tagen kamen auf etwa 10.000 Käufe 150.000 Spieler die im Netz rumliefen.Deshalb ist Kopierschutz so streng und man will verhindern, das die Spiele nach Gebrauch wieder verkauft werden.
Das Problem ist und bleibt aber der Verkauf. Man bringt die Spiele nicht mehr dann raus wenn sie fertig sind, sondern dann wenn der passende Zeitpunkt ist. D.h. wenn man möglichst alleine dasteht und nicht die Konkurrenz zu fürchten hat.
Bethesda hat mit Fallout eine Marktnische in die sich kein Entwickler reintraut denn das Szenario aus der Endzeit mit dem Rollenspielelement ist einem Kunden nur schwer zu vermitteln. Deshalb hat das klassische Rollenspiel ein paar eingängige Sachen: Mittelalter, Magie, dunkle Wesen (Orks, Dunkle Brut bzw. wie man sie auch immer nennt).....
Jetzt kommt die Frage, die sich der Entwickler stellen muss. Macht es Sinn das Prinzip beizubehalten oder nimmt man das Prinzip in die Hand und versucht etwas Neues. Das Problem ist das die Publisher meiner Meinung nach am falschen Punkt ansetzten. Nach dem G3-Debakel hat man den Entwickler "gefeuert" und hat versucht etwas Neues zu machen. Anstatt einfach die Fehler zu korrigieren die man beim letzten Teil gemacht hat man das Prinzip auf den Kopf gestellt. Ähnliches ist auch mit der C&C-Reihe passiert. Anstatt einfach die Fehler zu korrigieren hat man versucht sich neu zu erfinden. Den Erfolg sieht man ja.....Fakt ist solange etwas gut läuft wird der Publisher es nicht grundsätzlich verändern. Siehe Diablo, MW, Fable....Wenn es aber in die Hose geht versucht der Publisher die Marke zu retten und verändert viele Sachen.
Zum Thema Witcher 2 und Dragon Age 2: Witcher kann man nicht verändern, da man schlecht vom Buch abweichen und somit kann man im Grunde da eher beruhigt sein.
Dragon Age 2 ist ein typischer EA-Schnellschuss. Juhuu Nr.1 hat funktioniert und wir füttern die Community jetzt mit DLC bis wir den 2ten hinterherschieben können. Das muss aber bald geschehen, denn sonst geht uns die Community flöten.
Mut zum Risiko gehen heute kaum mehr Firmen ein, ausser die Kleinen, denn denen bleibt nichts anderes übrig um gegen die Großen ala EA, Activision-Blizzard, UbiSoft etc. zu bestehen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.10.2010 22:16:26 GMT+02:00
孫鐵龍 meint:
Super Antwort. Danke.

Veröffentlicht am 11.10.2010 23:12:39 GMT+02:00
Triplekkk meint:
Ach noch ein paar Anmerkungen zum Thema Mainstream: Der Mainstream wie ihn manche so betiteln gehört in der PC-Branche den großen drei plus ein paar Serien von kleineren Herstellern, aber im großen und Ganzen gehört er EA, Activision-Blizzard und Ubi Soft. Gerne erlätutere ich das an ein paar Beispielen:
Ego-Shooter (Primus ist sicherlich AB, aber EA bringt die mehrzahl der Top-Titel): Call of Duty (AB), Battlefield (EA), CS (EA), Crysis (EA), Medal of Honor (EA), Far Cry (Ubi) es gibt meiner Ansicht kein Spiel das bei diesen Erfolgen mithalten kann.
Third Person Spiel (egal ob Action oder eher Rollenspiel): Assassins Creed (Ubi), Prince of Persia (Ubi). Hier kommen die beiden großen Ausnahmen zum Einsatz: Mafia (2k) und GTA (2k)
Strategie: Anno (Ubi), Siedler (Ubi), C&C (EA), SC (AB), Sims (EA). Hier sind die Ausnahmen: Civilization (2k) und Total War (Sega)
Rollenspiel: WoW (AB), Dragon Age (EA), Mass Effect (EA), Diablo (AB). Ausnahmen: Gothic hierbei zählt jetzt auch Risen dazu (JoWood bzw. Koch Media)
Sport: Fifa (EA), NFS (EA), NHL (EA) etc. Ausnahmen sind hier häufiger: Rennspiele (Codemasters), PES (Konami)
Bitte um Verzeihung wenn ich was vergessen haben sollte.
Im Grunde verteilen sich die "Topverkaufszonen" auf die drei großen Firmen und es gibt nur einzelne Serien von kleineren Firmen die dort durchstechen können. Allerdings der Hauptprozentsatz des Marktanteils geht an die drei.

Veröffentlicht am 13.10.2010 23:39:30 GMT+02:00
H. Loof meint:
Moin, Leute bin neu hier und hab bisher alle Gothic Teile und Addons gespielt. Ich habe mir gleich am Erscheinungstag
Gothic 4 gekauft und finde es total schlecht. Begründung:

Positiv:
-relativ gute Grafik
-neues Kampfsystem
-alte Charaktere im Spiel eingebunden

negativ:
-keine Fraktionen
-es fühlt sich linear an keine frei begebare Welt wie in G3 wo mein (theoretisch) gleich nach Varant oder Nordmar gehen konnte
-keine gute Story
-zu kleine Welt
-(für mich wichtiger Punkt um zum Realismus beizutragen) man kann keine Leute umbringen die einen nicht angreifen
-neuer Held (nur bedingt negativ)
-keine schwerwiegenden Entscheidungen wie: Ich schließ mich denen an oder den anderen
-man lernt nicht mehr eine Fähigkeit indem man Punkte "kauft" sondern man bekommt sie einfach geschenkt z.B. gibt mir Diego im Knast einfachen einen Dietrich und ich kann Truhen öffnen

Mein Fazit ist das Gothic 4 ein schlechtes spiel ist das Spellbound und Jowood gründlich versaut haben, indem sie eine lineare Story ohne schwerwiegende Entscheidungen erschaffen haben.
Macht nicht den gleichen Fehler wie ich und kauft das Spiel überstürzt, überlegt euch gut od es knapp 40 Euro wert ist, ich finde nicht.
Ich werde das Spiel noch weiter Spielen und mal sehen ob sich an meiner Meinung noch was ändert.

Ich würde außerdem gerne eure Meinung wissen, es wäre sehr nett wenn ihr diese hinzufügen würdet.

mfg Dominic

Veröffentlicht am 14.10.2010 17:46:26 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 14.10.2010 17:56:09 GMT+02:00
Andreas S. meint:
ad Tiplekkk

also bei Rollenspielen bin ich anderer Meinung.

Erstens sollte man m. M. Rollenspiele mit asiatischem Einfluss miteinbeziehen. Ein Final Fantasy verkauft sich automatisch millionenfach.

Zweitens hat ein Diablo so viel mit Rollenspiel zu tun wie ein Ferrari mit Mittelklassewagen. Passt nicht zusammen. Mass Effect 2 als Rollenspiel zu bezeichnen, ist, sage ich mal, mutig. Bioware: "Wir haben die Rollenspielelemente im zweiten Teil auf ein Minimum reduziert, weil ..." und so weiter. Man sieht worauf ich hinaus will.

Drittens sollte man sich mal die VÖs der letzten Zeit ansehen. WoW ist schön und gut, aber kein RPG sondern MMO und schon fünf Jahre alt (nein, sogar sechs).
Da kann ich auch gleich die ganzen Titel von Bioware anführen, als sie vor fünf bis zehn Jahren noch nicht bei EA unter Vertrag waren. Jade Empire, NWN, NWN 2, KOTOR, nix mit großem Publisher.

Ja, Gothic ist eine Ausnahme. Aber auch The Witcher, Drakensang, Star Ocean, Valkyrie Profile, Persona, Tales of, Alpha Protocol, Divinity 2, bei Shootern Bioshock, Half Life, Gears of War, Resistance, Killzone. Bei Rennspielen GTR, Forza, Gran Turismo, GRID/DIRT und mehr.

Wenn man Diablo als Rollenspiel ansieht, kann man auch gleich Fable, Fallout, Elder Scrolls, Dungeon Siege, Sacred, Deus Ex usw. als Rollenspiel anführen. Da gibts eine Menge.

So schlimm ist es (noch) nicht. Ich würd mir nicht zu viele Sorgen machen. Wenn die Entwickler irgendwann keine guten Spiele mehr machen wollen, kann man auch nix machen.

Oh sorry, sehe ich gerade, dass du nur den PC meinst. Da sieht die Sache natürlich anders aus.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.10.2010 18:13:17 GMT+02:00
孫鐵龍 meint:
Danke für deine Antwort. Aber in einem Punkt hast du Unrecht. Wir könne schön was dagegen unternhemen wenn die Entwickler keine guten Spiele mehr machen wollen. Wir dürfen sie einfach nicht mehr kaufen.

Veröffentlicht am 14.10.2010 18:29:24 GMT+02:00
Daniel Krug meint:
@Don Bilbo
Dass ist leichter gesagt als getan vor allem weil man vorher nicht weiß wie das Endprodukt ist. Ich z.b. bestelle äußerst selten Computerspiele bereits vor Erscheinen da dass mir zu kritisch ist. Aber bei Gothic 3 hab ich es gemacht da die Vorgänger super waren und ich nicht davon ausgegangen bin dass Gothic 3 so bugverseucht wird und einiges an Qualität einbüßt. Trotzdem hab ich Risen vorbestellt da ich mir relativ sicher war dass PB ihre quasi letzte Chance zur Rufrettung nutzen würden. Sie haben sich schlicht und einfach übernommen bei Gothic 3. (dass heißt nicht dass in dem Spiel nicht gute Ideen steckten). Aber trotzdem war ich natürlich bei Gothic Arcania nicht mehr bereit vorzubestellen was zum einen an Entwicklerwechsel und zum anderen an meinen zu alten PC liegt. Aber andere dachten wahrscheinlich genauso wie ich damals bei Risen. Und solche Fälle gibt es zuhauf. Erst wenn das Spiel wirklich sagen wir zweimal hintereinander schlecht ist wird auch der letzte aufwachen und abwarten. Aber bis die Leute aufwachen und wird das Spiel noch so sehr am ersten Tag zerissen sind doch schon hunderttausende verkauft ohne dass die Leute wissen worauf sie sich da eigentlich einlassen...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.10.2010 18:38:56 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 14.10.2010 18:39:27 GMT+02:00
孫鐵龍 meint:
Auf worldofgothic.de haben sie gesagt, dass bereits 25000 Exemplare aktiviert sind und etwa 300 000 Exemplare als erstes Kontingent für den Einzelhandel bereitgestellt wurden. Ich hoffe, auch wenn das jetzt hart klingt von diesen 25000 mindestens 15 % Raubkopien sind und das die restlichen Exemplare im Laden versauern. Wenn Gothic 4 als Beispiel in der Branche Schule machen würde, können wir uns ausrechenen, dass wir uns bald ein neues Hobby suchen müssen.

Veröffentlicht am 14.10.2010 23:43:32 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 14.10.2010 23:47:59 GMT+02:00
Andreas S. meint:
Jo, entweder ein anderes Hobby oder die Klassiker nochmal durchzocken.

Jedenfalls ist beides ziemlich pessimistisch. Ich meine, selbst jetzt, wo die Produktionskosten im Vergleich zu früher in die Höhe geschossen sind, gibt es dank Internet kleine Entwickler, die ihre Spiele als Download anbieten können und so kein großes Risiko eingehen müssen. So lange es Leute wie Tim Schafer, Peter Molyneux, Ray Mazuka (ich glaub so heißt der Typ von Bioware), Inafune, Blijinski, CD-Projekt, Kojima, Piranha Bytes, Dan Houser, den Bioshock-"Erfinder", usw. gibt, brauchen wir uns keine Sorgen machen.

Ich finde ehrlich gesagt nicht alle drei schlecht. EA hat sich gebessert, Ubi eher verschlechtert (Prince of Casual, Far Cry 2, Splinter Action und natürlich Internet-DRM, dafür haben sie allerdings Assassins Creed und Ghost Recon haben sie zumindest NOCH nicht versaut) und v. Activision hab ich praktisch nix gekauft, also uninteressant. Das einzige das interessant sein könnte ist Diablo 3.

Veröffentlicht am 15.10.2010 10:54:41 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 15.10.2010 21:22:23 GMT+02:00
P.A. meint:
Habe Arcania zwar nicht gespielt, sehe den "Vercasualisierungs-Trend" aber auch mit Sorge. Ich meine es ist ok, dass es auch mal ein paar einsteigerfreundliche, seichte Games gibt, mit denen auch meine Mutter noch zurande kommt, aber man kann halt nicht immer nur Weißbrot essen.

Hinter dem Trend stehen natürlich wirtschaftliche Interessen. Spiele werden ja heute nicht mehr von Spieldesignern entwickelt, die auch einen gewissen künstlerischen Ehrgeiz haben, sondern von Betriebswirten in Auftrag gegeben, die Gewinne erzielen wollen, wie weiter oben schon gesagt. Vermutlich ist das bei den Produktionskosten der meisten modernen Spiele leider auch gar nicht anders machbar.

Aus den gleichen Erwägungen werden die Kunden dann auch mit Accountbindung, DRMs und DLCs geschröpft, bis der letzte Penny gemolken wurde, aber das ist ein anderes Thema. Ich sehe an mir selbst, dass ich immer weniger neue Spiele kaufe (mit "neu" meine ich jünger als 2006, weil direkt zum Neupreis kaufe ich eh nichts), weil es kaum noch was gibt, was nicht - in oft besserer Form - schon dagewesen wäre.

Ich fürchte die Spielebranche hat ihren kreativen Zenit in den späten 90ern und frühen 2000ern erreicht und heute bereits überschritten. Was bleibt dem Computerspieler? Die wenigen Perlen sorgfältiger herauspicken und halt die Klassiker pflegen. Hat zumindest den Vorteil, dass man seinen Rechner nicht mehr so oft aufrüsten muss :)

Veröffentlicht am 15.10.2010 15:39:11 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 15.10.2010 15:47:39 GMT+02:00
Grail meint:
@Don Bilbo
Das ist einer der besten Beiträge die ich je gelesen habe.
Ich dachte schon ich bin der einzige der das komisch findet.
Und ja, diese negative Entwicklung hat mit dem Konsolen-Boom schlagartig zugenommen, wie ein anderer User hier bemerkte.
Schade das die heutige Jugend mit solchen seichten Games aufwächst und das dadurch normal findet.

Einzig wo ich nicht zustimme sind "The Witcher" und "Kotor1". Die beiden Games sind zwar auch gut, aber besonders in der Welt und dem Handeln sehr eingeschränkt und hauptsächlich auf die Handlung und Skill fokusiert.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.10.2010 18:34:31 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 15.10.2010 18:34:52 GMT+02:00
孫鐵龍 meint:
Schon, aber dafür wissen beide mit anspruchsvoller Handlung bestens zu unterhalten.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.10.2010 19:37:25 GMT+02:00
shar meint:
Servus.

Sehe es im Grunde genau so, wie die meisten hier.
Wurde auch bereits viel dazu geschrieben, wie z.B. den sehr guten Beitrag von P.A., wie ich finde.

Früher hat man sich, wie ich finde, noch richtig Mühe gegeben, gute schöne und ausgeklügelte RPGs zu schaffen - mit Freuden Gedenke ich so z.B. immer wieder an eine, meiner Meinung nach unerreichte RPG-Perle Planescape Torment

Dies war noch richtiges RPG mit Spaß, fesselnde Unterhaltung und Hirn, auch wenn ihm die gänzliche Freiheit, wie im sehr guten Gothic fehlte.
Mir erscheint es, daß es mittlerweile keine/kaum mehr Leute gibt, die auch Spaß daran haben und mit Ehrgeiz ein klasse RPG erschaffen wollen, sondern es einfach nur noch darum geht, möglichst viel Geld bei möglichst wenig Aufwand zu machen.
Ich finde, früher wurden die Spiele, so blöd es klingen mag, noch mit liebe daran gemacht.
Es gibt natürlich auch jetzt immer wieder mal die einen oder anderen schön und detaillierten Spiele, leider scheint sich kaum jemand dafür zu interessieren und so verschwinden sie langsam wieder in der Versenkung.

Grüßle ~Shar~

Veröffentlicht am 16.10.2010 03:27:20 GMT+02:00
Torsten Bilau meint:
Sehr gute Beiträge von Euch allen, steckt viel Wahrheit drinn !
Ich kann jetz nicht anders als auch nochmal eins Meiner absoluten Lieblingsspiele zu erwähnen System Shock 2
Meilenstein von 1999 Looking Glass / Electronic Arts, wohl einer der besten Bösewichter überhaupt an Bord ;)
Gewagt und Atmosphärisch unglaublich wäre auch 2010 Remedy / Microsoft Alan Wake (uncut)
Leider bisher X-Box 360 exklusiv...
Torment (Planescape) war 1999 von Black Isle Studios / Interplay

Veröffentlicht am 16.10.2010 19:07:44 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 16.10.2010 19:10:22 GMT+02:00
Metalizer meint:
Ja immer solche Sache mit dem eingebauten Weichzeichner. Früher gab es auch genug RPG Schrott und nochmehr durchschnittliche Titel. Die wirklich großen RPGs wie Baldurs Gate, Morrowind, Gothic 2, Neverwinter Nights 2, usw. liegen auch mehrere Jahre auseinander und erschienen nicht in kurzer Zeit. Dazwischen gab es eine unmenge durchschnittlicher Titel, an die sich nur keiner mehr erinnert. Wie z.B. The Fall, Arcanum oder auch Pool of Radiance.
Ist heute auch nicht anders, nach dem genialen Fallout 3, gab es ein Dragon Age und schon nächste Woche können wir auf Fallout New Vegas gespannt sein und auch Two Worlds2 soll nicht so schlecht sein. Man muss aber akzeptieren, dass auch die Action Rollenspiele insbesondere auf Konsolen sehr beliebt sind. Tja und Gothic ist irgendwo zwischen klassischen RPG und Action RPG gelandet, was wirklich ehr unglückich ist für diesen Namen, aber alleine wegen den oben genannten Titeln sehe ich nicht den Untergang des klassischen RPGs kommen. Wer weis vielleicht wird ja Gothic 5 wieder ein Überspiel und ein klassisches RPG...

Veröffentlicht am 16.10.2010 23:25:57 GMT+02:00
Torsten Bilau meint:
*Grummel* Arcanum zwischen The Fall und Pool of Radiance ? ARGH ! Nimm das da mal Büdde raus Metaliz ;)

Veröffentlicht am 16.10.2010 23:33:54 GMT+02:00
Metalizer meint:
Hahaha, ok hast recht, Arcanum war garnicht so schlecht, wenn auch kein Tophit. Ersetzen wir es durch Icewind Dale 1+2. Ein mieser Baldurs Gate Klone, der ausser Kämpfen kaum was geboten hat.

Veröffentlicht am 16.10.2010 23:34:36 GMT+02:00
Torsten Bilau meint:
/hug Metalizer ;)

Veröffentlicht am 17.10.2010 01:31:44 GMT+02:00
P.A. meint:
Icewind Dale 2 war immerhin ziemlich selbstironisch.

Hier gehts aber auch nicht darum ob Spiele gut oder schlecht sind (Schrott gabs schon immer) sondern darum ob sie anspruchsvoll sind oder für den Mainstream weichgespült. Und da sehe ich auf jeden Fall einen Trend. Man will den sogenannten Gelegenheitsspieler erreichen, also den dessen Erfahrungen sich auf die Sims und Wii Golf beschränken und dem auf keinen Fall zu viel zumuten. Schön und gut, aber das funktioniert eben nicht bei jedem Spielprinzip so ohne weiteres. Da bleibt viel auf der Strecke.
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