Der italienische Germanist Claudio Magris ist einer der brillantesten Köpfe der italienischen Literaturwissenschaft. In seinem Buch "Der Habsburger Mythos in der österreichischen Literatur", das nun seine 3. Auflage erfährt, beschäftigt er sich mit den bedeutendsten deutschsprachigen Autoren, die die k.u.k. Monarchie noch persönlich erlebt haben. Für die Neuauflage des Buches von Magris in deutscher Übersetzung - das zuletzt 1988 im Salzburger Otto-Müller-Verlag erschienen war - gebührt dem Wiener Verlag Zsolnay höchstes Lob. Denn das Werk gehört in jede seriöse literaturwissenschaftliche Sammlung. Vielleicht kann sich Zsolnay ja noch entschließen auch Magris' Buch "Lontano di dovè" (dt. Europaverlag "Weit von wo", 1974) neu aufzulegen, das selbst in renommierten Fachbibliotheken kaum noch aufzutreiben ist.