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In guten und in schlechten Tagen. Mein Leben - eine Liebesgeschichte
 
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In guten und in schlechten Tagen. Mein Leben - eine Liebesgeschichte [Gebundene Ausgabe]

Susanne Juhnke , Beate Wedekind
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Droemer/Knaur; Auflage: 2. Aufl. (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426273055
  • ISBN-13: 978-3426273050
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 15 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 475.909 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Aus der Amazon.de-Redaktion

"Lieber Gott, halt die Welt an, ich will aussteigen", fleht Susanne Juhnke nach dem x-ten Alkoholexzess ihres Mannes. Doch weder für sie, noch für den berühmten Entertainer gibt es ein Entrinnen. In guten und in schlechten Tagen, in Zusammenarbeit mit Beate Wedekind entstanden, schildert auf eindringliche Weise ihr Leben an der Seite von Harald Juhnke.

Das erste Kapitel zeigt eine unbeschwerte Jugend im Berlin der 60er-Jahre. Der attraktiven Halbchinesin steht die Welt offen. Aus aufgeschlossenem intellektuellen Elternhaus, umschwärmt von reichen Freunden, genießt die aufstrebende Schauspielerin ihr Leben. Dann begegnet ihr Harald Juhnke. Ein ebenso liebevoller wie leidvoller gemeinsamer Lebensweg beginnt. Sie gibt ihren Beruf auf, kümmert sich um Mann und Sohn. Sylt-Urlaub, ausgelassene Premierenfeiern -- alles perfekt.

Aber Juhnkes Alkoholkrankheit bestimmt zunehmend den Alltag. Karriere, Familienglück, Gesundheit, das ganze Leben setzt er aufs Spiel -- und verliert. Für die Presse sind seine Eskapaden im Vollrausch ein gefundenes Fressen. Frau und Sohn zermürben sie. Und doch: Susanne liebt Harald, kann und will ihn nicht ändern. Zu ehrlichen Gesprächen über die Krankheit sind die Eheleute nicht fähig.

Juhnkes Arbeit, sein Erfolg, der sich trotz aller Negativschlagzeilen immer wieder einstellt, haben stets Vorrang, fachen die Hoffnung auf Besserung immer wieder an. Bis auf einmal alles zu spät ist. Vom umjubelten Star bleibt ein durch den übermäßigen Alkoholkonsum geistig unheilbar verwirrter Ehemann, der morgens im Badezimmer steht und sein Spiegelbild rasieren will.

Susanne Juhnkes Tagebucheinträge im letzten Kapitel zeigen eine Ehefrau voller Selbstzweifel, hin- und her-gerissen von Liebe und Unfähigkeit, sich und ihrem Mann zu helfen. Keine schillernde Biografie, sondern eine erschütternde Wegbeschreibung zweier Menschen, die sich verloren haben. --Anne Hauschild

Kurzbeschreibung

Geboren wurde Susanne Juhnke als Tochter eines Chinesen und einer Deutschen in Berlin. 1970 stand sie am Anfang einer Schauspielerkarriere, spielte Kabarett mit den "Stachelschweinen", ging auf Theatertournee, die Welt stand ihr offen. Da begegnete sie Harald Juhnke. Er wurde der Mann ihres Lebens. Dreißig Jahre lang lebte sie an der Seite des alkoholkranken Schauspielers und Entertainers. Jetzt erzählt sie zum ersten Mal von den schönen und den schmerzhaften Seiten ihrer Ehe, spricht darüber, wie sie mit der Situation umgegangen ist, was es für sie bedeutet hat, einen dem Alkohol verfallenen Menschen zu lieben.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Leidensfähigkeit einer Co-Alkoholikerin, 27. März 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: In guten und in schlechten Tagen. Mein Leben - eine Liebesgeschichte (Gebundene Ausgabe)
Selbst seit meiner Kindheit immerwieder mit alkoholkranken Menschen konfrontiert worden, habe ich mir dieses Buch gekauft, obwohl Juhnke nicht ganz zu meiner Generation gehört.
Auch dieses Buch zeigt uns einmal mehr, wieviel Frauen ihren süchtigen Männern zuliebe hinnehmen, oder tun sie es doch eher für sich selbst, weil sie sich nur über ihre Männer identifizieren?
Mit "In guten und in schlechten Tagen" ist Frau Juhnke zusammen mit Beate Wedekind ein erschreckendes und zugleich berührendes Dokument dieser Problematik gelungen. Sie war eine Frau, die über einen Zeitraum von 30 Jahren relativ erfolgreich ignoriert hat, was allen anderen bewußt war. Am meisten schockiert hat mich ihre Unterwürfigkeit und die Selbstverständlichkeit mit der sie jeden "Ausrutscher" ihres Mannes einfach hingenommen hat.
Ein Buch das ich jedem Co-Alkoholiker empfehlen kann, aber auch für solche, die unbedingt vermeiden wollen, je einer zu werden.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein schönes und zugleich trauriges Buch, 1. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: In guten und in schlechten Tagen. Mein Leben - eine Liebesgeschichte (Gebundene Ausgabe)
Susanne Juhnke spricht in ihrem Buch ein Tabuthema an: Das Leben an der Seite eines alkoholkranken Mannes. Sie lässt uns teilhaben an den Höhen und Tiefen dieses Lebens, sowie aber auch ihrer eigenen Ohnmacht das Problem anzusprechen. Ich denke so schleichend beginnt das Alkoholproblem in vielen Familien, ob prominent oder nicht. Allen gleich ist wohl, das man es am Anfang verdrängt und verharmlost und leider erst aufwacht, wenn es zu spät ist. Respektvoll ohne jegliche Sensationshascherei schildert Frau Juhnke den Leidensweg ihres Mannes, ohne entwürdigende Details preiszugeben. Sie beschreibt aber nicht nur die traurigen Kapitel ihres Lebens, sondern auch die schönen Zeiten ihrer Liebe zu Harald und zeichnet uns ein tief menschliches Bild des berühmten Entertainers Harald Juhnke. Ein absolut empfehlenswertes Buch, das einen berührt!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Schlechte Tage und wie man sie vermehrt, 20. Juni 2010
Wer ist Susanne Juhnke? Warum könnte es interessant sein, ein Buch über ihr Leben zu lesen? Die Antworten scheinen klar: Diese Frau ist die Frau des Schauspielers Harald Juhnke. Doch das ist zu wenig. Man ist nicht "Frau Doktor", nur weil man mit einem Arzt verheiratet ist. Man ist immer selbst.

Und steht man im Schatten des Partners, so steht man dort in eigner Person, in eigener verschatteter Herrlichkeit, in eigener Verantwortung.

So stand Autorin Juhnke nicht von ungefähr in Verdacht, das Schicksal ihres Gatten mit diesem Buch versilbern zu wollen. Denn keine Frage: Ohne Harald Juhnke und seinem spektakulären Niedergang als Mensch, Ehemann und Schauspieler, hätte auch ich mich für dieses Buch nicht interessiert.

Natürlich kann die Leidensgeschichte einer Frau, die an der Seite eines Säufers lebt, durchaus von Interesse sein, weil die Säufer in dieser Gesellschaft zahlreich sind und ihre Partner in der Regel ihre ersten Opfer. Alkohol, als dominierendes Zellgift zerstört nicht nur Körper und Gehirn, sondern in erster Linie Ehen, Familien und Freundschaften. Das muss man wissen, will man von Frau Juhnkes Buch beeindruckt sein. Denn diese klare Einordnung fehlt in der Lektüre völlig. Die Autorin hat es in guter Gesellschaft mit Co-Autorin Beate Wedekind unterlassen, die Warnhinweise dort anzubringen, wo sie hingehören: Auf die Flaschen. Und diese findet man bekanntlich nicht nur im Spirituosenregal, sondern eben auch im Ehebett, in den Redaktionsstuben der Medien und unter den Buchautoren beiderlei Geschlechts.

So unterscheidet Frau Juhnke im Buch offensichtlich zwischen Champagner und Alkohol und bekundet damit, dass sie in dreißigjähriger Ehe mit einem Alkoholiker wenig verstanden hatte. Etwas anders behauptet sie in ihrem Buch aber auch nicht: Sie ist Opfer und sie bleibt das kafkaeske Opfer neben einem Mann, der zweifelsfrei ein begnadeter Schauspieler war. Aber ein Mensch ist mehr als Schauspieler und Säufer. Eine Frau ist mehr als Ehefrau und Opfer. Das Buch sagt darüber nichts.

Etwa ein Fünftel des Buches erzählt, wer Susanne Juhnke gewesen sein wollte. Es wäre vermessen, im Rückblick darüber zu spekulieren, was aus der jungen Schauspielerin Susanne geworden wäre, hätte sie ihrer großen Liebe in dem Augenblick in den Hintern getreten, als ihr Harald volltrunken zum Rendezvous erschien und ohnmächtig ins Bett fiel. Als gesichert kann jedoch angenommen werden, dass Trinker dann Konsequenzen aus ihrer Sucht ziehen, erreichen sie ihren ganz persönlichen Tiefpunkt. Wo dieser liegt, bleibt so individuell wie die jeweiligen Charakteren. Die Pillen der Ärzte, das Mitleid der Angehörigen oder die Liebe der Ehepartner verhindert jedenfalls diesen Wendepunkt, der die Grundlage jeder erfolgreichen Therapie sein muss.

Susanne Juhnke nährt sich in ihrem Buch noch nicht einmal am Rande dieser tausendfachen Erfahrung trockener Alkoholiker und ihren Angehörigen. Im Gegenteil: Jeder z. B. arbeits- und mittellose Trinker im Berliner Stadtteil Wedding scheint sicher dem Untergang geweiht, folgt man der Diktion dieses "Leid"-Fadens. Um mit dem Schicksal des Alkoholismus einigermaßen zurechtzukommen bedarf es nämlich, folgt man der Lektüre, einer professionaler Koryphäe nach der anderen. Und wie die "Menschheit" erleben durfte und Frau Juhnke erfahren musste, hinderte es ihren (und unseren) Harald nicht daran, seinen Verstand völlig zu versaufen.

Ein ähnlich nutzloser Weg geht die Autorin, will sie einmal entspannen und auf andere Gedanken kommen. Sie fliegt nach New York, Paris oder nach Sylt, als würde sie mit diesen geographischen Veränderungen ihr intellektuelles Unvermögen nicht mitnehmen müssen.

Intellektuelles Unvermögen, Reflektionsmangel und analytische Unfähigkeit sind dann auch eine gute Voraussetzung für diejenigen Leser, die einfach mal so mit Frau Juhnke mitleiden wollen. Dass die Autorin gelitten hat, steht außer Zweifel. Warum ihr nichts anderes übrig blieb, als nur zu hoffen, sich nur zu täuschen und nur zu leiden, erkennt sie nicht. Der Schlüssel befände sich auf den ersten achtzig Seiten ihres Buches, an den Stellen, als Frau ihr Sein gegen die Rolle als Ehefrau eintauschte.

Und da man Ursache und Wirkung verwechselt, das Wort Ambivalenz ein Fremdwort bleibt, beschreibt das Buch ein Leben an der Seite des legendären Froschkönigs. Küssen hilft nicht! Der Frosch wird vom Lastwagen überfahren und man macht "lastwatscht" an seiner Seite und fährt auch der Laster vor und zurück, vor und zurück, vor und zurück - 420 Seiten lang.

Ein trauriges Buch und dies in jeder Einzelheit.

Frau Juhnke geht zur Entspannung auf den Opernball und wundert sich, dass die Presse daraus eine schmierige Geschichte macht. Frau Juhnke liebt Kleidung von Chanel und merkt nicht, dass diese Klamotten ein nicht erwähnenswerter Nebeneffekt der erfolgreichen Geschäftstätigkeit ihres Mannes sind. Dass sie nicht müde wird, derartige Banalitäten zu betonen, beweist tragisch, dass sie ein einfaches Gemüt ist.

So geht es den unbedarften Lesern. Man will ihnen glauben machen, dass ein gerütteltes Maß Schuld am Leid von Familie Juhnke die schmierige Presse war. Dabei hatte man sich dieser professionell bedient, ging es darum, sich die Kleider von Chanel, die Frisur von Udo Walz und die Reisen mit dem Privatjet zu finanzieren.

Schauspieler quatschen in der Regel auf Anweisung Dritter die Texte von anderen. Das ist eine Kunst. Ob man im Arbeiterviertel Wedding oder im Berliner Stadtteil Grunewald wohnt ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass der Horizont für Frösche der Brunnenrand ist. So gesehen, hat es die Autorin nicht geschafft, ihren Horizont zu erweitern. Und dabei erübrigt sich die Frage, wer Frau Juhnke ist. Leider!

Das Buch ist eine Anleitung für alle, die süchtig danach sind, die Anzahl ihrer schlechten Tage zu vermehren. Und wohlgemerkt, als Schicksalsroman lesenswert.
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