Was ich gesucht habe war ein Ernährungsplan mit leichten, natürlichen Mahlzeiten. Einfach mal wieder neue Ideen, neue Rezepte.
Was man hier findet:
Lightprodukte, jeden Tag Tier und künstliche Lebensmittel... nun, meins ist das nicht.
Zugegeben, ich bin Vegetarierin. Und sicherlich ernte ich jetzt wieder von irgendjemandem den Kommentar "Dass du Vegetarierin bist, da kann auch keiner was dafür". Nein. Kann auch nicht. Hab ich auch nie behauptet. Ich hab das Buch auch nicht in der Erwartung gekauft, dass es keine Fleischrezepte enthält, aber ich dachte, ich kann mich schon damit arrangieren, koche dann eben öfter mal das gleiche...
Aber jeden Tag Fleisch, Wurst oder Fisch, manchmal auch 2x täglich, das entspricht einfach überhaupt nicht den Empfehlungen. Empfehlung ist 2-3 x pro Woche Tier. Von daher bin ich überrascht, dass so etwas als gesund und ausgewogen angepriesen wird.
Weiter: Fettarmer Käse ist für mich keine Alternative, denn dort müssen Zusatzstoffe reingemischt werden, damit er die nötige Konsistenz enthält. Von so etwas halte ich generell nichts. Lieber natürliche Produkte und dafür weniger.
Im 2. Teil, in dem man lernen soll, sein Gewicht zu halten, ist der Schlüssel des Erfolgs, Lightprodukte zu kaufen...
Also alles in allem keine sehr natürliche Diät und auch nicht sehr gesund.
Was für mich allerdings ein negativer Punkt ist, ist für andere evtl. ein Pluspunkt: Verwendung von Fertigsalatsaucen, Fertigmüsli und Tüten-Kartoffelbrei. Ich möchte so etwas nicht essen, aber andere werden begeistert sein, weil der Zeitaufwand damit gering ist.
Jedem, der Fertiggerichte und künstliche Lebensmittel (dazu zähle ich fettarmen Käse auch) in Frage stellt, rate ich von dieser Diät ab. Ich bin überzeugt davon, dass man mit ganz natürlicher Ernährung durchaus abnehmen kann und man sich mit diesen Industrieprodukten nur den Körper durcheinander bringt wenn nicht sogar kaputt macht.
Die Autoren schreiben zudem, dass die Menschen z.B. in USA tendenziell weniger Fett essen als noch vor einigen Jahren, trotzdem aber zunehmen. Dies liege, so Dr. Ellrott, daran, dass sie sich immer weniger bewegen. Ist das tatsächlich so, dass sich Menschen in den letzten 10 Jahren NOCH WENIGER bewegen? Da sich die Arbeitsbedingungen doch für die meisten Menschen in den letzten Jahren kaum verändert haben dürften -die meisten haben schon sehr lange eine sitzende Tätigkeit - PKW, Waschmaschinen etc. keine neuen Erfindungen sind, frage ich mich, ob dies wirklich sein kann. Oder, ob eben die vielgepriesenen Light-Produkte doch nicht funktionieren. (was ja auch keine neue Entdeckung von mir ist). Denn in USA gibt es jedes Produkt mit "x % weniger Fett". Übergewichtig sind die Menschen trotzdem.
Aus meiner Sicht: nicht empfehlenswert.