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Da grunzte das Schwein, die Englein sangen. Die Andere Bibliothek - Erfolgsausgabe
 
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Da grunzte das Schwein, die Englein sangen. Die Andere Bibliothek - Erfolgsausgabe [Gebundene Ausgabe]

Wilhelm Busch , Robert Gernhardt
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 381 Seiten
  • Verlag: Eichborn (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821844981
  • ISBN-13: 978-3821844985
  • Größe und/oder Gewicht: 22,1 x 12,9 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.185.198 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 17.06.2000
Wilhelm Busch einmal als Klassiker, der jedoch von Robert Gernhardt nicht auf das Besinnliche, Erbauliche und Heitere" zurecht gestutzt wurde, schreibt Lutz Hagestedt über den Band "Da grunzte das Schwein, die Englein sangen". Vielmehr entfalten die Geschichten von Max und Moritz über die frommen Helene bis zum Affen Fipps hier ihre barbarische, grausame Seite ungeschönt. Auch die CD-Auswahl "Ein Dreifach-Tusch für Wilhelm Busch", die auf das gelesene Wort samt musikalischer Begleitung – durch Frank Wolff am Cello – vertrauen muss, hat dem Rezensenten gut gefallen. Lobend erwähnt werden Nachwort und Gespräch mit Gernhardt, der hier "eindrucksvoll vorführt", wie Busch "mit seinen komischen Mitteln praktisch die gesamte moderne Malerei vorweggenommen hat". Tatsächlich?

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

"Vom Leben geglüht, mit Fleiß gehämmert und nicht unzweckmäßig zusammengesetzt": so bezeichnete Busch seine Bildergeschichten. Man kann es auch, wie Robert Gernhardt, anders ausdrücken: Geschmacklos, kaltblütig, ohne Mitgefühl und Hintersinn hat Busch, dieser Klassiker anderer Art, "niedergemacht, was den Zeitgenossen heilig war: die Ehe, die Kirche, den Sinn des Lebens, die Erziehung, den gepflegten Suff und die holde Kunst."
Aber der Kunst entgeht man nicht so leicht. Heute erscheint uns der Meister als unfreiwilliger Prophet, von dessen Erfindungen bis heute der Comic zehrt, als bedenkenloser Vorläufer der Amerikaner von Chaplin bis zu den Marx Brothers und als ironischer Pionier der sogenannten Avantgarde. "Er ist auch ein äußerst erfindungsreicher Regisseur", sagt Gernhardt ihm nach. "In seinen Bildfolgen gibt es Schwenks, Schnitte, den Wechsel von der Totalen zur Großaufnahme - filmische Techniken also, bevor es den Film gab."
Robert Gernhardt hält sich an ein ganz elementares Auswahlprinzip: Er zeigt uns, wo Busch "die komische Sau rausläßt", und nimmt ihn vor allen feinsinnigen Auslegern, an denen es nie gefehlt hat, in Schutz.
Die Ausgabe greift auf frühe Vorlagen zurück, die den Strich des Meisters ohne Verfälschungen zeigen.
Wilhelm Busch (1832 - 1908)
, der geniale Maler-Dichter, der in Mechtshausen bei Seesen ein zurückgezogenes Dasein führte, hat sich in seinem Werk den Unzulänglichkeiten des Lebens verschrieben. Trotz seiner kleinbürgerlichen Welt um die Mitte des 19. Jahrhunderts ist Busch kein gemütvoller Erzähler: dazu sind seine Geschichten zu doppelbödig, ist sein Humor allzusehr Galgenhumor.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Der Sinn des Ganzen erschließt sich nicht gänzlich.

Geht es wirklich nur darum, eine unstrukturiert erscheinende Auswahl der Wilhelm-Busch'schen Gesamtausgabe, verschiedene seiner gereimten Geschichten samt der dazugehörigen Illustrationen in einem buchherstellerischen Kunstwerk herauszugeben? Wenn ja, dann ist das auf jeden Fall gelungen. In ihrer Aufmachung ist die vorliegende Ausgabe eine wirklich schöne, wertvoll auftretende Erscheinung. Max und Moritz vollführen ihre letzten Streiche und erleben ihr unrühmliches Ende auf holz- und säurefreiem LuxoSatin. Die fromme Helene erscheint auf 115 g/m² Halbmatt: ein Genuss für die Finger beim Blättern. Und der heilige Antonius von Padua? Ein zartes Lesebändchen in rot berührt seinen Heiligenschein. Und all das in eintönig gekleckster Konfettistruktur im Schnitt. "Da grunzte das Schwein, die Englein sangen." Buchgestaltung auf hohem künstlerischen Niveau: Die Andere Bibliothek, 1985 erfunden und sogenannt weil anders.

Auftritt: Robert Gernhardt, der inzwischen verstorbene neue Frankfurter Schüler aus dem estländischen Tallin. Ihm erlaubte der andere Bibliothekar Hans Magnus Enzensberger, Dichter, Denker und Publizist aus dem bayerischen Schwabenland stammend, seine - Gernhards - liebsten Busch-Episoden zusammenzustellen und auszuwählen. Und so erlebt der geneigte Leser schon zum Einstieg ein "Trauriges Ende des Laubfroschs".

"Diogenes und die bösen Buben von Korinth" erdulden ein rollendes Abenteuer, in dem die Buben, wie kann es anders sein, ein Ende in bester Max-und-Moritz-Manier - "Die bösen Buben von Korinth / sind platt gewalzt, wie Kuchen sind" - erleben. Und Robert Gernhardt? Appetit machen will er: nicht unbedingt auf Korinther Buben-Kuchen. Eher schon auf den Eispeter, oder auf Fipps den Affen, oder auf Balduin Bählamm, den verhinderten Dichter.

Oder Kuno Klecksel, Maler, zunächst noch Lehrling - "Der Kunstbetrieb hat seine Plagen. / Viel Töpfe muss der Kuno tragen."

In seinen Bemerkungen zu Busch ließ Gernhardt nochmals "die Sau raus" (so seine Selbsteinschätzung). Und man erfährt, dass es vornehmlich eine einzige Sache war, die Robert Gernhardt, welcher ja selbst lustige, großteils auch gute Gedichte schrieb (und leider manchmal meinte, sie auch illustrieren zu müssen), bei Busch suchte - und wohl auch fand: "richtige Komik. / Komik, die sich weniger über den Kopf als über den Bauch vermittelt." Mit anderen Worten: ein kurz oberhalb der Gürtellinie Gelächter erzeugendes Verhalten, zum Wohlgefühl der Busch- und Gernhardt-Leser sowie der gesamten restlichen Menschheit, die ebenfalls Wilhelm Busch gern hat. Das ist komisch. Oder?

Man liest, dass sich in Buschs Werk z.B. "mehr Nasenverletzungen als in der restlichen deutschen - europäischen? - Literatur zusammengerechnet" finden lassen.

Drei Dichter in einem herrlich ausgestatteten Buch. Wilhelm Busch, der die Werke zur Verfügung stellt. Robert Gernhardt, der sie auswählte und seine Gedanken verbreitet. Und Hans Magnus Enzensberger, der auch noch seinen Namen mit draufsetzte. Und der Leser nimmt das Kunstwerk zu Hand, legt "sich zur Ruh. / Die Hand der Gattin deckt ihn zu." Komisch? Oder?
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
absolut betrachtet ist dieses buch leider etwas kostspielig relativ gesehen ist es sehr guenstig es war sehr kurzweilig zu lesen und machte apetit auf mehr. spass machen auch die vielen aufwenigen grafiken. von der machart her betrachtet ist es sicher nicht als kinderbuch zu werten. also sehr empfehlens wert troz des preises
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Das umfangreiche Werk des vielseitigen Künstlers Wilhelm Busch bedarf auch bei der Vielzahl seiner Bildergeschichten einer Auswahl. Der satirische Autor und Zeichner Robert Gernhardt stellt seine persönliche "Auslese" vor, die sowohl Busch-Einsteiger als auch Kenner anregt sich (wieder) an den Bildern und Texten des Vaters des Comics zu vergnügen. In einem dem Band nachgestellten Essay begründet Gernhardt seine Auswahl und drückt Bewunderung für sein Vorbild aus, dem er mehr und mehr Respekt zollt. Die außergewöhnliche Ausstattung (Druck, Satz und Papier) des in der Reihe "Die Andere Bibliothek" des Eichborn Verlages erschienenen Buches machen es zu einer bibliophilen Kostbarkeit. (Daniela Böhme, IIK e.V. Berlin)
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