Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Science Fiction Klassiker der Extraklasse, 7. Mai 2001
Von Ein Kunde
In der letzten großen und entscheidenden Schlacht im amerikanischen Bürgerkrieg , versetzen die Südstaaten, unter dem Befehl von General Lee, dem Norden den endgültigen Todesstoß. Die Schlacht um Gettysburg entscheiden die Konförderierten für sich und gedemütigt ziehen sich die Unionstruppen zurück. Ein anderes Amerika entsteht und wird zur Heimat des jungen Hodge Backmaker. Mit 17 Jahren verläßt er seinen Heimatort in der Provinz und geht nach New York, um dort mehr über die Geschichte seines Landes zu erfahren und zu lernen. In seinen Adern fließt das Blut eines Historikers und Dank seiner autodidaktischen Fähigkeiten, lernt er sehr schnell und nutzt jede Gelegenheit sein Wissen zu erweitern. Das Leben im verarmten Norden ist nicht einfach. Hohe Reparationszahlungen an die reichen Großgrundbesitzer des Südens treiben den Norden unweigerlich in den Ruin. Die meisten Menschen begeben sich in eine Kontraktknechtschaft, eine moderne Form der Sklaverei. Andere resignieren und investieren in die Lotterie, in der Hoffnung auf den Hauptgewinn. Hodge Backmaker aber geht einen ganz anderen Weg. Er findet eine Anstellung in einem bescheidenen Buchladen. Im Laufe der Jahre eignet er sich, mit der ihm zur Verfügung stehenden Literatur, ein enormes Wissen an. Unfreiwillig gerät er dabei in die politischen Machenschaften einer Untergrundbewegung, welche sich „Die Große Armee" nennt. Schnell begreift er, daß seine liberale Einstellung, nicht überall auf Verständnis stößt. Selbst seine erste große Liebe scheitert auf Grund seiner freundschaftlichen Beziehung zu einem Farbigen. Nach einigen Jahren verläßt Hodge Backmaker schließlich den Ort seiner ersten Studien. Ein Team, bestehend aus exzellenten und ebenso exzentrischen Wissenschaftlern, wird auf ihn aufmerksam und ist begeistert von seinen Fähigkeiten als Historiker. Er reist zu ihrem Institut und wird Mitglied einer obskuren Gesellschaft, deren Mitglieder sich von der Außenwelt völlig zurückgezogen haben. Hodge verliebt sich in eine begnadete Wissenschaftlerin und wird in den nun folgenden Jahren Zeuge eines unglaublichen Projektes. Der Entwicklung einer Zeitmaschine. Der Traum eines jeden Historikers scheint für ihn in Erfüllung zu gehen. Als Augenzeuge über die vergangene Geschichte zu schreiben, dabei historische Personen zu belauschen und das alles aus der Perspektive eines späteren Zeitalters. Schließlich reist er zurück ins Jahr 1863, versteckt sich in der Nacht zum 4.Juli in der Nähe von Gettysburg, um als stiller Beobachter, der alles entscheidenden Schlacht beizuwohnen. Ein Spähtrupp der Konförderierten entdeckt ihn. Das hat fatale Folgen....Ward Moore, 1903 in New Jersey geboren, beschäftigte sich eigentlich nur am Rande mit Science Fiktion. Um so faszinierender ist die Tatsache, daß er diese Geschichte schon 1953 unter dem Originaltitel "Bring the Jubilee" veröffentlicht hat. Wer weiß, vielleicht inspirierte ihn auch ein Klassiker wie, „Die Zeitmaschine", von H.G.Wells. Mit seiner Erzählung gelingt es dem Autor zudem, ein bemerkenswertes Beispiel, der sogenannten Parallel- oder Alternativweltromane zu schaffen. Ward Moore stirbt 1978 und hinterläßt mit „Der Große Süden" einen der bedeutendsten Klassiker der amerikanischen Science Fiktion. Der Roman besticht durch seine überaus gelungenen und auf hohen Niveau stattfindenden Dialoge. Die Personen wirken glaubhaft und dadurch sehr lebendig. Das Lesen wird zum Vergnügen und man möchte das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Ein düsteres Bild über ein fiktives Amerika, wie es hätte sein können, wäre der Süden tatsächlich als Sieger aus dem Sezessionskrieg hervorgegangen. Fazit: Ein überaus unterhaltsamer und anspruchsvoller Roman, dem die so oft gestellte Frage "Was wäre wenn...??", zu Grunde liegt. Auch die Entwicklung Europas wäre sicherlich anders verlaufen, würde es die Vereinigten Staaten wie wir sie heute kennen, in dieser Form nicht geben. Der Roman wirft am Ende Fragen auf, die Raum für unendlich viele Spekulationen eröffnen und den Leser noch lange beschäftigen werden. Wären Zeitreisen ein Segen oder der Untergang für die Menschheit? Ward Moore kann mit seinem Buch diese Frage nicht beantworten, jedoch gelingt es ihm, den Leser in eine phantastische Welt zu entführen und außerdem einem philosophischen Anspruch gerecht zu werden. Ein großartiger Roman, der auch 48 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung, nichts von seiner Faszination eingebüßt hat.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
der klassischer Alternativwelt-Roman - auch nach 40 Jahren, 22. Oktober 2005
Vor 20 Jahren hab ich Moore's Roman zum ersten Mal gelesen - damals noch als Heyne-Taschenbuch in der SF-Reihe. Und schon damals hat mir Hodge Backmaker unendlich leid getan, als er in die Scheune zurückkehrte und feststellen mußte, daß durch seine Unachtsamkeit eine Rückkehr in die Gegenwart nicht mehr möglich ist, weil diese nicht mehr existiert. Klar ist der Roman auf die amerikanische Geschichte fixiert, schließlich sieht er seinen Wendepunkt unmittelbar dort in der Schlacht um Gettysburgh. Aber dafür hat er auch sein Flair, daß mich damals wie heute in seinen Bann gezogen hat. Die Geschichte eines Farmerjungen, der es zuhause nicht mehr aushält und in die große Welt zieht, kommt ohne Höhepunkte und ohne viel Spannung aus und wird dennoch nicht langweilig. Meinen Mit-Rezensenten mit den jeweils 2 Punkten nur eins: Das Buch braucht den Vergleich mit Vaterland etc. nicht zu scheuen, weil es viel, viel älter ist. Und muß eine gute Geschichte unbedingt auch spannend sein, gehts nicht auch ohne? Reicht es nicht, wenn es eine gute Geschichte ist?
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2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Keine Spannung!, 27. April 2005
Von Ein Kunde
1953 erschienen, hat das Buch schon einige Jahre auf dem Buckel, was man dem Stil auch sehr genau anmerkt, der doch etwas behäbig und langsam daherkommt. Was die Geschichte an sich angeht, zeigt sie für mich doch erhebliche Schwächen oder ist es Arroganz, da der Autor offensichtlich der Ansicht ist, dass es ohne Alexander Graham Bell nie das Telefon gegeben hätte oder das Flugzeug einzig und allein von den Gebrüdern Wright entwickelt worden ist. Man kann sagen das dies im Ermessen des Autors liegt, aber ich für meinen Teil halte diese Ansicht doch wieder für sehr amerikanisch-patriotisch. Ein Umstand der auch in der Zeit liegen mag, als das Buch geschrieben wurde. Aber auch abgesehen von diesen Einwänden meinerseits plätschert die Geschichte mühselig dahin ohne jemals einen erkennbaren Spannungsbogen aufzubauen. In Mann geht als 17 Jähriger von Zuhause fort um Historiker zu werden. Nicht gerade die Rahmenhandlung um wirklich eine Alternativwelt zu durchleuchten und sie wirklich entstehen zu lassen. Die Zeitreise die auf dem Buchrücken so aufregend dargestellt wird, als würde sie der Kern der Handlung sein entpuppt sich als deren Abschluß, dem von 20 Kapiteln gerade einmal 3 gewidmet werden und die auch alles andere als spannend sind. Von daher kann man diese Buch nur Lesern empfehlen die die Literatur der 50er lieben oder Bücher ohne Spannung.
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