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Der grosse Süden. Roman
 
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Der grosse Süden. Roman [Gebundene Ausgabe]

Ward Moore , Wolfgang Jeschke , Walter Brumm
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 285 Seiten
  • Verlag: Heyne; Auflage: 2. (März 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453179498
  • ISBN-13: 978-3453179493
  • Größe und/oder Gewicht: 17,4 x 12 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 220.264 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Es ist das Amerika der 30er-Jahre, doch nichts ist so, wie es sein sollte. Der Norden der USA ist ein rückständiges, verarmtes Land, und die Welt kennt weder Elektrizität noch Automobile -- stattdessen rumpeln dampfbetriebene Vehikel über die schlechten Straßen und man reist in Ballons durch die Lüfte. Tonangebend sind die Konföderierten Staaten und die Deutsche Union. Was ist nur geschehen?

Die Geschichte ist hinsichtlich einer winzigen Kleinigkeit anders verlaufen: Nicht die Nord- sondern die Südstaaten haben die Schlacht von Gettysburg und damit den amerikanischen Bürgerkrieg gewonnen -- mit weitreichenden Auswirkungen. Diese prägen auch das Leben des jungen Hodge Backmaker, der eines Tages aus der ärmlichen Enge seiner ländlichen Heimat ausbricht und sich auf den Weg nach New York macht. Sein Traum ist es, zu studieren und Historiker zu werden. Als ihm das nach vielen Umwegen auch gelingt, wird sein Spezialgebiet die Schlacht um Gettysburg.

Die Geschichte von Hodge Backmaker nagt nicht nur am Verstand, sie geht auch zu Herzen. Mit großer Kenntnis der amerikanischen Geschichte und mit viel Liebe zum Detail wird eine Vergangenheit heraufbeschworen, die so echt wirkt, dass sie geradezu nostalgische Gefühle im Leser weckt. Durch die Handlung trägt der äußerst liebenswerte Protagonist, der mit fast traumwandlerischer Sicherheit dem großen Finale entgegenstolpert.

Doch Der große Süden ist noch viel mehr als eine spannende und vergnügliche Geschichte. Im Original erstmals 1953 erschienen, gehört der Roman zu den ganz großen Klassikern unter den Alternativwelt- und Zeitreise-Romanen -- vergleichbar vielleicht noch mit Das Orakel vom Berge von Philip K. Dick. Es ist ein Spiel mit einer verkehrten Wirklichkeit, mit dem "was-wäre-wenn". Wer daran Spaß hat, sollte sich den endlich wieder lieferbaren Klassiker nicht entgehen lassen, ebenso wenig wie die Kurzgeschichtensammlungen Wenn Napoleon bei Waterloo gewonnen hätte oder Alexanders langes Leben, Stalins früher Tod. --Birgit Will


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
In der letzten großen und entscheidenden Schlacht im amerikanischen Bürgerkrieg , versetzen die Südstaaten, unter dem Befehl von General Lee, dem Norden den endgültigen Todesstoß. Die Schlacht um Gettysburg entscheiden die Konförderierten für sich und gedemütigt ziehen sich die Unionstruppen zurück. Ein anderes Amerika entsteht und wird zur Heimat des jungen Hodge Backmaker. Mit 17 Jahren verläßt er seinen Heimatort in der Provinz und geht nach New York, um dort mehr über die Geschichte seines Landes zu erfahren und zu lernen. In seinen Adern fließt das Blut eines Historikers und Dank seiner autodidaktischen Fähigkeiten, lernt er sehr schnell und nutzt jede Gelegenheit sein Wissen zu erweitern. Das Leben im verarmten Norden ist nicht einfach. Hohe Reparationszahlungen an die reichen Großgrundbesitzer des Südens treiben den Norden unweigerlich in den Ruin. Die meisten Menschen begeben sich in eine Kontraktknechtschaft, eine moderne Form der Sklaverei. Andere resignieren und investieren in die Lotterie, in der Hoffnung auf den Hauptgewinn. Hodge Backmaker aber geht einen ganz anderen Weg. Er findet eine Anstellung in einem bescheidenen Buchladen. Im Laufe der Jahre eignet er sich, mit der ihm zur Verfügung stehenden Literatur, ein enormes Wissen an. Unfreiwillig gerät er dabei in die politischen Machenschaften einer Untergrundbewegung, welche sich „Die Große Armee" nennt. Schnell begreift er, daß seine liberale Einstellung, nicht überall auf Verständnis stößt. Selbst seine erste große Liebe scheitert auf Grund seiner freundschaftlichen Beziehung zu einem Farbigen. Nach einigen Jahren verläßt Hodge Backmaker schließlich den Ort seiner ersten Studien. Ein Team, bestehend aus exzellenten und ebenso exzentrischen Wissenschaftlern, wird auf ihn aufmerksam und ist begeistert von seinen Fähigkeiten als Historiker. Er reist zu ihrem Institut und wird Mitglied einer obskuren Gesellschaft, deren Mitglieder sich von der Außenwelt völlig zurückgezogen haben. Hodge verliebt sich in eine begnadete Wissenschaftlerin und wird in den nun folgenden Jahren Zeuge eines unglaublichen Projektes. Der Entwicklung einer Zeitmaschine. Der Traum eines jeden Historikers scheint für ihn in Erfüllung zu gehen. Als Augenzeuge über die vergangene Geschichte zu schreiben, dabei historische Personen zu belauschen und das alles aus der Perspektive eines späteren Zeitalters. Schließlich reist er zurück ins Jahr 1863, versteckt sich in der Nacht zum 4.Juli in der Nähe von Gettysburg, um als stiller Beobachter, der alles entscheidenden Schlacht beizuwohnen. Ein Spähtrupp der Konförderierten entdeckt ihn. Das hat fatale Folgen....

Ward Moore, 1903 in New Jersey geboren, beschäftigte sich eigentlich nur am Rande mit Science Fiktion. Um so faszinierender ist die Tatsache, daß er diese Geschichte schon 1953 unter dem Originaltitel "Bring the Jubilee" veröffentlicht hat. Wer weiß, vielleicht inspirierte ihn auch ein Klassiker wie, „Die Zeitmaschine", von H.G.Wells. Mit seiner Erzählung gelingt es dem Autor zudem, ein bemerkenswertes Beispiel, der sogenannten Parallel- oder Alternativweltromane zu schaffen. Ward Moore stirbt 1978 und hinterläßt mit „Der Große Süden" einen der bedeutendsten Klassiker der amerikanischen Science Fiktion.

Der Roman besticht durch seine überaus gelungenen und auf hohen Niveau stattfindenden Dialoge. Die Personen wirken glaubhaft und dadurch sehr lebendig. Das Lesen wird zum Vergnügen und man möchte das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Ein düsteres Bild über ein fiktives Amerika, wie es hätte sein können, wäre der Süden tatsächlich als Sieger aus dem Sezessionskrieg hervorgegangen.

Fazit: Ein überaus unterhaltsamer und anspruchsvoller Roman, dem die so oft gestellte Frage "Was wäre wenn...??", zu Grunde liegt. Auch die Entwicklung Europas wäre sicherlich anders verlaufen, würde es die Vereinigten Staaten wie wir sie heute kennen, in dieser Form nicht geben. Der Roman wirft am Ende Fragen auf, die Raum für unendlich viele Spekulationen eröffnen und den Leser noch lange beschäftigen werden. Wären Zeitreisen ein Segen oder der Untergang für die Menschheit? Ward Moore kann mit seinem Buch diese Frage nicht beantworten, jedoch gelingt es ihm, den Leser in eine phantastische Welt zu entführen und außerdem einem philosophischen Anspruch gerecht zu werden. Ein großartiger Roman, der auch 48 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung, nichts von seiner Faszination eingebüßt hat.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Vor 20 Jahren hab ich Moore's Roman zum ersten Mal gelesen - damals noch als Heyne-Taschenbuch in der SF-Reihe. Und schon damals hat mir Hodge Backmaker unendlich leid getan, als er in die Scheune zurückkehrte und feststellen mußte, daß durch seine Unachtsamkeit eine Rückkehr in die Gegenwart nicht mehr möglich ist, weil diese nicht mehr existiert.

Klar ist der Roman auf die amerikanische Geschichte fixiert, schließlich sieht er seinen Wendepunkt unmittelbar dort in der Schlacht um Gettysburgh. Aber dafür hat er auch sein Flair, daß mich damals wie heute in seinen Bann gezogen hat. Die Geschichte eines Farmerjungen, der es zuhause nicht mehr aushält und in die große Welt zieht, kommt ohne Höhepunkte und ohne viel Spannung aus und wird dennoch nicht langweilig.

Meinen Mit-Rezensenten mit den jeweils 2 Punkten nur eins: Das Buch braucht den Vergleich mit Vaterland etc. nicht zu scheuen, weil es viel, viel älter ist. Und muß eine gute Geschichte unbedingt auch spannend sein, gehts nicht auch ohne? Reicht es nicht, wenn es eine gute Geschichte ist?

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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
zu leicht gemacht ... 28. Februar 2010
Format:Gebundene Ausgabe
"Was wäre wenn - Romane" gibts ja mehrere - vorrangig würde ich Philip K. Dicks "Das Orakel vom Berge" hier nennen, in dem die Achsenmächte WK II gewannen und die USA in 2 Zonen geteilt wird, den japanisch besetzen Westen und den Deutschen Osten. Und Dick gelang da zweiflelos ein Meisterwerk in diesem Genre.
Ward Moore nahm für seinen Alternativwelt Roman ein für US Amis sehr grosses historisches Ereignis: Den Sezessionskrieg!
Die Idee ist natürlich spitze. Die Südstaaten gewinnen den Amerkanischen Bürgerkrieg.
Doch die Umsetzung aus den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts betrachte ich leider als mangelhaft.
Zu einfach macht es sich der Autor mit dieser Alternativen Welt - die USA ist technisch zurückgeblieben. Ich denke nicht dass man Politwissenschaftler sein muss um einen Alternativweltroman zu schreiben, es dürfte auch reichen wenn ein wenig Interesse an historischen Entwicklungen besteht. (Ich täusche mich hier unter Umständen und unterstelle Moore hier keine Ahnung gehabt zu haben - doch entsteht dieser Eindruck bei mir).
Bei Moore vermisst man die glaubwürdige Darstellung einer Entwicklung der USA - hätte der Süden gewonnen, schon im Ansatz.
Schade - ansonsten ist die Geschichte nicht schlecht geschrieben - die Handlung spielt vor diesm fantastischen Hintergrund und ist nicht so schlecht, man hat leider andere Erwartungen bei solch einem Klappentext - trotzdem ist es keine Schaden für Genre Fans auf diesen Klassiker der SF hinzugreifen.
Die Idee 5 Sterne - die Umsetzung 3 - ergibt: 4 Sterne
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