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Moviemans Kommentar zur DVD: Vorlage ist recht gut, nur hin und wieder fällt ein vermehrtes Aufkommen von Dropouts auf. Ansonsten sieht der Transfer jedoch gut aus. Der Kontrast ist recht ausgewogen und kann auch in den Nachtszenen an Bord des Schiffes punkten. Etwas störend ist der hohe Rauschwert, der fast durchgängig auffällig ist und die Hintergründe richtig zum Leben erweckt, wenn man das Grieseln betrachtet (00:22:52). Die Farben sind schön und kräftig, allerdings ist eine Übersättigung mit Hang zum Rotstich festzustellen (00:20:03). Die Schärfe ist gut, die Kanten sind jedoch etwas zu stark konturiert. Gelegentlich fällt ein Helligkeitsflackern auf (00:49:47). Die englische Tonspur ist Dank Stereo etwas kräftiger und dynamischer, was vor allem bei den Musiknummern auffällt. Störungen oder Geräusche im Hintergrund fallen nicht auf. Die deutsche monaurale Spur ist da schon schwächer. Eine echte Dynamik kommt nicht auf und die Dialoge sind etwas verzerrt. Angesichts des Alters befindet man sich hier aber noch im grünen Bereich. Das Bonusmaterial ist umfangreich ausgefallen. Es gibt eine etwa 25-minütige Dokumentation, die sich sowohl mit der Entstehung des Films als auch dem Skandal einer außerehelichen Affäre hinter den Kulissen beschäftigt. Die Movietone News sind nicht besonders aufregend. Es gibt mehr oder minder umfangreiche Portraits von Deborah Kerr, Cary Grant, Leo McCarey und Jerry Wald. Schön ist hierbei, dass Wald und McCarey mehr Platz eingeräumt wird. Die Featurettes zu den Darstellern beschäftigen sich mit deren Privatleben, während die beiden anderen als Überblick über die Karriere der Filmemacher funktionieren. --movieman.de
Auf einer Kreuzfahrt treffen sich Nicky Ferrante (Cary Grant) und Terry McKay (hinreißend: Deborah Kerr) das erste Mal - er ist ein bekannter Frauenheld und steht kurz vor der Heirat, sie ist ebenfalls gebunden und begegnet seinen Avancen zunächst mit schlagfertigem Witz und Charme. Dann besuchen sie gemeinsam seine Großmutter Janou - und dort wird ihre Liebe lebendig und geweckt durch den Zauber der Situation. Doch sie wollen sich prüfen - sechs Monate lang will Nicky beweisen, dass er für sie beide den Lebensunterhalt verdienen kann, sechs Monate wollen sie ihre Liebe auf die Probe stellen. Die Vereinigung, mit der beide fest rechnen, soll ein Treffen auf dem Empire State Building bringen. Nicky wird da sein, aber Terry nicht...
Wodurch unterscheidet sich „An Affair To Remember" von den vielen anderen Romanzen auf der Leinwand, von Gable und Leigh, Bogart und Bergman, di Caprio und Winslet? Ich glaube, der deutsche Titel erfasst das ganz gut: „Die große Liebe meines Lebens" ist schlicht, zart und ganz einfach: romantisch. Sie bildet das Selbstverständlichste und Schönste ab, ohne es zu zerstören („Gone With The Wind"), zum bloßen Symbol werden zu lassen („Casablanca") oder durch Schmerz und Leid in Ewigkeit zu mystifizieren („Titanic"). „An Affair To Remember" holt den Himmel ganz einfach auf die Erde und lässt ihn dort. Aber es ist auch das ganz Einfache, was den Film so wunderschön macht: die Leichtigkeit und Verspieltheit, mit der die Liebe einzieht, die stumme Szene in der Kapelle, die Blicke beim Klavierspiel Janous, die wunderbare Musik überhaupt, die Verhaltenheit und Würde, mit der die Zeit der Trennung dargestellt wird, der Moment der Erkenntnis für Nicky. Und das alles getragen von einer seltsam verzauberten Stimmung, die sich dem Warten auf Erlösung immer bewusst ist und doch schon die Liebe feiert. Das klingt schön? So schön ist der Film auch!
Ein paar Dinge möchte ich noch zur DVD sagen: Bild und Ton sind so, wie ich persönlich es mag: Sie lassen Alter und Geschichte des Films zu ihrem Recht kommen. Die Schärfen sind herausgearbeitet, aber trotzdem verlieren Bild und Ton nichts von ihrem sympathischen Charme der Jahre, was leider manchmal durch eine übertriebene Reinigung verursacht wird. Enttäuschend ist allerdings die „Sonderausstattung", die ihrem Namen nicht die entsprechende Ehre macht: Eine Fotogalerie und vier Trailer sind einfach nicht genug, um diesen Film zu würdigen. So viele DVD-Präsentationen älterer Filme bestechen durch kurze, liebevoll zusammengestellte Dokumentationen. Und es hätte sich sicher jemand gefunden, der zur Entstehung, zur Rezeptionsgeschichte und zu den Darstellern von „An Affair To Remember" etwas zu sagen gehabt hätte. Schade. Und trotzdem: Anschauen - und verlieben.
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