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5.0 von 5 Sternen
Eindrucksvoll und spannend, 17. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Der große Schweiger (DVD)
Ich habe den "großen Schweiger" als Kind im Fernsehen gesehen und mir fast in die Hose gemacht vor Spannung. Natürlich ist der Film im Zeitalter der computeranimierten Actionfilme nicht mehr up to date. Dennoch ist er sehenswert. Die Schauspieler liefern eine überzeugende Leistung ab. Allen voran natürlich der große Gregory Peck, der mit minimalen Mitteln äußerst glaubhaft rüberkommt.
Die Story ist, auch ohne ständig sichtbare Gemetzel bei denen das Blut spritzt, absolut spannend und man fiebert bis zum Schluss mit. In der Nebenrolle des Nick spielt übrigens ein blutjunger Robert Forster, der später mit "Jackie Brown" noch mal einen große Hit landete.
Alles in allem bis heute ein empfehlenswerter Film, auch deshalb, weil die Indianer darin nicht wie sonst oft in alten Western üblich bloß als doof und einfältig rüberkommen.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
sehr guter western auf guter dvd - mir hats gefallen - mehr von diesen alten western!!!, 20. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Der große Schweiger (DVD)
mein vorrezensent hat sehr ausführlich den film beschrieben - sehr gut wie ich finde, doch bin ich nicht ganz seiner meinung!!! ich finde den western sehr gut, gute dasteller, schöne und im gedächtnisbleibende landschaftsbilder - gute story, das ist das was ein western braucht - mehr nicht und das ist für mich der ausschlag dem werk in der dargegebenen version auf film und dvdveröffentlichung volle 5 sterne zu geben!!! ich bin froh, das es immer wieder studios gibt die western auflegen und dann noch in dieser guten qualität!!! die masse wird diese nicht kaufen aber der liebhaber und westernfan schon - so sollte man froh sein wenn sie erscheinen uncut und in dieser guten qualität!!! ich hoffe auf weitere perlen wie diesen!!! mfg ein westernliebhaber!!!
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10 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Der große Schweiger hatte mir nicht wirklich allzu viel zu sagen, 7. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Der große Schweiger (DVD)
Die Vorzeichen ließen eigentlich Gutes annehmen, denn Hauptdarsteller Gregory Peck, Regisseur Robert Mulligan und Produzent Alan J. Pakula hatten bereits im Jahre 1962 zusammengearbeitet und mit sehr großem Erfolg Harper Lees Roman "To Kill a Mockingbird" verfilmt. Indes erwiesen sich diese Vorzeichen als trügerisch, denn trotz aller günstigen Voraussetzungen bleibt "Der große Schweiger" (1968) - man verzeihe mir das Wortspiel - über weite Strecken nichtssagend.
Dabei ist die erste Hälfte des Filmes durchaus dazu geeignet, beim Zuschauer hohe Erwartungen zu wecken: Am Anfang steht eine Szenerie aus roten Felsen und Wüste, dazu fließt eine leicht melancholische, eingängige Melodie, und wir sehen den Armeescout Sam Varner (Gregory Peck), wie er die Posten eines Apachenlagers überlistet, damit die Soldaten die Indianer ohne Gegenwehr gefangennehmen können. Es handelt sich mithin um eine der unzähligen Operationen, mit denen die Indianer umgesiedelt, d.h. von ihrem Land vertrieben werden sollten. Inmitten der indianischen Frauen macht nun eine Mutter mit Kind auf sich aufmerksam, indem sie die Offiziere auf Englisch um Hilfe bittet; es stellt sich rasch heraus, dass es sich um Sarah Carver (Eva Marie Saint) handelt, die vor zehn Jahren von Apachen entführt wurde. Wie die anderen Frauen wird sie in ein Armeecamp gebracht, doch fürchtet sie, dass der Vater ihres Jungen, der Apache Salvaje, vor keinem Verbrechen zurückschrecken wird, um den Jungen in seine Hände zu bekommen. Sie erweicht mit ihrem fortwährenden Flehen schließlich das Herz Sam Varners, der gerade seinen Armeedienst quittiert hat und auf dem Weg nach Neu-Mexiko ist, um dort als Rancher ein weniger gefährliches Leben zu führen, und zusammen mit dem Scout verlassen Mutter und Sohn das Armeecamp. Schon bald wird klar, dass Salvaje ihnen auf den Fersen ist, denn all jene Unglücklichen, die Varner, Sarah und ihrem Sohn auf ihrer Reise begegnen, finden schnell ein blutiges Ende.
Wie gesagt, bis hierher hat der Film für mich alle Merkmale eines guten Westerns. Die Landschaft ist von atemberaubender Schönheit - für den, der nicht in ihr leben muss. Die Charaktere sind interessant und vielschichtig. Gregory Peck spielt den wortkargen und scheinbar so harten Varner überzeugend; eine der bewegendsten Szenen ist sicher die, in der Mutter und Sohn am einzigen Bahnsteig eines verlassenen Bahnhofs sitzen und, all ihre Papiere in einem Schuhkarton, auf den Zug warten, der sie in eine ungewisse Zukunft bringen soll, bis sich Varner schließlich ein Herz fasst und seine Schutzbefohlenen mit spröder Freundlichkeit dazu einlädt, bei ihm auf der Ranch zu leben - die von Varner gestellte Schlüsselfrage "Können Sie kochen?" dürfte heute sicher viel von ihrem Charme verloren haben, wenn sie denn je welchen hatte. Eva Marie Saint ist ebenfalls herausragend in der Rolle der Sarah Carver, die, innerlich leer und zerbrochen, alles Erdenkliche tut, um ihren Jungen vor ihrem ehemaligen Peiniger zu retten. Sehr rührend ist die Szene, wie Mutter und Sohn in einem Moment der Ausgelassenheit den Wald in der Nähe der Ranch erkunden.
Zudem verheißt die Geschichte Spannung: Von Salvaje sehen wir nichts bis auf die Leichen, die in seinem Kielwasser treiben. Kurz vor seinem Tod sagt eines seiner Opfer, ein Gastwirt, mit vor Entsetzen stockender Stimme: "Ich habe noch nie so etwas wie ihn gesehen." Durch Kunstgriffe dieser Art steigert sich die Erwartung bezüglich Salvajes beim Zuschauer ins Unerträgliche.
Nun folgt allerdings leider der zweite Teil, von dem man denken könnte, er sei das Produkt eines anderen Regisseurs: das Leben des Ranchers und seiner Schutzbefohlenen in Neu-Mexiko und das Duell mit Salvaje. Hier gibt es zwar auch noch einige herausragende Szenen, wie das gemeinsame Abendessen der drei, bei dem Varner sich unbeholfen bemüht, ein Gespräch in Gang zu setzen, aber insgesamt enttäuscht der zweite Teil, weil er eines nicht mehr hat, das einen guten Western auszeichnet: Spannung. Das Duell zwischen Varner und Salvaje zeichnet sich vor allem durch elend langes Aus-dem-Fenster-Gucken Varners oder Sarahs, wiederholtes Rein ins Haus und Raus aus demselben und Warten aus, was den Zuschauer nicht wirklich bei der Stange halten kann. Die größte Enttäuschung erwartet uns aber am Ende, als der gefürchtete Salvaje sich als ein etwas rundlicher, heruntergekommener Renegat entpuppt - das ist gerade so, als schaute man sich den Film "Der weiße Hai" an und statt eines blutrünstigen Meeresmonsters tauchte in der Mitte des Filmes auf einmal ein Hering mit aufgeklebter Rückenflosse und Blut im Mundwinkel auf.
Fazit: Selbst für Westernfans ist "Der große Schweiger" sicher kein Topfilm, sondern eher eine Pflichtübung, jedenfalls ab der zweiten Hälfte. Dennoch versteht es Mulligan, dem Zuschauer einige unvergessliche Bilder und einige interessante Charaktere zu bescheren.
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