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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
50 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Konzept Waldgarten?,
Von andreas "Andreas" (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Das große Handbuch Waldgarten (Taschenbuch)
Konzeptidee Waldgarten?Die Idee von Patrick Whitefield besteht im Grunde genommen darin, die drei Schichten des Gartens / Waldes, also die Baum-, Strauch-, und Gemüseschicht zusammen zulegen, anstatt diese getrennt zu kultivieren (wie in einem normalen Garten). Ausgangspunkt seiner Überlegungen sind dabei die schon "seit Jahrhunderten" in den Tropen bestehenden Waldgärten. Leider geht er auf diese Ursprünge nur anfangs in ein paar Sätzen ein und kommt nicht mehr darauf zurück. Auch das ein oder andere Bild dieser "reich vernetzten und ökonomisch rentablen Systeme" hätte ich begrüßt, da mir diese Systeme (als Garten) bis dato nicht bekannt waren. Dass es in den Tropen verschiedene Etagen gibt, hatte ich schon in der Grundschule gelernt. Whitfield möchte nun in seinem Buch erklären, wie man ähnliche Gärten auch in unseren Breiten aufbauen kann. Erwähnenswert ist an dieser Stelle zunächst sein Bild eines Waldes: "Bei dem Wort Wald stelle ich mir, und viele andere Briten, ein königliches Jagdgebiet oder eine riesige dunkle, monokulturelle Pflanzung vor". Er relativiert dies zwar gleich wieder indem er sagt das er eine "Waldlandschaft" nachbilden möchte, aber ich hatte ab hier den Eindruck, dass das beste und interessanteste an der Sache das Wort "Waldgarten" ist.. Natürlich hatte ich mir "meinen" Mischwald beim Kauf des Buches vorgestellt und wie man hier einzelne Punkte in die Gestaltung des Gartens einfließen lassen kann. Wie eingangs schon erwähnt, besteht seine Idee im Zusammenfügen der 3 Schichten - er erkennt jedoch gleichzeitig an, dass "viele Gärten ... dieselben Pflanzen wie ein Waldgarten haben, aber sie wachsen in verschiedenen Bereichen, Obstgarten, Beerenstrauchgarten, Gemüsebeet und Kräuterbeet". Bis dahin hatte ich noch an eine (neue) Idee geglaubt, aber das Bild bröckelte nun weiter beim immer flüchtigeren Lesen. Zwar ist das Buch in sich logisch aufgebaut und macht einen augenscheinlich guten Eindruck, aber die Idee bleibt diskussionswürdig. Hier zum besseren Bild das Inhaltsverzeichnis in groben Zügen: - Warum einen Waldgarten anlegen? - Die Waldgartengesellschaft - Das Zusammenfügen der einzelnen Teile - Die Wahl der Pflanzen: Bäume, Sträucher, Gemüsepflanzen - Der Entwurf eines Waldgartens Beim der Wahl der Bäume greift er hauptsächlich auf eine Gattung zurück, die weder ihren Ursprung in den Tropen, in England oder Mitteleuropa hat, nämlich dem bekannten ... Apfel. Auch die anderen Vorschläge (Birne, Pflaume, Kirsche etc.) kennt der Gartenfreund zur Genüge. Gleiches lässt sich für die Sträucher und Gemüse sagen. Der Pfirsich zählt übrigens schon zu den weniger gängigeren Arten. Wer sich ein wenig mit Wildobst auskennt, wird auch nichts Neues finden in diesem konzeptionellen Buch. Besondern schlecht schnitt das Buch im Kern ("Zusammenfügen der einzelnen Teile") ab. Deswegen, da er hier erkennen muss, das sich einige Schichten eben doch nicht zusammenstellen lassen. Wenn ich durch den Wald gehe, dann finde ich die Beeren immer noch am Rand und im Wald selber wachsen nur eine beschränkte Anzahl Pflanzen, die dort mit den Lichtverhältnissen auskommen können. Die vorgeschlagenen Beispiele überzeugen nicht, zumal der selbst sagt: Bitte beachten Sie: bei den folgenden Abbildungen handelt es sich um Entwurfskonzepte, nicht um genaue Pläne existierender Gärten". Jedenfalls sind die Vorschläge ganz normale Zeichnungen und erinnern nicht an einen Wald. Aber hier gibt es ja sowieso keinen gemeinsamen Nenner zwischen Autor selbst und dem Leser - ich finde jedenfalls nichts was mich (1) an die Tropen, (2), einen britischen Wald (den ich wiederum nicht persönlich kenne) oder (3) einen Mischwald erinnert. Wie gesagt, ganz normale Apfelbäume, Johannisbeeren und einen Salatkopf etwas näher zusammengerückt, so das sie sich gegenseitig schön das Licht nehmen' dann vielleicht doch lieber ab und zu mähen. Aufschlussreich ist auch die Zusammenfassung des Hauptteils - hier die Highlights (O-Ton): - der Entwurf eines Waldgartens ist eine Kunst, die nicht genau definiert werden kann. - eines Tages werden wir genug Wissen über Pflanzabstände, Schattenverträglichkeit ... gesammelt haben. Aber dieser Tag liegt noch in weiter Ferne - Während ich das hier schreibe, existiert nur ein ausgewachsener Waldgarten in GB, Robert Harts Waldgarten in Shropshire (auch von diesem Beispiel gibt es kein Grundriss...) Hier lässt er gewissermaßen die Katze aus dem Sack... "Ach so", denke ich an dieser Stelle, ist also gar nichts richtig ausprobiert, nur Gedankenspiele, Träumereien. Spätestens als er erwähnt (und zugibt) das man dann doch nicht alles so eng stellen darf, muss man Fragen über das Konzept stellen dürfen. Wir kommen den derzeitig gängigen Gartenbild wieder sehr nahe und sehen ein, das man sich bei dessen Entwicklung über die Jahrhunderte seine berechtigen Gedanken gemacht hat. Die Farbbilder in der Mitte, die wahrscheinlich der Grund für den hohen Buchpreis sind, zeigen keinen Waldgarten, sondern verwilderte Gärten und zum Teil halb angelegte Flächen in denen alles kreuz und quer steht. So habe ich noch nie einen Wald gesehen und man wünscht sich einen starken Rasenmäher und Häcksler! Alles in allem kann das Konzept "Waldgarten" nicht überzeugen (und nur um die Beurteilung dessen geh es ja), wirft zu viele Fragen auf und ist in sich zu widersprüchlich (zumal es sich ja auch nur um eine Idee handelt). Das Buch mag die Referenz auf dem Gebiet sein, aber das allein sagt überhaupt nichts über dessen Qualität aus. Die vorstellten Pflanzen haben (für mich) nichts Neues - Apfel, Birne, also bitte! Vielleicht wäre "Wildgarten" der bessere Titel, aber hier wird man sicher keinen "Wald" nachahmen können. Ich gebe 1 Punkt für dieses Buch ... sicherlich geschmeichelt und ich hätte gern noch weniger vergeben. Ich kann das Buch jedem empfehlen der einen etwas wilderen, romantischeren Garten haben möchte, jedoch bezüglich Pflanzen wirklich ein Neuling ist ... jeder andere kann das Geld lieb und gerne in Pflanzen investieren. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
50 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Erweiterung des gärtnerischen Horizonts,
Von
Rezension bezieht sich auf: Das große Handbuch Waldgarten (Taschenbuch)
Dieses Buch ist für all jene eine große Hilfe, welche einen Haus- oder Schrebergarten zu einem waldartigen Garten gestalten wollen. Der Gedanke ist überzeugend, die Ökologie wird erklärt, geeignete Pflanzen werden vorgestellt, es gibt viele gute Tipps die man auch in anderen Fällen nutzen kann.Hat man jedoch die Idee in einem Waldgelände einen Garten zu schaffen, ist man mit diesem Buch weniger gut bedient. Aber wer hat schon einen Wald? Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
40 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
unerreichtes Standardwerk,
Rezension bezieht sich auf: Das große Handbuch Waldgarten (Taschenbuch)
Waldgarten ist das zentrale Element der Permakultur in der gemäßigten Zone und der Permakultur der urbanisierten Länder mit den Wurzeln in tropischen Gärten Keralas, Chinas, Südamerikas und dem philosophischen Hintergrund Mollisons (und anderer).Dieses Buch ist gleichzeitig ein praxisbezogenes Lesebuch als Einführung und ein Nachschlagewerk. Es enthält eine Fülle von Informationen, die kohärent und übersichtlich aufbereitet sind. Sicherlich ist einiges nicht vollständig, zweifelhaft, verbesserungsfähig, trotzdem ist es für mich die ultimative Referenz. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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