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Der große Diktator
 
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Der große Diktator

 Freigegeben ab 6 Jahren   DVD
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
  • Studio: Süddeutsche Zeitung GmbH
  • Erscheinungstermin: 22. Dezember 2006
  • Produktionsjahr: 1999
  • Spieldauer: 122 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • ASIN: 3866153260
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 30.192 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Während die Truppen des Diktators Hynkel das Nachbarland Austerlich besetzen, gelingt es seinem Doppelgänger, dem jüdischen Friseur Charlie, aus dem Konzentrationslager zu fliehen. Den Wächtern, die ihn verfolgen, begegnet Hynkel, der anstelle Charlies festgenommen wird. Charlie wiederum wird mit dem Diktator verwechselt und gezwungen, anläßlich der Invasion eine Rede zu halten. Er nutzt die Gelegenheit dazu, einen flammenden Appell für Frieden, Freiheit und Gleichheit aller Menschen an die Welt zu richten.

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DER GROßE DIKTATOR

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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Der große Diktator, 23. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Der große Diktator (DVD)
Im September 1939, kurz nach dem Einfall der deutschen Wehrmacht in Polen, begann Chaplin endgültig mit den Dreharbeiten zu seinem Film über der Welt größten Diktator. Chaplin, im selben Jahr und Monat wie Hitler geboren, von ähnlicher Statur und mit demselben Bart ausgestattet, hatte sich bereits seit 1935 mit der Absicht getragen, einen Film über diesen Menschen zu machen, dem er mit Abscheu, zugleich aber auch mit Faszination begegnete: "Er ist der Wahnsinnige und ich bin der Komiker", sagte er über Hitler, "doch es hätte genauso gut umgekehrt werden können".

Chaplin spielt eine Doppelrolle. Er ist zum einen Adenoid Hynkel, der machtbesessene, verrückte Führer Tomatiens. Auf der anderen Seite spielt er einen bescheidenen jüdischen Frisör, der unter den Repressalien des Diktators zu leiden hat. Paulette Goddard, Chaplins damalige Ehefrau, ist in der Rolle seiner heimlichen Liebe zu sehen, der rundliche Komödiant Jack Oakie wiederum verkörpert den nicht minder verrückten Gegenpart Hitlers zu seiner Zeit, den italienischen Diktator Mussolini, der in Chaplins Film zu Benzino Napaloni mutiert, dem Diktator von Bacteria.

Die berühmteste Szene des Filmes ist jene unglaubliche Sequenz, in der Chaplin (in der Rolle des Diktators) mit einer aufblasbaren Weltkugel einen Liebestanz vollführt. Nie zuvor wurde Machtbesessenheit beeindruckender karikiert als in dieser Szene. Die Situationskomik ist schnell und scharf gespielt, für Chaplin war dies jedoch nicht genug. Statt mit Humor endet der Film mit einer sechsminütigen Rede des Frisörs, in der er die Menschheit zu Frieden aufruft und ihnen eine hoffnungsvolle Zukunft prophezeit, wenn sie einander nur mit Respekt und nicht mehr mit Krieg und Terror behandelten. Der große Diktator wurde zu Chaplins erfolgreichstem Film und zum letzten, in dem er in der Rolle des kleinen Tramps zu sehen war, gleichzeitig war es sein erster durchgängiger Tonfilm.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Demokratie Schtonk, Liberty Schtonk, Free Sprecken Schtonk - Das Dritte Reich als Parodie, 24. April 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der große Diktator (DVD)
Der Film ist natürlich ein Klassiker, einerseits unter allen Filmen Chaplins, andererseits in der Welt der parodierenden Filme, die das Dritte Reich zum Hauptopfer ihrer Possen nehmen. Viele Parallelen bezüglich des Dritten Reiches lassen sich hier vorfinden: Die Worte sind ähnlich, wie z.B. der Führer Adolf Hitler wird zu Anton Hynkel oder aber die Worte bleiben gleich, wie "Blitzkrieg" oder "Sauerkraut". Der Film wurde verschieden aufgefasst - in der amerikanischen Welt wurde Chaplin der Kriegshetze bezichtigt, andere wiederum empfanden den Film als den vielleicht wichtigsten Film aller Zeiten. Hitler hat "Der große Diktator" sogar persönlich zwei Mal angefordert, jedoch bleibt umstritten, ob er ihn wirklich gesehen hat oder nicht. Jede nazistische Gewohnheit wird im Film auf den Arm genommen, die Rassenproblematik bleibt jedoch bestehen und die Schere zwischen Juden und Ariern wird im Film auch behandelt und hierbei werden die Namen der beiden "Rassen" auch wörtlich übernommen. Die bekannteste Szene ist wohl die, als Hynkel vor den Mikros sich aufspielt und wie Hitler redet, indem er eine Mischung aus englischer und deutscher Sprache anwendet, die sich im Film als "Tomanisch" erweist. Die Mikros verbiegen sich bei Hynkels lauter Stimme, er gestikuliert übertrieben und schreit dementsprechend herum, gleichzeitig wendet er sich an Feldmarschall Hering (Bezug auf Hermann Göring) und Dr. Gorbitsch (Bezug auf Joseph Goebbels). In dieser Szene trägt er die berühmte Mütze, die das Doppelkreuzsymbol zeigt, das auch den Hintergrund bei seiner Rede ziert. Der berühmt berüchtigte Satz "Demokratie Schtonk, Liberty Schtonk, Free Sprecken Schtonk" kommt hierbei heraus, etwas, das bis heute Kult ist und 1992 als Vorlage für den satirischen Film "Schtonk!" diente, der die Hitler-Tagebuch-Affäre thematisiert.

Man kann also sagen, dass es eine gelungene Parodie ist, die, obwohl der Krieg ein Verbrechen war, zeigt, dass man trotzdem über die Lächerlichkeit der Person Adolf Hitler lachen kann. Charlie Chaplin ist für dies Rolle perfekt geschaffen mit seinem kleinen Adolfbärtchen und seinen großen Augen, nicht zuletzt aufgrund seines schauspielerischen Talents, er bleibt eine Legende.

Dieser Text wurde von einer 18-jährigen verfasst.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Neben "Moderne Zeiten" ein Glanzlicht in Chaplins außergewöhnlich erfolgreichen Karriere!, 1. Januar 2007
Von 
Michael Krautschneider "Filmfan & Musikliebhaber" (Scheiblingkirchen, Niederösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der große Diktator (DVD)
"Der große Diktator" wurde mit Sicherheit nicht rein zufällig als Nr. 100 in die Cinematek-Reihe aufgenommen.

Es gibt unzählige Gründe, diesen Film gesehen haben zu müssen, doch möchte ich mich hier nur auf einige wenige beschränken:

1. Chaplin, in der Doppelrolle (Jüdischer Friseur, Hitler-Pseudonym "Hynkell") überzeugt absolut (wie immer eigentlich).

2. Der Film entstand 1941, als das Hitler-Regime am Höhepunkt seiner Machtausbreitung stand.

Umso mutiger erscheinen da (äußerst) auffällige Ähnlichkeiten bei (absichtlich) abgeänderten Namen wie z. B. Hynkell (Hitler), Hering (Göring), Austerlich (Österreich),...

3. UNVERGESSLICH: Hynkell spielt sich mit einem (Luftballon-)Globus, als er sich alleine im Arbeitszimmer befindet. Er wirft ihn in die Höhe, stupst ihn mit Händen, Füßen und letztlich gar mit dem Gesäß. Am Ende der herrschsüchtig-gierig-größenwahnsinnigen Spielerei zerplatzt der Globus in den Händen des "Führers" (und damit sein Traum von Weltherrschaft), der sich daraufhin, trotzig wie ein Kleinkind, zur Schreibtischkante beugt und drauflosheult - TOP!

4. UNVERGESSLICH: Mussolini (habe sein Film-Pseudonym leider grad vergessen) kommt zu Besuch. Hynkell und er versuchen sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit gegenseitig zu übertrumpfen. Der Höhepunkt des Wetteiferns wird bildlich wunderbar in der Friseurstuhlszene dargestellt. Die beiden Diktatoren kurbeln sich mit den höhenverstellbaren Sesseln nach oben. Am Ende sind es gut 3-4 Meter, die beide über dem Boden ragen - SUPER!

5. UNVERGESSLICH: Die Rede des (für Hynkell gehaltenen) jüdischen Friseurs über Toleranz, Menschlichkeit und Gerechtigkeit. Aufgrund der schon zuvor angesprochenen Tatsache, dass der Film 1941, also zu Nazi-Deutschlands Hochblüte, gedreht wurde, gehen die Worte noch tiefer unter die Haut, berühren noch stärker unsere Herzen -PHANTASTISCH!

"Der große Diktator" ist ein Meisterwerk der Extraklasse, das niemandem, der einen Fernseher besitzt, entgehen sollte; ja eigentlich NICHT entgehen DARF!!
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