Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Der Artikel ist in folgender Variante leider nicht verfügbar
Keine Abbildung vorhanden für
Farbe:
Keine Abbildung vorhanden

 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Der große Boss. Das Alte Testament. Unverschämt fromm neu erzählt [Taschenbuch]

Fred Denger
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


Weitere Ausgaben

Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Gebundene Ausgabe --  
Taschenbuch --  

Kurzbeschreibung

1984
"Dieser unheilige Knüller"(Münchner Merkur) "fasziniert wie ein Gute-Nacht-Krimi" (Die Zeit). Viel Spaß und Spannung, "Sex and Crime" für Christen und Nichtchristen. Der neue Weg zur alten Bibel, 842 heitere Seiten lang.


Produktinformation

  • Taschenbuch: 841 Seiten
  • Verlag: Eichborn (1984)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 382180100X
  • ISBN-13: 978-3821801001
  • Größe und/oder Gewicht: 13 x 9,6 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 214.979 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Weltrekord in sechs Tagen 1. Mose 1, 3 Der GROSSE BOSS schlägt zu! Ein tolles, ein einmaliges Ding will er drehen, das Ding mit der Welt. Das hat vor ihm noch keiner gewagt. Kunststück, die Welt ist momentan nämlich nichts als ein wässriges Tohuwabohu. Aber der GROSSE BOSS hat eine Idee. Sie geistert über den rabenschwarzen Fluten. Die Düsternis missfällt dem GROSSEN BOSS. Man sieht ja nicht die Hand vor Augen!, räsoniert er. Licht! Aber ein bisschen dalli! Prompt wird es hell. Das behagt dem GROSSEN BOSS. Prima, wie das funktioniert. Hell wie der lichte Tag. Damit hat die Helligkeit ihren Namen weg. Um sie von der Dunkelheit zu unterscheiden, nennt er die Finsternis Nacht. Er rahmt sie mit zwei Dämmerungen ein, am Abend und am Morgen. So entsteht der erste Tag. Übrigens an einem Montag. Am nächsten Morgen überprüft der GROSSE BOSS seine Installation und schüttelt den Kopf. Man kann ja gar nichts unterscheiden! Himmel, ist das ne Nässe! Hat er eben Himmel gesagt? Rasch wuchtet er ein Zirkuszelt quer durchs Wasser, so dass ein Teil darunter und einer darüber ist. Das Chapiteau nennt er Himmel. Über all der Wasserverdrängung wird es wieder Abend. Der zweite Tag ist rum. Der Dienstag. Anderntags früh starrt der GROSSE BOSS so lange auf den Wasserspiegel, bis ihm die Augen tränen. Zu viel des Guten!, kritisiert er und gibt dem Wasser den Befehl, sich in ein paar geeignete Tümpel zurückzuziehen. Er will was Trockenes sehn. Es klappt wie am Schnürchen. Das Trockene nennt der GROSSE BOSS Land, die riesigen Wasserpfützen Meer. Eine Weile gefällt ihm seine interkontinentale Gestaltung nicht schlecht, dann kneift er taxierend ein Auge zu. Sehen diese Dreckbatzen aus Erde nicht geradezu kläglich aus? Der GROSSE BOSS liebt schnelle Entschlüsse. Er fordert die Erde auf, grün zu werden und zu blühen. Und lustig sprießt es: eine Wiese mit Blümchen, Felder mit Korn voller Klatschmohn und Obstbäume natürlich, Kernobst und Steinobst, damit später etwas nachwächst. Schmunzelnd lässt der GROSSE BOSS noch mal sein Künstlerauge über das Stillleben schweifen und beendet den dritten Tag. Am Mittwoch. Am Donnerstag übertrifft der GROSSE BOSS sich selber: Er erfindet Sonne, Mond und Sterne und dekoriert damit den Himmel. Die große rote Laterne soll den Tag, die kleinere gelbe die Nacht beherrschen. Die vielen kleinen und klitzekleinsten sind für die Schifffahrt, die Kalendermacher, die Astrologen und -nauten bestimmt. Das alles geschieht nach Adam Riese am vierten Tag. Der GROSSE BOSS reibt sich zufrieden die Hände. Kurz vor Sonnenaufgang am nächsten Morgen betrachtet er nachdenklich seinen Rohbau. Irgendetwas stimmt noch nicht. Gleich darauf weiß er auch, was. Ich muss ein bisschen Leben in die Bude bringen! Damit meint er die Erde. Im Wasser solls wimmeln und in der Luft flattern. Als Erstes konstruiert er einen kolossalen Walfisch. Dann kommen die Delphine, die Lachse und ganz zuletzt die Kaulquappen. Anschließend macht er sich an die Fabrikation der Nachtigall, der Taube und des gemeinen Feld-, Wald- und Wiesenspatzes. Das ist eine Mordsarbeit, deshalb gibt er den Fischen und den Vögeln den Rat: Vermehren müsst ihr euch schon selber. Ich hab noch ne Menge zu tun. Heute ist bereits Freitag, der fünfte! Gleich bei Anbruch der nächsten Morgendämmerung ergänzt der GROSSE BOSS seinen Tierbestand mit einer konkurrenzlosen Menagerie: Vom Regenwurm über die Klapperschlage bis zum Krokodil, von der Gonokokke über die Filzlaus bis zum Zirkusfloh, von der Kanalratte über die Wildsau bis zum ausgewachsenen Elefanten - der GROSSE BOSS vergisst rein gar nichts. Trotzdem ist er noch nicht zufrieden, besonders als er sieht, wie ein Rauhaardackel sich mit einer Angorakatze balgt. Da unten müsste einer sein, der für Ordnung sorgt!, überlegt der GROSSE BOSS laut. Und hat auch schon eine Idee: Er erfindet den Menschen. Er macht ihn nach einer flüchtigen Skizze, so, wie er ihn sich einbildet, ihn, den Mann - und sie, die Frau. Als er die beiden fertig hat, sagt er zu ihnen: Na denn! Meinen Segen habt ihr ... Er schenkt ihnen all das Gepladder, Geflatter, Geschnatter, Gemecker und Gebrüll - und den Moby Dick dazu. Nun pflanzt euch aber auch schön fort!, ermahnt er sie und lächelt diskret. Macht Geschichte, nicht nur Geschichtchen! Alles dürft ihr euch untern Nagel reißen, Hummer, Kaviar, Gänseleber, Büffelschinken und Langusten, aber lasst die Delikatessenlieferanten nicht aussterben. Jagt nicht zum Vergnügen! Ist das klar? Der GROSSE BOSS hätte gern noch mehr gesagt, aber da ist es schon wieder Abend. Der sechste Tag geht zu Ende, ein Samstag, und der GROSSE BOSS hat Kreuzschmerzen von seiner Superschaffe. Doch das vergisst er beim Anblick seiner Mammutbaustelle. Hab ich das nicht klasse hingekriegt? Als der GROSSE BOSS am siebten Tag frühmorgens in die Sonne blinzelt, ist zufällig Sonntag. Da bleibt er gleich liegen. Heut wird geschwänzt!, frohlockt er. In sechs Tagen Himmel und Erde auf die Beine zu stellen - das soll mir erst mal einer nachmachen! Er dreht sich auf die andere Seite und murmelt im Einschlafen: Das wollen wir auch in Zukunft so halten - sechs Tage wird gearbeitet, am siebten wird gefeiert. So entstanden Himmel und Erde: die Schöpfung. Eine Rekordleistung. Und alles Handarbeit.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Sterne
0
5.0 von 5 Sternen
5.0 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Bibel kann auch anders. 9. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ärgern Sie sich auch manchmal Über Ihre Lücken im "Bibelwissen"? Gerade im alten Testament? Und wollen Sie sich nicht durch das Original kämpfen? Dann kann ich Ihnen dieses Buch nur empfehlen. Alle Geschichtsbücher des alten Testaments werden chronologisch erzählt, das heißt, am Ende kennt man alle Geschichten und alle wichtigen Leute. Ich weiß, das ist an sich noch nichts besonderes, das Besondere ist, wie Fred Denger erzählt! Vor allen Dingen: sehr humorvoll und liebenswürdig. Man hat das Gefühl, die Menschen im alten Testament sind normale Menschen, wie Du und ich, mit ihren Ängsten, Problemen und Stärken. Die unseren oft nicht unähnlich sind. Mir hat das einen völlig neuen Zugang zum biblischen Stoff vermittelt. Fred Denger erreicht das vor allem durch seine unkomplizierte Sprache - kein Lutherdeutsch, sondern Umgangston, zugegeben bewußt etwas derb gehalten, mit augenzwinkernden Anspielungen auf heutige Verhältnisse. Ich habe das Buch mit sehr viel Vergnügen (mehrmals) gelesen, wenngleich ich immerwieder im Könige den Anschluß verloren habe (einfach zu viele neue Leute). Der Preis ist auch gut, nur die Schrift ist sehr klein. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
War diese Rezension für Sie hilfreich?
12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Witzig, spritzig, ironisch - ein Knüller 18. September 2002
Format:Taschenbuch
Fred Denger traut sich was. Er nimmt sogar Gott, oder vielmehr den Großen Boss auf die Schaufel. Daß das Alte Testament soviel hergibt, wer hätte das gedacht. Es ist alles anders als wir als Schulbankdrücker gelernt haben, nicht neu, aber da man uns dort das Denken abgewöhnt hat, kommt es einem wie neu vor. Josef, eine Petze, eigentlich logo. Onan erfindet das Do-it-yourself - na auch logo. Aber das ging damals in unsere braven Schulgemüter anders rein. Für uns Unheilige ist Fred Dengers Götterdämmerung ein Hochgenuß.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen BÖSSlich inspiriert 2. September 2006
Von J. Ervin
Format:Taschenbuch
Wer schon immer mal daran dacht, es wäre eigentlich doch an der Zeit die Bibel zu lesen und sich doch immer wieder von den kleingedruckten Spalten abschrecken ließ – für euch, oh Brüder und Schwestern, gibt es eine Lösung!

Fred Denger hat sich an das gemacht, was schon Luther gewagt hat. Er hat die Bibel (das Alte Testament!) in eine umgangssprachliche Fassung gebracht. Zugegeben, manches ist schon so modern formuliert, dass altehrwürdigen Pastoren- und Parrershäuptern die letzten weißen Haare ausfallen können. Vom Inhalt her hat er sich aber, soweit auf guten 150 Seiten möglich, strickt an die Vorlage gehalten. Damit ist so ziemlich jeder Mord, jeder Inzest, jede Vergewaltigung, jeder Terroranschlag und Genozid auch vermerkt. (Da hält kein Stephen King mit!) Die Sprache ist allerdings schon eher als „moderner Gassenhauer“ zu bezeichnen.

Natürlich ist die Story zu umfangreich um sie auf mehr als 150 Seiten zu pressen, aber die Handlung ist durchaus schlüssig erzählt.

Fragt ich mich nur noch – warum hat die (eche) Bibel (der Vertrag zwischen BOSS und dem Menschen) bloß so viel Kleingedrucktes!!
War diese Rezension für Sie hilfreich?

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Ihr Kommentar