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Das große Buch der Bionik. Neue Technologien nach dem Vorbild der Natur
 
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Das große Buch der Bionik. Neue Technologien nach dem Vorbild der Natur [Gebundene Ausgabe]

Werner Nachtigall , Kurt Blüchel
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 399 Seiten
  • Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt DVA (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3421053790
  • ISBN-13: 978-3421053794
  • Größe und/oder Gewicht: 29,6 x 23,4 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 459.339 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Überraschend, genial, effektiv, billig, umweltverträglich -- so zeigen sich die "Erfindungen" der Natur jedem, der sich mit ihnen beschäftigt. Der Einfallsreichtum und die unzähligen Tricks, die die Evolution in Jahrmillionen entwickelt hat, faszinieren seit vielen Jahren auch die Wissenschaftler und Techniker. Und so ist die Bionik entstanden, die die Problemlösungen der Natur systematisch darauf untersucht, ob und wie sie auf unsere Technik übertragbar sind.

Einige Publikationen zur Bionik gab es schon vor diesem Buch, aber keinen so wunderschönen Fotoband, der gleichzeitig leicht verständliche, aber trotzdem umfassende Informationen zum Thema bietet. Die Fotos -- viele aus der Mikrofotografie -- enthüllen die Schönheit und Funktionalität der Natur und der an sie angelehnten Technik: Sie reichen von atemberaubenden Gebäuden über Schmetterlingsflügel und Haihaut bis zu Quallen, Mikroorganismen und Molekülen. Besonders spannend sind dabei die Bilder, die Natur und Technik gegenüberstellen. Dann wird sofort deutlich, was beispielsweise die Oper in Oslo mit einem Fledermausohr gemeinsam hat oder wie ähnlich Minarette und Schachtelhalme sind.

Abgesehen von den herrlichen Aufnahmen besticht dieses Buch durch einen verständlichen Stil, in dem das komplexe Thema in allen Facetten behandelt wird. Die Themen: Nach der Einführung geht es ums Fliegen (vom Pflanzensamen über das Greifhörnchen bis zum Kolibri reichen die Naturmodelle), Architektur (der Londoner Millennium-Dome beispielsweise entspricht in der Form einem abgeplatteten Wassertropfen), Design (mit den zehn Geboten bionischen Designs, von Multifunktionalität bis zur totalen Rezyklierbarkeit), Strömungswiderstand, Sinne, Werkstoffe und Konstruktionen (vom Seifenschaum bis zur Bienenwabe), Lotos-Effekt, Sonne, Roboter und Evolution. Dabei wird immer wieder deutlich: Die Natur bietet uns keine Blaupausen, aber dafür eine unerschöpfliche Fülle von Anregungen. Notwendig für eine Nutzung sind immer die Übertragung und die technische Anpassung.

Dies ist ein wunderschöner Band mit atemberaubenden Fotos, der gleichzeitig verständlich und umfassend in die Bionik einführt und den aktuellen Stand der Forschung und Umsetzung zeigt -- eine rundum gelungene Kombination! --Gabi Neumayer

Neue Zürcher Zeitung

Der Natur in die Karten geschaut

Einen startenden Jumbo-Jet, das Zeltdach des Münchner Olympiastadions und den windschnittigen Sportwagen mag auf den ersten Blick nicht viel miteinander verbinden. Doch lassen sich alle diese technischen Errungenschaften unter einem Schlagwort zusammenfassen: Sie sind Paradebeispiele für die Orientierung von Architekten und Ingenieuren am «Vorbild Natur». Denn unbestritten sind Flugzeuge die Erfüllung des menschlichen Traums vom Fliegen, erinnert das inzwischen zum Kulturerbe der Menschheit gehörende Dach des Olympiastadions den Betrachter an ein gewaltiges Spinnennetz, und die Aerodynamik schneller Autos widerspiegelt das Energiesparprinzip, das viele Fischarten, Delphine oder Pinguine im Laufe der Evolution perfektioniert haben.

Unter dem Begriff Bionik versuchen Wissenschafter biologischer und technischer Disziplinen gemeinsam, die technologischen Spitzenleistungen der Natur für die Menschheit nutzbar zu machen. Doch wer bei Bionik an komplizierte mathematische Formeln und mit dem Jargon der Ingenieure gespickte Abhandlungen denkt, dem können nun knapp 400 grossformatige und mit gelungenen Farbabbildungen gestaltete Buchseiten als Eingangstüre in das «Ingenieurbüro Natur» dienen. Sie wurden von dem an der Universität des Saarlandes tätigen Bionik-Pionier Werner Nachtigall und dem Wissenschaftspublizist Kurt Blüchel zusammengestellt und mit einem ebenso interessanten wie gut verständlichen Text versehen. In 16 Kapiteln schlagen sie einen weiten Bogen vom «Bionik-Klassiker» Vogelflug bis hin zu für die Wirtschaft interessanten Biostrategien. Beschrieben wird auch, wie die Beschäftigung mit dem Bau des menschlichen Oberschenkelknochens und den dort wirkenden Kräften bei der Konstruktion des Eiffelturmes hilfreich war. Der «Lotus-Effekt» wiederum erklärt das Selbstreinigungsprinzip von Lotusblättern, von deren Oberfläche Schmutz ohne fremde Hilfe abgewaschen wird. Auf das für eine technische Umsetzung geradezu prädestinierte Phänomen waren Bonner Pflanzensystematiker per Zufall gestossen, als sie sich die Blattoberfläche im Rasterelektronenmikroskop anschauten. Mikroskopisch kleine Noppen verhindern die Benetzung, so dass Schmutzpartikel keine Chance haben.

Ganz gleich, wo «Das grosse Buch der Bionik» aufgeschlagen wird, laden bekannte und unbekannte Strukturen, bizarre Formen und schillernde Farben zur Lektüre ein. Zwei Doppelseiten verdeutlichen besonders eindrücklich, dass Zangen, Druckknöpfe, Reissverschlüsse und Kugelgelenke schon irgendwo im Tier- und Pflanzenreich «erfunden» wurden. Die in wissenschaftlichen Fachbüchern eher unüblichen plakativen Kapitel- und Textüberschriften wie «Die Rückkehr der Heinzelmännchen» oder «Der Marktführer Natur bestimmt den Stand der Technik» wecken schnell die Neugier auf gegenwärtige und künftige Anwendungsgebiete der Bionik. Wer nach abgeschlossener Textlektüre und dem Betrachten der Abbildungen das für interessierte Laien wie Biologen, Ingenieure oder Architekten gleichermassen empfehlenswerte Buch zuklappt, dem wird vor Augen geführt, dass die Vorbilder der Natur in ihrer technischen Umsetzung nach wie vor eine Herausforderung darstellen: Über der formatfüllenden Foto eines auf dem Wasser startenden Schwanes ist das kleine Bild einer landenden Concorde zu sehen, ganz in das rötliche Licht der am Horizont stehenden Sonne getaucht.

Daniel Dreesmann


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
72 von 83 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch ist ein ästhetischer Genuß, nicht zuletzt wegen der Bilder von „Eye of Science".

Das Schwergewicht ist in hervorragender DVA Qualität gedruckt und handwerklich sauber verarbeitet. Beim Inhalt kommt es darauf an, welchen Anspruch man verfolgt oder verfolgen will.

Der Titel deutet es schon an, es geht um die sog. Bionik. Gemeint ist ein Begriff der im wesentlichen durch Prof. Dr. Werner Nachtigall geprägt wird und schon seit Jahren sein Steckenpferd ist. Bionik als Biologie in der Technologie. Anhand vieler Bilder und Verweise auf die erstaunlichsten Leistungen der uns umgebenen Natur soll gezeigt werden, dass es für die Techniker besser währe mehr aus der Natur zu lernen. Schön gesagt. Aber auch eben nur das. Es ist nämlich ziemlich einfach sich hinzustellen und auf verschiedenste Insekten zu verweisen, die es schließlich geschafft hätten, mit äußerst geringem Energieaufwand sich mehrere Stunden in der Luft zu halten, während wir Menschen mit Flugzeugen enorme Anstrengungen und Energien benötigen. Dies ist ein Schlag in das Gesicht vieler Wissenschaftler, die auch ihr bestes geben, um auf Ihrem Gebiet entsprechendes zu erreichen. Leider wurde von Herrn Blüchel/Nachtigall vergessen zu erwähnen, daß Insekten zudem äußerst klein sind, und in den meisten Fällen nicht so schwer wie z.B. Menschen sind. Wie ein roter Faden zieht sich meiner Ansicht nach dieser Fehler durch das Buch, daß in der Natur Beispiele Erstaunlicher Leistungen gesucht wurden und diese dann mit den technischen Errungenschaft verglichen werden: Facettenaugen, Drucksensoren, Statik von Kalk/Chitin Skeletten, Wärmeempfindlichkeiten und so weiter... Dieser Ansatz ist mehr ein Fingerzeig als konstruktiv. Es wird leider nicht darauf hingewiesen, welche Probleme entstehen können, wenn versucht wird diese Leistungen auf einer anderen Skalierung zu adaptieren. So entsteht der Eindruck, hier währe jemand, der es schon immer besser wußte aber nie erhört worden ist. Auch das Kapitel über die Architektur zeigt zwar sehr schöne Beispiele organischen Baudesigns, läßt aber im unklaren, wie sich hier der Synergie-Effekt aus der Bionik ergibt. Das Nachbauen eines Kalkskeletts eines Rädertierchens als Dachkonstruktion ist keine technische, sondern eine ästhetische Entwicklung. Der Jugendstil, zumindest jener europäischer Ausprägung der Jahrhundertwende, ist zwar ganz klar floral inspiriert, dies aber der Bionik zuzuschreiben ist doch etwas weit hergeholt. Demnach währe jeder Landschaftsmaler auch ein Bioniker. Bei einer Ameise von Design zu sprechen ist für mich schon ein gewagter philosophischer Ansatz, und dabei noch in einem Nebensatz die Frage nach der gesellschaftlichen Entwicklung eines Massenorganismus, wie der eines Ameisenstaates, anzureißen empfinde ich als problematisch. Hier sei zu diesem Thema auf das Buch „Ameisen" von Holldöbler/Wilson hingewiesen, die sich ein Forscherleben lang mit diesem Thema beschäftigen. Im großen und ganzen Vermisse ich etwas Tiefgang in diesem Buch. Es hätte bei einigen Themen einer sehr viel genaueren spezifizierung bedurft. Dies hätte die Leselust entsprechend vorgebildeter Leser länger gereitzt. Das Buch ist eher wie ein „GEO-spezial" konzipiert, beeindruckende Bilder mit äußerst knappen und seichten Artikeln. Fragen, Konsequenzen oder Ausblicke werden kaum aufgezeigt, der Leser nicht gefordert. Welchem der beiden Autoren dies zuzuschreiben ist, wird leider nicht klar. 5 Sterne auf die Bilder, 2 Sterne auf den Inhalt. Insgesamt daher eher 3 Sterne. Alles in allem aber ein wunderschöner Bildband. Wenn man ihn als solchen Akzeptiert.

Meiner Meinung nach gelungenere Einführung in die Leistungen der Natur, speziell der Insekten:

Ameisen. Die Entdeckung einer faszinierenden Welt. Bert Hölldobler, Edward O. Wilson

War diese Rezension für Sie hilfreich?
13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
sehr interessant 20. September 2002
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Da ich erst nächstes Jahr mit meinem Biologiestudium anfangen kann, habe ich mir dieses Buch nur aus purre Neugier gekauft. Ich bin eine Ausländerin und war in diesem Fall sehr possitiv überrascht, dass ein nicht in meiner Muttersprache geschriebenes Fachbuch so einfach und leichtverständlich für mich sein kann. Bezaubert haben mich auch die zahlreichen Fotos. Mein Mann will eigentlich über Biologie nichts wissen, aber von diesem Buch wurde er sofort eingezogen! Da er ein Techniker ist und in der Entwicklung tätig, hat er hier auch einige Tips gefunden, die er in seine Arbeit anwenden konnte.
Wir beide sind sehr zufrieden und empfielen dieses Buch weiter!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Tolle Bilder-Tolles Buch 14. Januar 2012
Von ATT
Format:Gebundene Ausgabe
Wer Interesse an dem spannenden Feld der Bionik hat, liegt mit diesem Buch sicher nicht falsch. Es sind viele tolle Bilder in diesem Buch.
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