Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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344 von 386 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Schwere Enttäuschung...., 31. Oktober 2008
Leider muss ich sagen, dass dieser dritte Band der von einer Trilogie zu einem Ring ausgeweiteten Saga eine herbe Enttäuschung für mich ist.
Ich habe den ersten Band und selbst den zweiten, der bereits einige Längen hatte, sehr gemocht. Trotz sicherlich vieler Kritikpunkte (eindimensionale Charaktere, grausige Dialoge, Klischees etc) haben mich diese Bücher unterhalten und ich habe mit dem Protagonisten Eragon gefiebert. Ein solides Stück Fantasy. Sicherlich kein Meisterwerk, aber eben unterhaltsam und sympathisch.
Ich habe Band zwei als Versatzstück und Bindeglied zum großen Finale gesehen und daher die Längen in dem Buch verziehen und dann kam der dritte Band...
Ich habe mich die ganze Zeit während des Lesens bis einige Seiten vor Ende gefragt: Wann geht die Geschichte endlich los bzw. weiter?
(Ausgenommen die Befreiung Katrinas, die am Anfang ja konsequenterweise stattfinden musste).
Paolini führt die Geschichte nicht weiter fort, es gibt keine neue Entwicklung und das ist sehr enttäuschend für mich. Es gibt keinen Spannungsbogen der sich durch das gesamte Buch zieht, nur ab und zu punktuelle Spannung, reichlich "Action". Das ist aber nur Strohfeuer. Die Spannung fehlt, die den Leser dazu treibt atemlos die Seiten weiter zu blättern. Der Handlungsmotor stottert. Es baut nicht eins auf das andere auf. Keine Handlung die eine weitere Handlung zur unweigerlichen Konsequenz hat.
Der Protagonist stolpert ziellos durch den Roman. "Och jetzt war ich gerade bei den Zwergen, dann geh ich jetzt mal wieder zu den Elfen. Die Schlacht an dem Ort ist vorbei, OK geh ich zur nächsten Stadt". Der Protagonist ist oft viel zu passiv. Man hat nach dem Lesen des Buches nicht das Gefühl, dass er der unausweichlichen Begegnung mit Galbatorix ein Stück näher gekommen ist.
Ich führe das mal auf die fehlende Kompetenz des noch jungen Autors zurück, der scheinbar nicht weiß, wie man Geschichten konsequent weiter entwickelt. Ansonsten käme man wohl zu dem Schluss, da hat ein Erfolgsautor mit dem Verlag und Managern im Rücken mal wieder mächtig Buchstaben ausgespuckt um die Kuh zu melken solange sie Milch gibt, wie es leider so oft in naher Vergangenheit passiert ist.
Zudem hat mich sehr gestört und das wirkt wirklich wie Füllmaterial, dass Nebenfiguren zu Hauptfiguren werden. Insbesondere im Falle Rorans und Nasuadas. Ich weiß nicht, was der Autor mit diesen meines Erachtens für die Geschichte unerheblichen Heldenstories bezweckt. Es ist sehr mühsam sich jedes Kapitel wieder an eine andere Perspektive zu gewöhnen und es hat mir gründlich den Lesespaß verdorben. Zumal der Autor hier leicht übertreibt, die Helden sind zu heldenhaft (Roran (trotz obligatorischer Zweifel)). Es wird nichts wesentliches über Roran berichtet, nur Schlachten, unzählige Schlachten und Tote. Für die Story selbst bringt das aber leider nichts.
Wahrscheinlich hatte Paolini hier Tolkiens Werke im Sinne. Nur hatte Tolkien nie vor ein unterhaltsames Fantasy-Werk zu schreiben, sondern eine Sage im altertümlichen Sinne.
Zumal fällt auf, dass der Autor Streckenweise viel zu sehr Vorgänge beschreibt, die man auch zusammenfassen oder überspringen hätte können (Reisebeschreibung, Kochkünste, Schwertschmiedung etc.). Und manchmal wird zuviel wie in den Bänden zuvor auch (nur hier fällt es mehr auf) ins blaue philosophiert, nur dass es eher Glückskeksartig wirkt, als tiefsinnig.
Was bleibt vom Buch?
Zwei wichtige Informationen, nämlich die Hintergrundgeschichte um Eragons Familie und das Geheimnis von Galbatorix Macht. Der Rest ist letztlich für die Geschichte als ganzes ohne Belang und hätte auch verdichtet werden können.
Die Entscheidung aus der Trilogie ein Ring zu machen war meines Erachtens falsch. Ich werde mir das Finale dennoch zulegen, da ich schließlich wissen will, wie es weiter geht. Ich hoffe inständig nicht wieder enttäuscht zu werden.
Hardcore Fans dieser Saga werden meiner Rezension natürlich nicht zustimmen, die sind froh über jeden Buchstaben aus Alagäesia. Ich für meinen Teil bin der Meinung ein schlecht konzipiertes Buch gelesen zu haben. Das mit Abstand schlechteste der drei. Ich kann den Lesern, die nicht unbedingt Eragon Fans sind nur empfehlen auf Band 4 zu warten und sich den Inhalt von Band 3 aus der anfänglichen Zusammenfassung zu besorgen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Vom begnadeten Jüngling zum Kaufmann ...., 29. Januar 2009
Wie von den geschätzten Vorrednern schon vielfach kommentiert, halte auch ich dieses Buch an sich für überflüssig. Ein dritter und letzter Band hätte bei Weitem gereicht.
Wer auch immer die Entscheidung darüber gefällt hat, einen vierten Band aufzulegen hat sich mit diesem 900-seitigem Streching auf jeden Fall für ein Mehr an Geld entschieden. Diese puristisch kaufmännische Entscheidung schadet in erster Linie der an sich interessant erzählten Geschichte. Es bleibt ein schaler Nachgeschmack!
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94 von 117 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Eine reine Überbrückung zum Showdown in Band 4, 25. Oktober 2008
Inhalt:
Eragon findet sich nach der für ihn verloreren Schlacht auf den Burning Plains gegen Murtagh, seinem Bruder, hilfslos und stellt fest, dass er keine Chance hatte. Zudem hat er auch noch das Versprechen an Roran gegeben, seine Geliebte Katrin aus den Händen der RaZac zu befreien. Doch die Varden und Elfen ziehen weiter voran, und erobern eine Stadt nach der anderen. Zu dem gastiert Eragon bei den Zwergen, um dort mit Orik den neuen König zu berufen. Doch auch Eragon hat Pläne; er muss nochmal zu seinem Meister, um seine Ausbildung endgültig zu beenden und herauszufinden, wie es möglich ist, die Kräfte von Murtagh und Galbatorix zu toppen. Sein Meiter untersützt ihn so gut es geht, doch etwas unerwartetes geschieht...
Roran hingegen strebt eine Kariere als Soldat an, doch auch er findet sich in unüberwindbaren Situationen wieder, die ihn auf eine harte Probe stellen, denn auch er hat sich in den Dienst der Varden und somit zu Diensten der Königen gestellt.
Rezension:
Die Covergestaltung ist wirklich schön gemacht, und der Drache Glaedr sieht echt klasse aus. Der Inhalt dieses Bandes jedoch wird wohl auf eine harte Probe gestellt, denn die Meinungen darüber, ob es Not getan hätte, einen Vierling draus zu machen oder es bei einer Trilogie zu belassen ist hin- und hergerissen.
Der Schreibstil von C. Paolini ist allemal lesenswert und beachtlich, doch stellt man fest, dass die Magie, der gewisse Funke, nicht mehr vorhanden ist, wie in den ersten beiden Teilen. So denkt man, dass die Fantasie des Paolini teilweise verschwunden oder zurückgedrängt wurde. Es mag wohl auch daran liegen, dass die Geschichte selbst, immer blutiger wird und nichts mehr mit dem Alles-Ist-Gut zu tun hat. Dadurch verliert die Geschichte um Eragon, Roran und Saphira den Funken und man findet sich teilweise in langatmigen Konfrontationen im verbalen Sinne wieder und wenn es denn mal spannend werden sollte, sind diese Sequenzen viel zu kurz dargestellt. Somit ist die Meinung, dass der Teil in dem Eragon sich bei den Zwergen befindet und dass diese Sequenz viel zu langatmig dargestellt wurde, eindeutig berechtigt.
Was aber wahrscheinlich jedem Leser auffallen wird; was ist mit der Beziehung von Eragon und seiner Angebeteten Arya? Nichts! Gar nichts! Schade.
Man wird aber auch wohl oder übel auf die Frage stoßen, ob es nun notwendig war, einen vierten Teil zu schreiben oder nicht. Ich persönlich (und ich versuche mich weitgehend aus diesen ambivalten Fragen rauszuhalten) bin der Meinung, dass der dritte Teil von Eragon eine reine Überbrückung zum vierten Teil war, obwohl dieser stellenweise einfach übertrieben langatmig dargstellt wurde und man sich ehrlich fragt; Hätte man es nicht einfach bei einer Trilogie belassen können?
Desweiteren ist es ja leider immernoch so, dass nur eine Sache die Welt regiert und das ist Geld. Deswegen im Titel auch "Wucherei", denn ebenfalls werden wohl viele Fans von Eragon, wenn sie den Teil gelesen haben bitter enttäuscht sein, und den 24,95Euro (!!!) ein wenig hinterhertrauern, auch wenn den "Hardcore-Fans" das wohl ziemlich egal ist.
Fazit:
C. Paolini hätte ruhig die Geschichte in diesem Band mit vielleicht 900Seiten zu Ende bringen, und die langatmigen Phasen und Szenen um einiges Kürzen sollen, dann werden viele Leser (und ich meine viele) vielleicht nicht so enttäuscht, erstens über den Inhalt und zweitens über die Wartezeit auf den nun hoffentlich letzten Teil von Eragon, denn, wenn man bedenkt, wie lange man hatte warten müssen auf den dritten Teil, wie lange soll man denn wieder auf den letzten Teil warten?
3 Sterne
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