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Moviemans Kommentar zur DVD: Eine sehr gute Veröffentlichung, was Bild und Ton anbetrifft. Die Extras sind fabelhaft, allerdings ist die Veröffentlichung nicht ohne Manko. Zum einen fehlen einige Extras, zum anderen enthält Warner dem deutschen Publikum den acht Minuten längeren Director's Cut vor.
Bild: So muss ein Bild aussehen. Bei einem Film, der praktisch nur bei Nacht spielt, ist natürlich der Kontrast von höchster Wichtigkeit. Und in diesem Bereich gibt sich "Blade: Trinity" kaum eine Blöße. Fast durchgängig hebt sich selbst Blade in dunkler Montur vor der Schwärze der Nacht ab. Nur hin und wieder könnte sie noch ein klein wenig differenzierter sein (01:10:43; Mann mit Hund). Auch die Schärfewerte sind makellos, selbst kleinste Details werden nicht verschluckt (01:04:44; Phiolen auf Schreibtisch). Die Schwarzwerte sind hoch, man fühlt sich fast, als würde man von der Nacht selbst verschlungen, Rauschen ist nur gelegentlich minimalst zu erkennen.
Ton: Der Ton ist auf hohem Niveau. Die Sprachverständlichkeit ist absolut klar, wobei das Original etwas natürlicher im Vergleich zur Synchronisation wirkt. Die deutschen Dialoge heben sich etwas von der Kulisse ab. Effekte werden punktgenau gesetzt und wirken vor allem bei den Kampfszenen.
Extras: Die Extras sind durchaus reichthaltig (auch wenn auf der RC1 noch ein paar mehr drauf sind!). Kernstück ist natürlich die lange Dokumentation, die vom Anfang bis Ende der Produktion jeden Aspekt beleuchtet. Witzig ist das Interview mit David Goyer, das von David Goyer selbst durchgeführt wird. Das alternative Ende zeigt, wie die Nightstalkers einen Werwolf jagen, aber man kann verstehen, warum dieses nicht im Film ist. Die Outtakes sind durchgehend witzig. Highlight ist hier Ryan Reynolds, der sich als Don-Johnson-Fan outet. --movieman.de
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Am schlimmsten hat es dabei noch die Story getroffen. Während "Blade" und, vor allem, "Blade II" noch mit, für Genre-Verhältnissen, recht knackigen und gekonnten Storys aufwarten konnten, so wirkt die Geschichte zu Teil 3, fast schon wie eine misslungene Parodie. Ein paar Jungvampire erwecken Graf Dracula wieder zum Leben und Blade versucht nun, mit neuen Freunden im petto, diese Horde, incl. ihrem Anführer, schnellstmöglich zu beseitigen. Tja und das wars dann auch schon. Nicht gerade viel für einen 113-Minüter! Dazu wird einem das Ganze dann noch ziemlich verlöchert und ohne rechten Schmackes präsentiert. Wirklich neue Ideen sucht man vergebens, eher wird versucht, mit Altbewährten wieder zu punkten und das funktioniert hier einfach nicht.
Aber nun gut, mit einer schlechten Story könnte man aber durchaus noch leben (ist ja im Genre eh nichts Neues), wenn wenigstens das Drumherum stimmen würde. Aber leider ist auch hier nicht sonderlich viel vorhanden, was man als positiv werten könnte. Zwar gibt es durchaus einiges an furioser Action zu betrachten, doch im Vergleich zu den Vorgängern, sind diese Action-Szenen eher spärlich gesät. An, leider, viel zu vielen Stellen wird eher versucht, aus der eh schon verschenkten Story, noch irgend etwas herauszuholen. Es gibt einige arg lang wirkende und nichts sagende Dialogszenen, die das ganze Treiben eher in die Länge ziehen, als das sie die Geschichte voranbringen. Langeweile kann sich, hier und da, durchaus breit machen.
Spannung und wenigstens eine gewisse Atmosphäre vermisst man zudem ebenfalls. Während in Teil 2 die Spannungsschraube fast schon überdreht wurde und man, durch die knackige Atmosphäre, aus dem Schwitzen manchmal gar nicht mehr herausgekommen ist, so ist hier wirklich von beidem nichts zu spüren. Dunklere Szenen z. Bsp. gibt es nur am Anfang, ansonsten spielt die Handlung, nahezu durchgehend, eher in helleren und (viel zu) tristen Kulissen. Die Sounduntermahlung kann auch nicht gerade für Stimmung sorgen und die Special Effekts sind wirklich erschreckend schlecht geraten. Zwar waren die Effekte schon immer ein Schwachpunkt der Reihe, doch hier wirken sie meist nur noch lächerlich!
Das Schlimmste ist allerdings, der vollkommen misslungene Umgang mit Kult-Fledermaus "Dracula"! Unbedingt auf Cool getrimmt, wirkt Dracula hier keinster Weise glaubwürdig. Eher wie der übler Schläger einer Straßengang. Das es in "Blade" sehr stark um "Coolness" geht, mag ich ja in keinster Weise kritisieren wollen. Aber musste man selbst solch eine uralte Literatur-Figur unbedingt auf modern trimmen? Also ich weiß nicht! Selbst in einer Welt wie in der von "Blade", hätte durchaus eine, zumindest einigermaßen altertümliche Figur Platz gehabt! Schade drum!
Ein wenig punkten kann der Streifen dann allerdings doch noch. Als erstes wären da, wie schon erwähnt, die Action-Szenen. Auch wenn sie leider etwas spärlich zum Einsatz kommen, so sind sie, wie schon bei den Vorgängern, wirklich knackig geraten und haben ein unheimliches Tempo drauf. Sieht man mal von den Effekten ab, so kann man mit ihnen wirklich mehr als zufrieden sein.
Als zweiter Punkt wäre da die Tatsache, dass sich der Streifen, Gott sei Dank, meist nicht allzu ernst nimmt. Deutlich schärfer auf Humor getrimmt, als die eher ernsteren Vorgänger, machen die, immer wieder eingestreuten, Jokes, durchaus Laune. Allen voran Ryan Reynolds ist teilweise zum Brüllen komisch, mit seinem losen Mundwerk. Vor allem als ständig aufmuckender Gefangener der Dracula-Anhänger, liefert er einen Brüller nach dem anderen ab.
Und auch Wesley Snipes kann spürbar, noch einiges aus dem müden Stoff rausholen. Er ist in seiner Paraderolle als Vampirjäger Blade, nach wie vor, großartig und wirklich verdammt cool. Kein anderer Darsteller, passt so großartig in diese Rolle, als er. Aber auch alle anderen, machen ihre Sache so weit ganz gut.
Fazit: Ziemlich kläglicher Film-Abgang einer Comic-Kultfigur, die es vor allem den Filmen zu verdanken hat, dass sie solch einen Status Weltweit erreichen konnte. Eine dümmliche Story, etwas zu wenig Action und viel zu viel Leerlauf, machen aus "Trinity" eher einen Langweiler, als einen Schweißtreiber. Zwar können die vorhandenen Actionszenen durchaus gefallen und die nett eingestreuten Jokes sind, teilweise, auch wirklich zum Lachen. Doch unterm Strich ist das eben doch zuwenig, selbst wenn ein Wesley Snipes wieder einmal prächtig in seiner Rolle agiert. "Blade"-Freaks wird das zwar trotzdem kaum stören, doch alle anderen müssen sich aber nicht ärgern, wenn dieser Streifen an ihnen vorbei geht!
--- David Hilbert (Mr. Hankey)
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Blickpunkt: Film
Im Prolog ist ein militärischer Trupp von Vampiren unter der Führung von Danica Talos (Indie-Darling Parker Posey wirft sich prätentiös in Pose) damit beschäftigt, Ober-Blutsauger Dracula - jetzt hip Drake genannt - aus seinem Tempelgrab in Syrien zu befreien. Vampirvernichter Blade hingegen geht am anderen Ende der Welt in Los Angeles gewohnt eisern und eisig seinem schneidenden Handwerk nach. Dutzende der Sauger werden von ihm zu einem Häufchen Asche reduziert, doch dabei tapst er in die Falle der Höllenbrut, als er im Eifer des Gefechts einen Menschen umbringt. Nun hat er das FBI am kunstvoll tätowierten Hals, aus deren korrupten Klauen er von den beiden 'Nightstalkern' Abigail (Biel) und Hannibal King (Reynolds) befreit wird. Abigail erweist sich als Tochter von Blades treuem Sidekick Whistler (Kris Kristofferson), der beim explosiven Shootout mit dem FBI das Zeitliche gesegnet hat. Mit Pfeil und Bogen ist sie ebenso versiert wie mit ihrem iPod, auf dem sie für ihren Schlacht-Soundtrack jede Menge Technoklänge eingespeichert hat. Die verbale Munition von amüsanten Onelinern bleibt ihrem Kampfkollegen Hannibal vorbehalten, und für weitere Komik sorgt zudem 'American Pie'-Girl Natasha Lyonne als blinde Wissenschaftlerin Sommerfield, die ein Anti-Vampir-Serum entwickelt hat. Auch Snipes verleiht seiner Rolle mehr als zuvor karikaturhaften Anstrich. Sein Status als uneingeschränkte Hauptfigur verlagert sich mehr hin zu der des charismatischsten Mitspielers. Natürlich trägt er wenigstens noch den Endkampf mit Drake (Dominic Purcell) aus, doch selbst diese Auseinandersetzung fällt wie die restlichen im Fließbandtakt im Videospiel-Look ausgeführten Vampirvernichtungs-Manöver fast schon ein wenig hastig aus. Inmitten der Hektik hinterlässt Purcell als Drake nur einen flüchtigen Eindruck, der sich in punkto Biss einiges von Christopher Lee oder Klaus Kinski hätte abgucken sollen. Dennoch wird der beträchtliche Fanblock des Franchise auch dem dritten Akt der Andrenalin-getränkten Blutsauger-Actionoperette beiwohnen. ara.