Pressestimmen
Kurzbeschreibung
Zu viele E-Mails machen uns unproduktiv, gereizt und verhindern die Lust am Arbeiten. Wenn Sie dieses Buch gelesen haben, ist damit endlich Schluss.
Allein in Deutschland werden durch die E-Mail-Kommunikation jedes Jahr über 2 Milliarden Arbeitsstunden im Wert von ca. 50 Milliarden Euro verschwendet. Im Schnitt verbringt ein Mitarbeiter jeden Tag ein bis zwei Stunden mit dem Lesen und Schreiben von E-Mails. Und über die Hälfte der Mitarbeiter fühlt sich durch E-Mails massiv gestresst. Sie merken, wie ihre Arbeits- und Lebensqualität abnimmt. Wolfgang Schur und Günter Weick zeigen für Angestellte und Chefs gleichermaßen, wie sie ihr E-Mail-Chaos mit einfachen Mitteln endlich wieder in den Griff bekommen.
Der E-Mail-Survival-Guide:
? »Wundermittel mit Nebenwirkungen« — wenn E-Mails zur Belastung werden
? »Empfangen« — Lassen Sie sich Ihren Arbeitsrhythmus nicht von E-Mails versauen
? »Weniger ist mehr!« — Wie Sie wirkungsvolle Texte schreiben
? »An alle« — Welcher Verteiler ist wann richtig?
? »Nadeln stapeln statt Heu anhäufen« — Ordner und Ablage
Auszug aus Wenn E-Mails nerven. So bekommen Sie die Kontrolle zurück und arbeiten besser, schneller und sicherer von Günter Weick, Wolfgang Schur. Copyright © 2008. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Wenn es um elektronische Post geht, haben die meisten von uns einen blinden
Fleck. Wir akzeptieren Dinge, die wir in anderen Lebensbereichen nie dulden
würden - beispielsweise Rechtschreib- oder Tippfehler. Obwohl unsere
Schulungsteilnehmer seit Jahren elektronische Post nutzen und das entsprechende
Wort auch täglich mehrmals schreiben, kennen nur ca. 40 Prozent von
ihnen die korrekte Schreibweise - und auch von diesen ist sich die Hälfte
nicht hundertprozentig sicher. Interessanterweise finden 85 Prozent diese
Unkenntnis nicht einmal besonders schlimm. Noch interessanter ist allerdings,
dass 96 Prozent desselben Personenkreises es für vollkommen niveaulos
hielten, wenn ihnen jemand einen Brief mit folgendem Beginn schreiben
würde: "Mit diesem Prief erhalten Sie ..."
Wie erklärt sich dieser Unterschied in der Sichtweise? Weshalb räumen wir
der elektronischen Post andere Rechte ein als einem Brief? Diese und andere
Fragen werden wir in den folgenden Kapiteln beantworten.
Testen Sie sich doch einfach mal selbst. Wie lautet gemäß Duden die korrekte
deutsche Schreibweise für "Elektronische Post"?
A) e-Mail E) E-mail
B) eMail F) Email
C) E-Mail G) e-mail
D) EMail H) email
Eigentlich dürfte Ihnen die richtige Antwort kein Problem bereiten. Sie haben
die korrekte Schreibweise bereits im Buchtitel gelesen ...
1. Ein Vierteljahrhundert E-Mails
Wer sich über E-Mail äußert, sollte sich zunächst einmal offenbaren. Es ist
nämlich ein großer Unterschied, ob sich ein glühender E-Mail-Verfechter zu
einem bestimmten Punkt kritisch äußert - oder jemand, der an E-Mail ohnehin
kein gutes Haar lässt. Das Gleiche gilt natürlich auch für positive Stellungnahmen.
Um es klar vorwegzusagen: Wir, Günter Weick und Wolfgang Schur, sind
von E-Mail begeistert. E-Mail ist eine fantastische Erfindung, und sie ist eine
unverzichtbare Grundlage unserer täglichen Arbeit. Vieles wäre uns ohne E-Mail
überhaupt nicht möglich. Als kleines Beratungsunternehmen könnten wir
ohne E-Mail beispielsweise gar nicht international arbeiten. Wir könnten auch
nicht in unterschiedlichen Ländern leben, wie wir es tun, ohne dabei unseren
persönlichen intensiven Kontakt zu verlieren.
Allerdings haben wir in den vergangenen Jahren auch Erfahrungen mit E-Mail
gemacht, die in bestimmten Punkten zur Vorsicht mahnen. Aufgrund unseres
Alters und unserer beruflichen Anfänge in der IT-Industrie dürfen wir auf
eine überdurchschnittlich lange E-Mail-Erfahrung zurückblicken und damit
wohl auch auf mehr Höhen und Tiefen als die meisten E-Mail-Nutzer. Günter
Weick kam erstmals 1983 mit E-Mail in Berührung. Damals wechselte er von
einem deutschen Unternehmen zu einem amerikanischen Konzern und erlebte
dort staunend, wie problemlos man über Zeitzonen hinweg zusammenarbeiten
konnte. Allerdings hatten damals nur Sekretärinnen einen eigenen
Bildschirmarbeitsplatz. E-Mails wurden für die Empfänger noch ausgedruckt
und nach deren Vorgaben oder Diktat von den Sekretariaten beantwortet. Als
Wolfgang Schur 1989 erstmals mit dem neuen Medium in Berührung kam,
schrieb er seine E-Mails schon selbst.
Seitdem ist viel geschehen. Wir haben eine lange Reihe von E-Mail-Systemen
und E-Mail-Clients in den unterschiedlichen Versionen durchlaufen. Es
gab Zeiten, in denen wir ausschließlich auf die eigenen Finger an der Tastatur
angewiesen waren, und Phasen, in denen wir als Manager die Möglichkeit hatten,
eine Sekretärin in die E-Mail-Bearbeitung einzubinden. Wir hatten mal
feste Büros, mal waren wir überwiegend mobile Anwender - mit E-Mails als
Nabelschnur zum Unternehmen. Wir haben mit E-Mail-Alternativen wie Instant
Messaging, Bulletin Boards, SMS, Filesharing etc. gearbeitet und E-Mail
aus der Sicht der Anwender, aber auch aus der Sicht der Administratoren kennengelernt.
Mit anderen Worten: Es gibt nur wenig im E-Mail-Umfeld, das wir
in den vergangenen beinahe 25 Jahren nicht an uns selbst erlebt haben - und
das wenige, das wir noch nicht selbst erfahren haben, konnten wir bei den Unternehmen,
die wir bei der Gestaltung ihrer E-Mail-Kultur unterstützen, hautnah
erleben.
So viel zu uns. Jetzt zu Ihnen!