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170 von 198 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Wo ist Lena die Rampensau? Oder war das alles zu viel für sie?, 9. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: My Cassette Player (Audio CD)
Ich gehöre zu denen, die sich von der ersten Minute an von diesem wundervollem Mädchen verzaubern ließen. Wie sie da so stand mit ihrem verschmitztem Lächeln und loslegte "ay ay..." Das hatte eine Präsenz und Anmut, wie ich es schon lange nicht mehr gesehen und gehört hatte. Und beim bloßen Hören der natürlich sogleich herunter geladenen Videos der Casting Staffeln und zur CD verarbeiteten Audio-Songs, viel mir auf, wie man, selbst ohne die Bilder vor sich zu haben, diese Freude und Frechheit, diesen Schalk er-hören und wahrnehmen kann.
All das ist bei der vorliegenden CD leider wie weggeblasen. Vielleicht wurde hier die Persönlichkeit einfach zu stark wegproduziert, möglicherweise aber ist die Müdigkeit, die hier an Stelle der Lebendigkeit und Fröhlichkeit der Liveauftritte zu weilen unüberhörbar ist, dem Stress und einer überhasteten Produktion geschuldet.
Am deutlichsten wird dies in den Songs "My Same" "New Shoes" und "Mr. Curiosity", die für die CD neu produziert wurden. Hört man sie im direkten Vergleich zu den Liveauftritten von USFO, glaubt man fast einer anderen Sängerin zu lauschen. Wo ist die einfühlsame Zartheit, die rührende Feinfühligkeit und Zerbrechlichkeit in "Mr. Curiosity" geblieben? Wo ist das Strahlen, die Frische und die Freude, wo die kleinen Genialitäten und Artefakte, die die Live Auftritte von Lena zu einem unterhaltsamen Kunstgenuss machten und wenigstens teilweise auch immer noch machen, wenn man die Auftritte in diversen Fernsehformaten verfolgt?
Das was allerorten an Lena gelobt wird, ihre Authentizität (ich würde eher sagen: lebendige Natürlichkeit), konnte sie leider nicht ganz mit auf die CD nehmen. Schade.
Eine Lehre sollte sein, dass die Produktion einer wirklich guten CD länger braucht als ein, zwei Wochen. Und eine Bitte an die Produzenten: Lasst Lena doch Lena sein. Dann wirds auch bei der nächsten CD, die hoffentlich kommt, wieder lebendig(er). Eins macht das Album jedenfalls klar: Da ist noch sehr viel Luft nach oben - bitte schöpft das beim nächsten Album aus, denn Lena hat das Zeug zu wesentlich mehr.
Über die einzelnen Lieder und ihre Qualität selbst wurde hier schon einiges, wie ich finde auch Richtiges geschrieben, daher nur dies: Gute Songs sind das A und O einer guten Sänger-Karriere. Mit der Auswahl ihrer Songs bei USFO hat Lena Gespür für die richtigen Songs bewiesen. Leider kommen die vorliegenden neuen Lieder allesamt und wie ich finde inklusive Sattelite oder Bee nicht an die Qualität von "My Same", "Diamond Dave", "Mouthwash", "New Shoes" oder "Mr. Curiosity" heran. Für Lenas Zukunft als Sängerin wird ganz entscheidend sein, ob sie die Songschreiber findet, die ihr das richtige Material liefern können, oder besser noch, ob sie es lernt selbst gute Songs zu schreiben.
Noch eins: Der Hang so vieler Rezensenten und Kritiker, Musiker und Künstler miteinander zu vergleichen und zu kategorisieren, stammt wohl stets aus einem Buchhalterhirn. Ob bei Lena zu viel oder zu wenig Kate Nash oder Stefanie Heinzmann drin ist, ob da etwas imitiert wird, ob das Englisch so gut oder schlecht wie ein Bauarbeiter-Englisch ist... Solche Fragen interessieren eigentlich nur Menschen, die nie gelernt haben Musik zu hören ohne voreingenommen zu sein.
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131 von 161 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Nicht ansatzweise die Lena die wir kennen..., 8. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: My Cassette Player (Audio CD)
Es hätte ein Traumalbum werden können. Nachdem ihre Plattenfirma sich folgendermaßen in den Medien äußerte:
"Für Satelite, Love me und Bee hatten wir nur sehr wenig Zeit. Daher kommt der "Lena" Flair nur sehr wenig rüber. Bei dem Album wird dann aber 100% Lena drauf sein!". Zufrieden drehte ich Satelite auf und fragte mich, was denn da wohl noch kommen würde.
Wie viele von Euch schon richtig schreiben, dachte ich beim ersten hören des Albums: "Lena Heinzmann"???
Ich mein das sind ganz nette Songs, aber ein Ohrwurm wie Satelite sucht man auf dem Album leider vergebens. Lena ist ein großes Talent und besonders durch ihre Sprechparts im Stil von Kate Nash kann sie zeigen was sie kann. Warum gibt es solche richtigen SPrechparts in keinem einzigen Song?
Die Lieder plätschern ein wenig vor sich her ohne wirklich Höhen und Tiefen festzustellen. Es startet sehr stark mit Satelite und hebt sich dann lediglich wieder mit den Songs Love Me, Bee und Mr. Curiousity. Der großartigen Song "My Same" den Lena bereits in der Sendung präsentiert hat und ins Staunen versetzte, wurde auf diesem Album komplett "niedergerissen". Lena sang es in der Sendung mit so viel Kraft, Power, ihrerer eigenen Art und einer unglaublich starken Bandleistung. Auf diesem Album klingt es, als singt Lena es leise vor sich hin und die BGM klingt ebenso unspektakulär.
Außerdem hat jedes Lied eine sehr klare Struktur. Strophe, Refrain, Strophe, Refrain, Refrain. Das ist ja auch ok. Aber Lena würde niemal einen Refrain zweimal komplett gleich singen. Man kann nahezu die Refrains kopieren und übereinander legen, und es ist zu 80% komplett gleich.
Ich finde es ziemlich schade, dass so ein großes Talent wie Lena sich dann doch irgendwie in die Massenproduktionen einreiht. Ich hoffe das nächste Album wird mehr Lena und weniger Stefanie Heinzmann.
So gern ich Lena und ihre Stimme mag. Aber die Songs sind für Stefanie Heinzmann super. Aber für Lena gibts da leider nur 3 Sterne. Die Erwartungen waren anders. Einzig Satelite, Bee und Mr. Curiousity retteten sie auf die 3 Sterne.
Ich denke da ist aber noch ne Menge mehr drin :) Ich hoffe sie schöpfen das noch aus.
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136 von 170 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Seicht mit viel Stefanie Heinzmann und wenig Kate Nash., 7. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: My Cassette Player (Audio CD)
Es ist schon erstaunlich: Da kommt eine leicht verschrobene 18 jährige ohne jede Musikerfahrung um die Ecke und gewinnt eine TV-Castingshow, die weit von den Quoten vergleichbarer Formate entfernt war und plötzlich hat man einen neuen Überflieger in Deutschland, der sofort mit drei Songs in die Charts einsteigt und zwischem Abistress mal eben einen Musikrekord aufstellt. Und auf den ESC darf man sich nach langem auch mal wieder ein wenig freuen... Das Märchen von Lena Meyer-Landrut.
Der Abistress liegt nun hinter ihr und die ersten Skandale auch... "Jugendsünden" in Form von diversen Auftritten im Trash-TV inklusive nackter Pool-Planscherei kratzten zuletzt empfindlich am unverbrauchten Image von Lena. So ein komplett unbeschriebenes Blatt gibt es eben doch nicht.
Heute erscheint ihr erstes Album, 13 Tracks inklusive der drei gecharteten Songs sowie zwei Cover der Songs, die sie bei "Unser Star für Oslo" zur Favoritin machten.
Dem oft gezogenen Vergleich zu Kate Nash wird Lena auf "My Cassette Player" nicht gerecht... jedenfalls nicht durchgängig. Schon der Titeltrack erinnert von der Produktion eher an die, ebenfalls von Stefan Raab entdeckte, Stefanie Heinzmann. Nicht unbedingt schlecht, der Song ist nett und unaufdringlich... Attribute die man im Grunde dem kompletten Album zusprechen könnte. In Lied 3 "Not Following" uuh-uuh-uuht sich Lena den Weg durch einen harmlosen Popsong, der auch als B-Seite von Lily Allen durchgehen würde und im folgenden "I like to bang my head" zaubert Frau Meyer-Landrut dann nicht etwa Metal, sondern den Groove aus dem Hut. Die doch sehr Sprechgesang-lastige Nummer geht so auch völlig in Ordnung, stellt aber auch kein Highlight dar.
Mit "Caterpillar in the rain" darf Lena dann auch endlich zeigen, dass sie doch eine ganz passable Singstimme hat. Die Piano-Ballade im Retrogewand reiht sich nahtlos in die Liste der "netten" Songs. Es folgen "Bee" und "Love me", welche Meyer-Landrut gemeinsam mit "Satellite" in die Charts katapultierten und auf dem ersten Album natürlich nicht fehlen dürfen.
Bei "Touch a new day" bekommt man erstmal einen Schreck, klingt das Intro doch stark nach Lagerfeuerlied. Im Refrain wird die Akustikgitarre samt Cowboyhut dann jedoch wieder eingemottet und es schimmert mal wieder Frau Heinzmann durch. Das Lied kommt und geht in windeseile und man muss beinahe aufpassen es nicht komplett zu überhören. "You can't stop me now" siedelt sich irgendwo zwischen "Love me" und "Satellite" an und ist womöglich brauchbares Singlematerial.
Ein Highlight ist auf jeden Fall Lenas Version von "Mr. Curiosity". Nur vom Klavier getragen kann man erneut erahnen was für eine Singstimme wohl in der ESC-Hoffnung stecken mag.
Das Album endet bescheiden mit "I just want your kiss", einem weitern Ausflug in Richtung Stefanie Heinzmann und dem seichten "Wonderful dreaming".
Lenas verschrobene Art wurde auf "My Casstte Player" leider völlig wegproduziert, keiner der Songs verlässt die seichten Gewässer.... ein dezentes "shit" in "Love me" ist die einzige Kante an der man sich beim Anhören stoßen könnte. Bei der Songauswahl zeigt man sich fast schon ärgerlich unexperimentierfreudig. Jedes der 13 Lieder kuschelt sich butterweich in die Gehörgänge und flutscht artig wieder hinaus.
Auf "My Cassette Player" dominiert das Midtempo, einen zweiten offensichtlichen Hit wie "Satellite" gibt es nicht wirklich. Die Songs sind allesamt nett und einen Totalausfall findet man auf "My Cassette Player" ebenso wenig wie wahre Highlights. Wäre man gemein könnte man Lenas erstes Machwerk als Fahrstuhlmusik bezeichnen... ist man milde gestimmt hat man ein Album mit einer handvoll netter Sommer-Popsongs.
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